18  

Karlsruhe "Wert der Arbeit hat ein ganz neues Gewicht bekommen" - OB Mentrup über den 1. Mai

Oberbürgermeister Frank Mentrup sieht die besondere Symbolkraft des Internationalen Tags der Arbeit gerade in Zeiten der Corona-Krise. "Der Wert der Arbeit für jeden Einzelnen, der Wert der Arbeit aber auch für die Gesellschaft hat plötzlich ein ganz neues Gewicht bekommen", sagt Mentrup auf der Corona-Seite der Stadt.

"Gleichzeitig erleben wir seit Wochen eindrucksvoll, wie ein gemeinsames Ziel - die Eindämmung des Corona-Virus - zusammenschweißt und was Solidarität erreichen kann", so der Oberbürgermeister weiter.

Mit Anlass des Feiertags auseinandersetzen

Umso paradoxer sei es, dass der Tag der Arbeit wegen des Virus erstmals seit Menschengedenken ohne öffentliche Kundgebung stattfinden müsse. Mentrup fordert die Bürger auf, sich stattdessen individuell mit dem Anlass des Feiertags auseinanderzusetzen und hierzu auch die zahlreichen Online-Angebote zu nutzen.

Wertschätzung darf keine Eintagsfliege bleiben

Gerade Berufe, die bislang eher im Hintergrund wirkten, erführen nun in der Krise die bisher oft vermisste und verdiente Wertschätzung. "Endlich erkennen alle an, wie unverzichtbar die Arbeit ist, die etwa in der Kranken- und Altenpflege, in der Gastronomie oder im Einzelhandel oftmals zu geringen Löhnen geleistet wird. Denn hier geht es in erster Linie um die Arbeit für die und am Menschen selbst", so das Stadtoberhaupt. Mentrup hofft, "dass diese Wertschätzung keine Eintagsfliege bleibt, die sich nach dem Ende der Corona-Krise wieder verflüchtigt."

Guter Lohn für gute Arbeit

Gleichzeitig treibe viele Menschen angesichts von Kurzarbeit und drohenden Insolvenzen die Sorge um ihren Arbeitsplatz um. Hier seien die Gewerkschaften wichtiger denn je. "Denn es geht darum, den Arbeitsmarkt für die Zeit nach der Krise so mitzugestalten, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für gute Arbeit den angemessenen Lohn erhalten und durch die Anerkennung der Gesellschaft gestärkt werden", fordert Mentrup.

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (18)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Bundbock
    (1 Beiträge)

    02.05.2020 16:53 Uhr
    Sehr zynisch
    Zum Thema Wertschätzung kann Herr Mentrup sehr viel beitragen. Gerade das akute Thema Tagesmütter im Stadtkreis Karlsruhe.... Dieses Statement vom OB ist quasi ein Schlag ins Gesicht aller Tagesmütter. Seit Ende März wissen die Tagesmütter und Tagesväter nicht wann Sie wieder bezahlt werden, oder ob sie bezahlt werden usw. Ein ewiges hin und her und fast Menschen unwürdig. Keiner weiß Bescheid und aus dem Rathaus kommt nur die Ansage: alle Zahlungen auf Eis gelegt. Nun können die Tagesmütter schauen wie sie ihre Kranken und Pficht-Rentenversicherung zahlen können, welche sonst zur Hälfte von der Stadt übernommen werden. Denn eigentlich sind sie selbstständig... aber eigentlich sind sie doch komplett Abhängig von der Stadt...outgesourctes Problem Kinderbetreuung....Eltern und Tagesmütter werden einfach im Stich gelassen... und wer leidet am meisten : die Kleinsten!!!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    03.05.2020 14:19 Uhr
    Solche Beträge
    müsste man doch durch die Posten zahlen können, bei denen jetzt weniger Ausgaben vorhanden sind.

    Dazu fällt mir z.B. ein, dass teure Dienstreisen mit Delegation auch nicht stattfinden konnten. Allerdings erfährt man meist erst hinterher, wo man als Rathauschef so alles war. Als 30 Jahre ZKM gefeiert wurde, kam er gerade aus Dublin. Als die ART war, kam er gerade aus Indien. Danach war er noch bei einem Karnevalstreffen entweder Kroatien oder Slowakei? Das genaue Ziel habe ich nicht mehr in Erinnerung, aber ich hatte mich noch gewundert, dass man das bei beginnender Pandemie machte.

    Nun konnte man durch die Reisebeschränkungen sehr lange nicht reisen und das müsste, streng genommen, diverse Kostenminderungen ergeben. Es reist auch nicht nur der OB.

