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Stuttgart Corona in Baden-Württemberg: Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt deutlich

Wenn mehr als 200 Intensivbetten in Baden-Württemberg mit Corona-Patienten belegt sind, soll es Einschränkungen für Ungeimpfte geben. Das könnte Mitte kommender Woche der Fall sein.

Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Baden-Württemberg ist wieder deutlich angestiegen. Auf den Intensivstationen im Land wurden am Donnerstag 131 Menschen mit Covid-19-Erkrankungen behandelt - 15 mehr als noch am Vortag, wie das Landesgesundheitsamt in seinem täglichen Corona-Lagebericht (Stand: 16.00 Uhr) in Stuttgart mitteilte. Der Anteil der Covid-Fälle an den betreibbaren Intensivbetten im Südwesten lag bei 5,6 Prozent, das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als am Mittwoch.

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch.
Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. | Bild: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild

2G ab Ende September

Die Experten schätzen, dass Mitte kommender Woche über 200 Intensivbetten belegt sein werden. Nach Plänen der Landesregierung soll es dann erste Einschränkungen für Ungeimpfte geben. Der oberste Grenzwert 300 soll demnach nach Ende der Sommerferien im Südwesten Mitte September erreicht werden - wenn viele Urlauber aus dem Ausland wieder da sind. Dann soll die sogenannte 2G-Regel gelten, wonach nur noch Geimpfte oder Genesene etwa Restaurants besuchen dürfen.

Vor einer Bar im Hamburger Stadtteil St. Georg steht ein Hinweisschild, welches auf den Einlass nach der 2G-Regel hinweist.
Vor einer Bar steht ein Hinweisschild, welches auf den Einlass nach der 2G-Regel hinweist. | Bild: Axel Heimken/dpa

Die Sieben-Tage-Inzidenz - also die Zahl der erfassten Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche - stieg weiter leicht auf 83,7 nach zuletzt 81,8 am Mittwoch. Sieben Landkreise haben inzwischen die Inzidenzmarke von 100 überschritten. Die höchste Inzidenz hat weiterhin der Stadtkreis Heilbronn mit 131,3.

Meisten infizierten Reiserückkehrer kommen aus dem Kosovo

Die Behörde registrierte 1850 neue Infektionen und 12 weitere Todesfälle in Verbindung mit dem Virus. Damit haben sich mittlerweile 532.427 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert, 10.493 Todesfälle stehen im Zusammenhang damit. Als genesen gelten geschätzt 503.675, 833 mehr als am Vortag.

Reiserückkehrer werden in einer Corona-Teststation an der A8 auf das Virus getestet.
Reiserückkehrer werden in einer Corona-Teststation an der A8 auf das Virus getestet. | Bild: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

Zudem stieg die Zahl der Menschen im Südwesten, die sich während der Urlaubszeit bei einer Reise ins Ausland mit dem Coronavirus angesteckt haben, stark an. Innerhalb der vergangenen zwei Schulferien-Wochen registrierte das Landesgesundheitsamt 3.360 Infizierte, die sich womöglich im Ausland angesteckt haben. Seit Juni gab es 5.796 solcher Fälle. Am häufigsten kamen Menschen aus dem Kosovo mit einer Infektion zurück (1.425). 993 haben sich wahrscheinlich in der Türkei angesteckt, 628 in Kroatien, 297 in Nordmazedonien und 284 in Italien.

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  •   andi79
    (2997 Beiträge)

    04.09.2021 20:01 Uhr
    ich wette
    Dass wir den Grenzwert von 200 bestenfalls leicht übersteigen und er danach wieder etwas fällt und erstmal auf ca. 160-180 sich einpendeln wird in den 2 Wochen darauf. An die 300 kommen wir gar nicht ran. Wer wettet dagegen?

    Zeit des Postings ist "eingeloggt"... schauen wir mal in 3 Wochen nochmal drauf
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  •   maehdrescher
    (1632 Beiträge)

    03.09.2021 18:40 Uhr
    Das wird jetzt durchgeorgelt
    bis Kretschmann endlich sein 2 G umgesetzt hat.

    Kann man das glauben? Wir hatten Herbst/ Winter 2020 und Frühjahr 2021 deutlich höhere Infektionszahlen, und es gab noch keinen Impfstoff bzw. viel zu wenig. Trotzdem waren unsere Kliniken zu keinem Zeitpunkt überlastet. Und jetzt, bei über 60% komplett Geimpften, soll auf ein Mal bei viel niedrigeren Krankheitsfällen die medizinische Versorgung zusammenbrechen? Das ist doch nicht glaubwürdig.
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  •   tom1966
    (1538 Beiträge)

    06.09.2021 07:46 Uhr
    Vergleich der Zahlen
    Wenn man die Zahlen vergleichen möchte, sollte man doch die Infektionszahlen der gleichen Jahreszeit miteinander vergleichen. Wenn man die Zahlen vom Sommer mit denen des Winters vergleicht, so führt das zu falschen Schlussfolgeruingen.
    Ich konnte jetzt keinen konkreten Vergleich finden, aber laut Pressemeldung des RKI sind die Inzidenzen aktuell höher als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres - und das trotz Impfung.
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  •   Mondgesicht
    (2672 Beiträge)

    06.09.2021 09:14 Uhr
    Falscher Wert
    Sie beziehen sich alleine auf die Inzidenz, die aber ganz anders zu bewerten ist als vor einem Jahr. Das hat inzwischen sogar die Regierung eingesehen. Die Verordnung in BW erwähnt die Inzidenz nicht mehr. Die neuen Grenzen sollen anhand der Intensivbettenauslastung gezogen werden.

