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Stuttgart Corona in Baden-Württemberg: Zahlen bleiben unter Schwellenwerten für Alarmstufe II

Während die Inzidenz in Baden-Württemberg weiter deutlich steigt, sind die für schärfere Corona-Einschränkungen relevanten Zahlen auch am dritten Tag in Folge unter den Schwellenwerten geblieben. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) ging die Zahl der Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen am Sonntag um 11 auf 431 zurück.

Der Wert liegt somit weiter unter der wichtigen Marke von 450. Die Hospitalisierungsinzidenz verharrte mit 2,6 weiter deutlich unter dem für die Alarmstufe II relevanten Wert von 6,0. Sie gibt an, wie viele Corona-Infizierte innerhalb einer Woche und pro 100.000 Einwohner in eine Klinik gebracht werden.

Ein medizinischer Mitarbeiter mit einem negativen Corona-Schnelltest.
Ein medizinischer Mitarbeiter mit einem negativen Corona-Schnelltest. | Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Sollten beide Zahlen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter den Grenzwerten der derzeit geltenden Alarmstufe II bleiben, wären eigentlich Lockerungen der Maßnahmen möglich. Zum Beispiel dürften dann Diskotheken und Clubs wieder öffnen, in mehreren Einrichtungen würde die 2G-plus-Regel fallen. Allerdings hat das Staatsministerium bereits am Freitagabend mitgeteilt, dass die in der Alarmstufe II geltenden Regeln am Dienstag wegen der hoch ansteckenden Omikron-Variante "bis auf Weiteres" verlängert werden sollen.

Auch das Sozialministerium hatte Hoffnungen bereits gebremst: "Generell müssen wir weiter sehr vorsichtig bleiben, da noch nicht vollumfänglich klar ist, wie die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen in Deutschland und Baden-Württemberg verschärfen wird", hatte ein Ministeriumssprecher am Freitag gesagt.

Inzidenz steigt

Die Inzidenz - also die Zahl der registrierten Infektionen binnen sieben Tagen und auf 100.000 Einwohner - legte am Sonntag zu von 299,6 auf 320,6. Bislang wurden laut Bericht 12.057 Fälle der Omikron-Variante aus Baden-Württemberg an das Landesgesundheitsamt übermittelt. Dabei handelt es sich sowohl um Verdachtsfälle als auch um Infektionen, die per Vollgenom-Analyse bestätigt wurden. Zum Anteil der Verdachtsfälle macht die Behörde keine Angaben. Am Dienstag hatte das Sozialministerium mitgeteilt, dass Omikron zur dominierenden Variante des Coronavirus im Südwesten geworden sei: Bei mehr als 50 Prozent aller Sars-CoV-2-Diagnosen werde in Laboren Omikron nachgewiesen.

Seit Beginn der Pandemie wurden dem Amt in Baden-Württemberg 1.062.032 Corona-Fälle gemeldet, 3872 mehr als am Samstag. 13 223 Erkrankte starben an oder im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Das waren 13 mehr als am Vortag.

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Kommentare (12)
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  •   Kojak
    (680 Beiträge)

    10.01.2022 16:44 Uhr
    Alarmzustand auf Dauer geht nicht gut.
    Virologe Hendrik Streeck: "Der Gedanke setzt sich langsam durch, dass wir einen pragmatischen Umgang mit der Pandemie brauchen, um mit dem Virus leben zu lernen. Dagegen ist der dauerhafte Alarmzustand ermüdend und nicht erfolgreich",

    Sagen Sie das bitte mal dem älteren Herrn an der Spitze unserer Landesregierung, Herr Streeck. Bitte laut und deutlich, damit er es versteht.
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  •   mueck
    (12462 Beiträge)

    10.01.2022 16:41 Uhr
    !
    Nicht vergessen: Die aktuelle Verordnung wurde "für Delta" gemacht, die Deltazahlen sind rückläufig, Delta wird bald keine Rolle mehr spielen, dafür steigen deutlich die Omikronzahlen. Angesichts dessen ist es nicht völlig unberechtigt, ein Sinken unter die Grenze mit Vorsicht zu betrachten, wenn andere Zahlen schon kräftig im Steigflug sind. Norddeutsche Bundesländer sind uns ausnahmsweise mal voraus, da wäre interessant, wie sich dort die Omikronwelle konkret auf die Intensivzahlen auswirkt. Solange kann man mal die Füße bei Lockerungen stillhalten und den Intensivpflegern mal eine "Pause" gönnen ...
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  •   Kommentar
    (1308 Beiträge)

    10.01.2022 17:42 Uhr
    Klar
    Niemand hatte am 27.12. von Omikron gehört. War komplett unbekannt "damals".
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  •   Kojak
    (680 Beiträge)

    10.01.2022 16:51 Uhr
    Unlogisch.
    Die Grenzen waren für Delta gemacht. Omikron dagegen (das ist inzwischen international nachgewiesen!) führt zu deutlich weniger schweren Erkrankungen. Und weil Omikron jetzt viel weniger Patienten auf die Intensivstationen bringt, muss man die Regeln aussetzen? Quatsch.