    Über Mehrausgaben wird allerdings derzeit viel geredet und geschrieben. Es gab aber auch gewisse Einsparposten. Dazu gehört wohl zusätzlich die Tagespflege für Kleinkinder.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    03.05.2020 14:39 Uhr
    Nottingham nicht Dublin
    Nottingham ist die Partnerstadt. Sorry, war mein Fehler.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    03.05.2020 14:32 Uhr
    Herr Mentrupp
    wird aber nichts zur Klärung beitragen. Im Bereich seines Kollegen Lenz und zuvor Denecken (beide SPD) sind ganz andere Dinge ohne Rüge passiert.
    Ich war 2008 mehr als ein halbes Jahr ohne Beiträge für die Rentenversicherung. Später hat man behauptet ich war Verursacherin, weil ein Darlehensvertrag nicht unterzeichnet wurde. Darin stand, dass man sich mit dem Recht einer Zwangversteigerung Kosten absichern wollte, die der Satdt bei Zahlungen zum Lebensunterhalt entstehen.
    2012 hat sich herausgestellt, dass ich ab 2005 Erwerbsminderungsrente bekommen musste. Ich bekam sie sieben Jahre rückwirkend. Danach hat sich die Stadt immer noch mehr als einmal zu ungunsten des Bundes"vertan", aus Versehen oder wegen inkompetenter Beamter?
    Denecken meinte, dass der Stadtrat Kontrollorgan ist, seine Fraktion (SPD) hat nach Hinweis nicht einmal geantwortet.
    Ludwig Marum würde sich im Grab rumdrehen, wenn er den Zustand dieser Partei in Karlsruhe sehen könnte.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   maehdrescher
    (1434 Beiträge)

    02.05.2020 09:45 Uhr
    Was jetzt ein anderes Gewicht hat
    das sind die Arbeitsplätze. Denn davon sind jetzt schon viele weggefallen und das werden noch viel, viel mehr.

    Für viele wird der bisherige Lebensstandard Geschichte sein, und zwar auf lange Zeit. Noch haben das nicht alle kapiert, noch jubeln sie, wie toll Merkel uns durch die Krise steuert. Wenn der Arbeitsplatz endgültig weg ist, kommt das böse Erwachen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    02.05.2020 20:18 Uhr
    Pessimismus-Säher
    brauchen wir jetzt echt nicht. Die Krise löst viele Impulse aus hinsichtlich Digitalisierung sowie modernen Arbeitsplatz und -zeit modellen. Wenn zudem der Ausgang der Coronazeit als Einstieg in die Epoche des Klimaschutzes mutig angegangen wird, bin ich da sehr optimistisch. Dann sind wir vorn mit dabei. Wirtschaft funktioniert übrigens zu einem guten Teils als "Self fulfilling phrophecy", also wenn man auf etwas hinarbeitet und möglichst viele mittun und daran glauben, dann geht es tatsächlich in diese Richtung. Im Guten wie im Schlechten. Daher an alle: Gute Ideen einbringen, statt Jammern und Schwarz-Sagen zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   maehdrescher
    (1434 Beiträge)

    02.05.2020 22:27 Uhr
    Optimistisch
    bleiben können jetzt höchstens Beamte... allen anderen tut Realismus gut. Glauben Sie ernsthaft, dass die Arbeitslosenzshlen nicht hochgehen, nur weil SIE feste an das Gute glauben?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    02.05.2020 23:58 Uhr
    Nur weil Sie Pessimist sein möchten
    ist das weder realistisch noch die Mehrheitsauffassung. Ich glaube, es wird wie in jeder Krise in vielen Bereichen eine Marktbereinigung geben, mit Verlieren und Gewinnern. Letztere werden in der Mehrzahl sein.

    Wo man aufpassen sollte: viele Verbandsvertreter klagen derzeit exta laut, um für ihre Mitgliedsfirmen die höchsten Staatszuschüsse herauszuholen. Das ist verständlich und o.k., führt aber natürlich zu einem verzerrten Bild in den Medien. Ich habe in zahlreichen Gesprächen mit Unternehmern/innen eine optimistische Grundstimmung wahrgenommen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    03.05.2020 00:48 Uhr
    Grundstimmung
    ist nicht alles, weil sie auch aus Erfahrungswerten kommen kann.
    Wenn in einem Rathaus fünf Personen zum eigenen Schutz lügen, weil ein Bürger auf Fehler hinweist, dann sind sie in der optimistischen Mehrheit und werden es auch lange bleiben können. Der bedauerliche Einzelfall wird erst dann zum Problem, wenn viele dieser Einzelfälle merken, dass sie gar kein Einzelfall sind.
    Recht geben kann ich einigen optimistischen Meinungen in meinem Umfeld, weil dort auch tatsächlich etwas geleistet wird und wurde. Aber wie der OB sagte, gibt es auch Bereiche, die jetzt erst Wertschätzung bekommen.

    Karlsruhe, eine Insel der verlogenen Glückseeligen? Auf Malle arbeiten ausgebildete Piloten für weniger Geld auf den Feldern. Die Kolumbianer, die das vorher machten, haben eben Pech gehabt und sind nur zu pessimistisch, falls sie hungern. Die Bauern bleiben schließlich optimistisch, denn einige Frachtpiloten bleiben übrig, falls sie Ware dorthin verkaufen wollen, wo es noch genug Geld gibt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    03.05.2020 21:43 Uhr
    Ja, auf der Welt gibt es viel
    zu viel Unrecht und Unheil. Zu Coronazeiten aber auch sonst. Das ist vielen aber egal, solange man in jedem Urlaub nach A, B, oder XY jetten kann und das Auto jedes Jahr ein Stück dicker wird (genau wie mann/frau meist auch). Das ist wohl der "Wohlstand", um den sich viel heir im Forum sorgen.

    Wenn Sie meinen, um hier und jetzt realtistisch-verhalten optimistisch-zupackend in die Zukunft blicken zu dürfen, müsse der Betreffende erst alles Leid der Welt beseitigen - sorry aber das ist ausgemachter Non-sense.

    Ihren anderweitigen Ausführungen kann ich leider nicht folgen zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.