    Wir können theoretisch eine Inzidenz haben, die die Werte vom Herbst 2020 um das Drei- oder Vierfache übersteigt, ohne dass deshalb rigorose Maßnahmen (Lockdown sagt man ja laut Drosten nicht mehr) getroffen werden müssen. Es kommt darauf an, wie viele schwere Fälle es gibt. Und das wiederum hängt natürlich mit der Impfquote zusammen (die übrigens höher ist als das RKI vermeldet, weil man in unserem Land offensichtlich nicht in der Lage ist, solche wesentlichen Daten korrekt zu erfassen).

    Würden wir weiterhin nur auf die Inzidenz schauen, dann wären wir auch 2025 oder 2030 noch im Lockdown. Ja, dieser wäre sogar Dauerzustand. Denn das Virus wird bleiben.
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  •   tom1966
    (1538 Beiträge)

    06.09.2021 11:00 Uhr
    !
    Auch wenn die Inzidenzwerte anders bewertet werden müssen, als im vergangenen Jahr, so zeigen sie doch, dass es aktuell mehr Infizierte gibt, als zur gleichen Zeit im letzten Jahr.
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  •   Waterman
    (6676 Beiträge)

    06.09.2021 08:39 Uhr
    Das liegt an der Delta-Variante,
    die viel ansteckender ist. Wir haben dieses Jahr eine ganz andere Pandemie, wenn man so will.

    Und wenn wir so weiter machen, was das Impfen angeht, wird auch diese Variante ersetzt durch eine andere. Kandidaten stehen schon unter Beobachtung. (Mu z.B.)

    Getrieben von den Ungeimpften, geben diese dem Virus offensichtlich gerne Beistand.

    Macht doch Spass, Wetten auf das Leben - der Anderen - abzuschließen.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (643 Beiträge)

    04.09.2021 00:45 Uhr
    Also
    "sein" 2G wird schwierig. Das gibt es ja schon in Hamburg.
    Sonst wurde oft verlangt es brauche klare Pläne und Ansagen.
    Werden solche erstellt, ist es auch nicht recht...
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  •   Mondgesicht
    (2672 Beiträge)

    06.09.2021 09:19 Uhr
    Hamburg
    Vorsicht. Das Hamburger Modell ist kein gesetzlich vorgeschriebenes 2G. In Hamburg gilt (wie derzeit auch bei uns) 3G. Allerdings gibt es die freiwillige (!) Option, dass Gastronomen und Veranstalter auf 2G umstellen - als Gegenleistung dürfen sie dann mehr Personen einlassen.

    Was unserem Ministerpräsidenten vorschwebt, ist aber ein für alle vorgeschriebenes 2G per Verordnung. Der Unterschied ist: in Hamburg kann ein Ungeimpfter zwar nicht mehr in jedes Lokal, aber es wird noch genügend Wirte geben, die bei 3G bleiben. Wird in BW das gesetzliche 2G eingeführt, dann gilt es überall. Der Ungeimpfte wird also keine Gaststätte mehr besuchen können - nirgendwo im Land.
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  •   OtusLocus
    (186 Beiträge)

    03.09.2021 15:57 Uhr
    Wir lassen uns so dermaßen veräppeln.
    "Die Experten schätzen, dass Mitte kommender Woche über 200 Intensivbetten belegt sein werden. Nach Plänen der Landesregierung soll es dann erste Einschränkungen für Ungeimpfte geben."

    Baden Württemberg hat 213 Krankenhäuser...
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  •   ALFPFIN
    (7774 Beiträge)

    03.09.2021 13:39 Uhr
    Ich fand
    die Erfassung in der 7-Tage-Inzidenz übersichtlicher. Man erfuhr wie sich der Krankenstand in relativ genauen Zahlen innerhalb einer Woche verändert hat.
    Was sagt uns das eigentlich aus, wenn man weiß , jetzt ist die Intensivstation gerade wieder voll belegt, oder zwei Betten sind frei, also alles halb so schlimm oder nur 2 Menschen sind an Covid 19 gestorben, als können wir ohne Maske und Vorsichtsmaßnahmen loslegen.
    Allerdings für diejenigen, die sich sowieso nicht impfen lassen wollen, ist es egal, nach welchen Kriterien der Stand der Infizierten berechnet wird.
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