5  

Stuttgart Zusätzliche Öffnungsstufe, schnellere Lockerungen: Diese neuen Corona-Regeln gelten ab Montag

Die Corona-Inzidenzen sinken - nicht nur in Karlsruhe. Daher hat die Landesregierung Baden-Württemberg am Donnerstag ihre Corona-Verordnung überarbeitet. Darin enthalten: Weitere Lockerungen und Erleichterungen, die ab Montag, 7. Juni, in Kraft treten. Wie die Änderungen aussehen - ka-news.de hat sie für euch in der Übersicht.

Gegenüber ka-news.de hatte das Land es schon angekündigt, nun ist die geänderte Corona-Verordnung auch offiziell da. "Es besteht Anlass zur Hoffnung, die Zahl der Geimpften steigt und auch die Inzidenzen sinken. Es könnte ein unbeschwerter Sommer werden", so Gesundheitsminister Manne Lucha in einer Pressemeldung des Sozialministeriums Baden-Württemberg am Donnerstag.

"Dennoch sollte uns allen klar sein, dass wir noch mitten in der Pandemie sind. Wir sind noch nicht über den Berg. Die neue Corona-Verordnung enthält deshalb zwar Erleichterungen in vielen Bereichen, doch sind diese immer abhängig vom Infektionsgeschehen. Es gilt: Öffnen mit Umsicht und Vorsicht. Einmal mehr sind wir alle gefragt, mit den Lockerungen verantwortungsvoll umzugehen. Wie sich die Pandemie über den Sommer entwickelt, haben wir alle zum großen Teil selbst in der Hand."

Die wesentlichen Änderungen der Corona-Verordnung im Überblick

  • Es erfolgt eine Erweiterung der Öffnungsstufen 1 bis 3. So sind Vortrags- und Informationsveranstaltungen abhängig von der jeweiligen Öffnungsstufe mit 100 Personen im Freien (Stufe 1), 250 Personen im Freien beziehungsweise 100 Personen in geschlossenen Räumen (Stufe 2) sowie 500 Personen im Freien beziehungsweise 250 Personen in geschlossenen Räumen (Stufe 3) vorgesehen.
  • Der organisierte Vereinssport ist nunmehr auch außerhalb von Sportanlagen möglich, wenn die Personenobergrenzen der jeweiligen Öffnungsstufen eingehalten werden. Neben den Wettkampfveranstaltungen des Profi- und Spitzensports sind nun auch solche im Bereich des Amateursports gestattet.
  • Auch der Betrieb von Vergnügungsstätten, Spielhallen, Spielbanken und Wettvermittlungsstellen wird nunmehr in den Öffnungsstufen 2 und 3 unter den dort geltenden Einschränkungen gestattet, dies gilt bereits ab Freitag, 4. Juni.
  • Der Eintritt in die Öffnungsstufe 3 ist bereits bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 an fünf aufeinander folgenden Tagen möglich, ohne dass die zuvor erforderliche Zeitspanne von 14 Tagen für jede weitere Öffnungsstufe durchlaufen werden muss.
    Der Betrieb des Gastgewerbes, insbesondere von Schank- und Speisewirtschaften, ist dann bis ein Uhr nachts gestattet.
  • Im Rahmen der Inzidenzstufe von 50 gilt für Ansammlungen, private Zusammenkünfte und private Veranstaltungen eine Begrenzung auf maximal zehn Personen aus drei Haushalten. Kinder der jeweiligen Haushalte bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres zählen dabei nicht mit, zusätzlich dürfen bis zu fünf weitere Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres aus beliebig vielen Haushalten hinzukommen.
  • Es wird eine neue Inzidenzstufe 35 eingeführt, die weitere Erleichterungen ermöglicht, wenn der Schwellenwert von 35 (7-Tage-Inzidenz) in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen an fünf aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird:
    • Es entfällt die Pflicht zur Vorlage eines Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweises bei den in den Öffnungsstufen 1 bis 3 zulässigen Veranstaltungen, Angeboten und Einrichtungen im Freien (Besuch von Freibädern, Außengastronomie, Open-Air-Kulturveranstaltungen etc.).
    • Es sind Feiern in gastronomischen Einrichtungen mit bis zu 50 Personen, die einen Test-, Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen, gestattet (Ausnahme: Tanzveranstaltungen) - hierbei haben Gastronomiebetriebe die allgemeinen Hygienevorgaben im Rahmen ihrer Hygienekonzepte einzuhalten.
    • Der Betrieb von Messe-, Ausstellungs- und Kongresszentren ist mit einer Flächenbegrenzung von sieben Quadratmetern pro Besucher gestattet.
    • Kulturveranstaltungen, Vortrags- und Informationsveranstaltungen, Gremiensitzungen, Veranstaltungen, die der Aufrechterhaltung des Arbeits-, Dienst- oder Geschäftsbetriebs oder der sozialen Fürsorge dienen, sowie Wettkampfveranstaltungen des Amateur-, Profi- und Spitzensports sind im Freien mit bis zu 750 Besuchern zulässig. #
  • In Stadt- und Landkreisen, in welchen der Schwellenwert der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 beziehungsweise 35 bereits an den fünf Tagen vor dem 7. Juni unterschritten war, können die zuvor genannten Öffnungen auch gleich am 7. Juni eintreten. Dies haben die zuständigen Gesundheitsämter jeweils am 6. Juni bekanntzumachen.
  • Für Schüler ist die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, künftig für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend.
  • Der Betrieb der Schulen wird zukünftig umfassend in einer eigenen Ressort-Verordnung Schule geregelt. Daher wird die bisherige Schulregelung der Corona-Verordnung weitgehend aufgehoben.
Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (5)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   zweiundvierzig
    (155 Beiträge)

    04.06.2021 10:49 Uhr
    Die Tests an Schulen haben überhaupt keine Aussagekraft,
    wenn sie überall so durchgeführt werden, wie ich es von meinen Kindern aus mehreren Schulen geschildert bekomme. Da werden Tests von ungeschultem Personal oder den Schülern selbst ausgeführt. Das einzige was die Schultests da aussagen ist, dass die Testflüssigkeit richtig in das Corona-Test-Kit heinengetröpfelt wurde - mehr aber nicht. Corona-positive Schüler werden so jedenfalls nicht gefunden. Und diese Tests will man 60 Stunden lang als Negativ-Nachweis gelten lassen?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (11068 Beiträge)

    04.06.2021 17:48 Uhr
    Ja und?
    Um ein Stäbchen in die Nase zu stecken und danach in die Testflüssigkeit braucht man kein geschultes Personal, das können sogar die Kinder.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (11068 Beiträge)

    04.06.2021 08:13 Uhr
    ??
    Die Testpflicht in der Aussengastronomie entfällt also.
    Aber was, wenn ich mich nach drinnen setzen möchte/muss, ohne dabei an einer Veranstaltung teilzunehmen?
    Etwas verwirrend.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   kommentar4711
    (3109 Beiträge)

    04.06.2021 15:55 Uhr
    ANTWORT AUF "??"
    Innen gilt m. E. grundsätzlich weiterhin "Genesen, getestet oder geimpft". Oder habe ich da etwas übersehen?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Beiertheimer
    (1305 Beiträge)

    04.06.2021 08:57 Uhr
    Wenn man nach innen geht
    nimmt man automatisch an der Veranstaltung:"Thekenmanagement in Pandemiezeiten" teil.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.