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Stuttgart Schüler sollen im zweiwöchigen Wechsel unterrichtet werden - doch Räume und Lehrer fehlen

Der geplante Präsenzunterricht für alle Schüler nach den Pfingstferien bereitet Schulleitungen und Lehrern Bauchschmerzen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte angekündigt, dass alle Jahrgangsstufen ab Mitte Juni in einem wöchentlichen Wechsel Fernunterricht erhalten und in den Schulen unterrichtet werden sollen. Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Gerhard Brand, wies jedoch darauf hin, dass vielerorts Lehrer und Klassenzimmer fehlten.

"Mit der vorhandenen Personaldecke kommen wir schon jetzt an die Grenze", sagte Brand. Nach einer siebenwöchigen Schließung gehen seit Montag die Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, wieder in die Klassenzimmer.

Im Sekundarbereich I gehe es dabei um etwa 20 Prozent der Schüler. Weil die aber wegen der Sicherheitsmaßnahmen in kleineren Gruppen unterrichtet werden müssten, brauche man für sie 30 bis 40 Prozent der Lehrer. Hinzu komme, dass auch das Lernen zu Hause weiterlaufe und Präsenzangebote für die Schüler aufgebaut würden, die mit den Fernlernangeboten nicht erreicht werden konnten.

Manche Schulleitungen hätten signalisiert, dass sie das von der Kultusministerin vorgeschlagene "rollierende System" bei der Erteilung des Unterrichts wohl nicht einhalten könnten. Brand bat darum, dass die Schulen notfalls von Vorgaben abweichen dürften. Oberstes Ziel müsse sein, die Hygienestandards wegen der Corona-Pandemie für Schüler und Lehrer einzuhalten.

 

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Kommentare (6)
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  •   f.j.neffe
    (10 Beiträge)

    09.05.2020 20:27 Uhr
    Zauberlehrlinge!
    Wir können Medizin nicht.
    Wir können Wirtschaft nicht.
    Wir können Politik nicht.
    Wir können Pädagogik nicht.
    Wir können überhaupt nichts.
    Wir verstehen auch nicht die künstlichen Systeme, die wir in den vergangenen Jahrzehnten augebaut und in die wir alle eingefügt haben, die jetzt zerbrechen.
    Mit aus dem Nichts ins Nichts hinein verwalteten Maßnahmen vergrößern, vermehren und verteuern wir ständig das Chaos.
    Es ist wie im Märchen von des Kaisers neuen Kleidern: Alle machen immer weiter bei dem Unfug mit, in ständiger Angst, dass herauskommt, dass sie alle nicht5 für ihr Amt taugen.
    Statt sich endlich um sich selbst zu kümmern, warten sie auf die nächste vorgeschriebene SCHABLONE, um sich darin mit ihrer Angst zu verkriechen . Sie geben sich dem Wahn hin, dort könnten sie für nichts verantwortlich gemacht werden. Welch ein dummer Selbstbetrug!
    Als junger Lehrer war ich noch in Klassen mit bis zu 50 Schülern; da solltet ihr doch auch einen Weg finden.
    Franz Josef Neffe
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  •   abcdef
    (2 Beiträge)

    09.05.2020 11:56 Uhr
    wieso Lehrermangel?
    die Leherer sind seit Mitte März in "Kurzarbeit", davon die Hälfte bis Mitte Juni. Bekommen das volle Salär und haben keinerlei KIosten (Fahrt etc).
    Wieso Lehrermangel wenn nicht mal 25% der Schüler oder 50% der Leher arbeiten gehen müssen.
    Wenn man für das zu Hause rumhocken 100% bekommt dann lohnt es sich wohl nicht in die Schule zum arbeiten zu gehen.60& Kurzarbeitergeldd und dann gehen die auch wieder arbeiten.
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  •   Neuni
    (50 Beiträge)

    08.05.2020 18:29 Uhr
    Ja vielleicht ...
    könnten wir uns die teuren Maßnahmen zumindest etwas sparen. Wenn wir von Anfang an einfach nur Abdstands- und Hygieneregeln eingehalten hätten ... So wie in Schweden – die Kurve flattened zwar noch nicht aber steigt auch nicht exponential. Bin gespannt, wie es ausgeht (hoffentlich nicht katastrophal). Und wer von den Verantwortlichen dann zugeben kann, dass die Maßnahmen übertrieben waren ... wenn am Ende tonnenweise teurer Impfstoff verbrannt werden muss (wie nach der "Schweinegrippe", weil sich doch viele fitte keinen schnell entwickelten Impfstoff einimpfen lassen wollten!
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  •   barheine
    (311 Beiträge)

    08.05.2020 15:17 Uhr
    Wenn ich mir ansehe, wie die Jungs und Mädels in ihrer Freizeit gemeinsam abhängen, kann man sich die Hygieneregeln in der Schule eigentlich auch sparen.
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  •   dede
    (14 Beiträge)

    09.05.2020 12:34 Uhr
    Miteinander abhängen?
    Ja, es gibt Menschen jeglichen Alters, die abstandslos "miteinander abhängen". Aber das ist eine bewusste Entscheidung, die jeder individuell trifft. Das ist etwas anderes, als x Stunden in einem Raum miteinander zu verbringen ohne die Möglichkeit zu sagen "mir ist das jetzt zu nah" oder " ich möchte mich dieser Gefahr nicht aussetzen und halte lieber Abstand zu Euch".
    Wer spricht denn von den Menschen (Schüler und Lehrer), die vor Angst beim Gedanken in die Schule zu müssen fast verzweifeln? Wer spricht von den Schülern, die aufgrund von ärztlichen Rat zu Hause bleiben trotz Präsenzunterricht -und nun nicht mehr unterrichtet werden da in der Schule kein w-LAN für die Übertragung per Internet existiert?
    Wie sollen die Schulen nun nach Hygieneordnung gereinigt werden -wenn schon in nicht-Pandemie-Zeiten die Reinigung nicht klappt?
    Wie organisiert eine arbeitende Familie Zeiten von mehreren Kindern in mehreren Einrichtungen, wenn die dort vorgeschriebene Anfangszeit täglich wechselt?
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  •   maehdrescher
    (1434 Beiträge)

    08.05.2020 19:06 Uhr
    Aber ein bisschen
    politische Show muss doch sein. Nicht vergessen, Landtagswahl. Kretschmann und Eisenmann wollen sich als Coronakämpfer profilieren.
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