    Bleiben noch die Hospitalisierungszahlen. Ach ja, die gehen bei Omikron hoch. Aber warum? Weil jeder (symptomfreie) Patient, der aus völlig anderen Gründen ins Krankenhaus kommt und bei dem der routinemäßige Corona-Test bei der Aufnahme positiv ausfällt, als Corona-Hospitalisierung gezählt wird! Das kann doch keine Grundlage für massive Beschränkungen sein.
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  •   Kommentar
    (1308 Beiträge)

    10.01.2022 17:46 Uhr
    Natürlich kann es
    Grund für massive Beschränkungen sein.

    Aber nur dann, wenn so viele Menschen tatsächlich im Krankenhaus (egal ob intensiv oder nicht) wegen einer Corona-Erkrankung behandelt werden müssen, dass es dort zu einem Problem wird.

    Da wir nicht einmal wissen, ob jemand wegen oder mit Corona im Krankenhaus behandelt wird, weil wir uns fast weigern diese Daten zu erheben, können wir nur basierend auf willkürlichen Einzeleinschätzungen entscheiden.
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  •   BRAEDACH
    (6 Beiträge)

    10.01.2022 15:20 Uhr
    Winfried
    Winfried dreht allmählich durch, warum wurde die Verordnungen gemacht, wenn sie ohnehin nicht eingehalten werden.

    Wenn sich die Regierung BW nicht an die Vorgaben haltet, warum soll ich als Bürger dies tun? Ich bin jetzt 3x geimpft und lasse mir nichts mehr vorschreiben!!!!!!!!!!!!!
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  •   Micha
    (180 Beiträge)

    10.01.2022 12:41 Uhr
    Wenn sich die...
    Regierung nicht an ihre Regeln hält, warum sollten die Bürger es dann tun? Nicht falsch verstehen ich bin keim Impfgegner oder so etwas. Aber nach 3 Impfungen sehe ich nicht ein, nochmals in einen Lockdown zu gehen falls einer kommt!
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  •   blauvoraugen
    (15 Beiträge)

    10.01.2022 14:38 Uhr
    die machen ehe was Sie wollen
    eine Logik sehe ich hier nur betreffend unseren exorbitanten Kosten für das Gesundheitswesen. Komischerweise kommt dies beim "normalen" Personal auf der unteren Ebene nicht an. Dafür
    Inverstoren und Kapitalgesellschaften als Träger von Kliniken.....Apotheker-Lobbyismus........Pharmakonzerne........... Wundern darüber, dass wir weniger Intensivplätze haben als vor 20 Jahren......

    Dafür
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  •   Mondgesicht
    (2799 Beiträge)

    10.01.2022 12:41 Uhr
    Darf man das Willkür nennen?
    Das Land Baden-Württemberg hatte seit dem Sommer ein klar auf die Intensivpatientenzahl ausgerichtetes Corona-Regelwerk. Damit wurde geworben - und es war für die Bürger nachvollziehbar. Dass ab einer bestimmten Patientenzahl die Lage kritisch wird, das konnten wir anhand der Berichte über überlastetes Intensivpersonal nachvollziehen. Somit wurde im Herbst bzw. bis Dezember mehrfach verschärft.

    Und nun wo es in die andere Richtung geht - da verweigert sich die Kretschmann-Regierung und erklärt ihre eigene Maßstäbe für obsolet. Da werden die Regeln, die anlässlich hoher Belastung der Intensivstationen geschaffen wurden, einfach so per Handstreich verlängert, obwohl sich die Intensivstationen leeren. Und das offensichtlich erst mal auf unbestimmte Zeit.

    Darf man das Willkür nennen, ohne gesperrt zu werden? Denn eine plausible Begründung liefert das Land nicht. Nur das Stichwort "Omikron" herauszuposaunen, ist keine schlüssige Argumentation.
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  •   zweiundvierzig
    (177 Beiträge)

    10.01.2022 11:35 Uhr
    Willkommen in The Länd
    Wir können alles neu erfinden, sogar Coronaverordnungen, an die sich das Land selbst nicht hält.
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