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Stuttgart Viele Friseure von Insolvenz bedroht: Corona-Auflagen schlagen auf die Einnahmen

Von Montag an heißt es in rund 11.500 Friseursalons im Südwesten wieder Waschen, Schneiden, Legen. Nach siebenwöchiger Abstinenz wegen der Corona-Krise gibt es einen Andrang auf die Haarkünstler, die sich vor Terminwünschen kaum retten können. Doch manch ein Betrieb wird wegen der hohen Einnahmeausfälle nicht überleben. Der Fachverband Friseur und Kosmetik sieht eine "Marktbereinigung" voraus. Landesgeschäftsführer Matthias Moser sagte: "Von Insolvenz sind insbesondere Betrieb ohne Rücklagen bedroht."

Die Kleinunternehmer sind aber nicht nur durch fehlende Einnahmen gebeutelt. Auch die neuen Regeln zum Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus schlagen heftig zu Buche: Weil der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen mindestens 1,5 Meter voneinander entfernt sein muss, werden Kapazitäten verringert.

Kostentreiber sind Desinfektionsmittel, Einmalumhänge und ein Reservoir von Schutzmasken für Mitarbeiter und Kunden, die ihren Mund-Nasen-Schutz vergessen haben. Für die Kunden wird sich der Mehraufwand im Geldbeutel wohl bemerkbar machen.

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  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    30.04.2020 19:04 Uhr
    Grundpessimismus hilft nicht. Es wird alles
    mein Friseur hat nun richtig viel zu tun, Termin war heute nur sehr langfristig erhalten. Der Salon arbeitet ab sofort auch montags. Da kann man schon was aufholen.
    Es ist auch jedem Unternehmer erlaubt, mit seinem Vermieter über einen Mietnachlass für die Schließungszeit zu reden.
    halb so schlimm werden. Auch ein Vermieter findet nicht auf die schnelle neue Betreiber/Mieter, die Schlange stehen.
    Jeder sollte da etwas "bluten", das nenne ich Solidarität, oder geteiltes Leid, dann wird es für (fast) alle gut weiter gehen. So wird das zum Glück auch in fast allen Fällen laufen. Ich rechne damit, dass ca. 98,7% der Frisörsalons weitermachen werden.
    Ein Unternehmen völlig ohne Rücklagen zu führen, das ist generell immer riskant.
    Immerhin: Jeder so Betroffene hat zumindest EUR 9.000 Steuergelder erhalten und konnte Mitarbeiter in 100%ige Kurzarbeit schicken.
    Wenn Branchenverbände es schaffen, weitere Staatsgelder rauszuholen, wird das natürlich jeder Unternehmer befürworten. Logo
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  •   maehdrescher
    (1434 Beiträge)

    30.04.2020 19:10 Uhr
    Alles wird gut...
    Ja, wie im Märchen. Märchentante Angela hat heute wieder ein Kapitel für die lieben Kleinen vorgelesen. Aber das Happy End wird nicht kommen, wenn sie so weitermacht. Aber bitte weiter feste daran glauben!
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  •   toilettenfrau
    (298 Beiträge)

    30.04.2020 16:34 Uhr
    Vor dem Haareschneiden
    eine Haarwäsche mit Desinfektionsmittel wäre zu empfehlen. Würde dem maximalen Sicherheitskonzept der Kanzlerin entsprechen.
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  •   lynx1984
    (3303 Beiträge)

    30.04.2020 12:08 Uhr
    Verloren gegangene Dienstleistung...
    Eine verloren gegangene Dienstleistung kann nicht mehr erneut erbracht werden. Das ist das fiese im Dienstleistungssektor.
    Für Friseure bedeutet dies ein aufgeschobener Friseurtermin sorgt auch weiterhin für Umsatzeinbußen, da der verloren gegangene Termin später nicht On-Top dazu kommt. Schlimmer ist es noch wenn die Kunden selbst zum Rasierer gegriffen haben und damit für Wochen nun die Friseure keinen Termin mit diesen Kunden realisieren können. Das alles bei laufenden Mieten und Löhnen. Hoffentlich halten die meisten Betriebe durch!
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  •   kommentar4711
    (2507 Beiträge)

    30.04.2020 15:17 Uhr
    ANTWORT AUF "VERLOREN GEGANGENE DIENSTLEISTUNG..."
    Das ist genau der Punkt, den viele nicht verstehen. Ebenso geht auch niemand mehr an Ostern Essen, Blumen die am Muttertag nicht gekauft werden da man die Familie nicht besucht werden vermutlich auch später nicht gekauft, Schüler die sich vorletzte Woche als es heiß war auf dem nicht stattgefundenen Heimweg von der Schule kein Eis gekauft haben kaufen deswegen wenn die Schule wieder los geht nicht zwei, ... . Es sind enorm viele Umsätze verloren gegangen (nicht nur im Dienstleistungs-Sektor, auch im Einzelhandel) die einfach nie mehr nachgeholt werden. Und die Auswirkungen davon werden einige erst sehr spät verstehen. Heute wurde z. B. gemeldet, dass inzwischen für 10 Mio Arbeitnehmer Kurzarbeit angemeldet wurde. Wir haben in Deutschland ungefähr 45 Mio Erwerbstätige, davon ca. 5 Mio im öffentlichen Dienst und ca. 4 Mio Selbstständige. Heißt: Schon nach wenigen Wochen ist für deutlich mehr als jeden vierten Angestellten in der Wirtschaft Kurzarbeit angemeldet. Es wird verheerend!
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  •   Oitastisch
    (165 Beiträge)

    30.04.2020 19:27 Uhr
    Verheerend und noch schlimmer
    Das es verheerend wird sehe ich genauso. Aber ein Faktor, welcher vielen auch nicht bewusst ist: Durch den Arbeitsausfall und Stillstand werden auf lange Sicht ganze Lieferketten in unserer globalisierten Welt zusammenbrechen. Jede Wette, dass die Herren welche hier "halb so wild brüllen - es geht ja um Solidarität während einer Pandemie" noch ein böses Erwachen erleben werden, wenn auch bei ihnen aufgrund von Materialmangel die Werke stillstehen. Außerdem funktioniert unsere Wirtschaft auf Basis von ständigem Wirtschaftswachstum, welches nun nach langer Zeit in einem großen Maß ausbleibt. Die Rechnung dafür kommt erst später in Form von Inflation und Enteignungen. In ein paar Monaten wird Corona kein Thema mehr sein. Dann hat die Pharmalobby ihren Willen vollständig durchgesetzt und geht wie immer als Gewinner aus diesem Albtraum hervor. Und der brave Bürger hat eine selbstgenähte Gesichtsmaske im Gesicht und schaut schockiert in seine leeren Taschen.
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  •   Schiller
    (188 Beiträge)

    30.04.2020 20:20 Uhr
    Dominoeffekt nicht vergessen
    .
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  •   barheine
    (309 Beiträge)

    30.04.2020 11:19 Uhr
    Die erste Aktion des Friseurs bei uns im Haus war es, dass er keine Ladenmiete mehr zahlte. Ich bin gespannt.
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  •   kommentar4711
    (2507 Beiträge)

    30.04.2020 15:18 Uhr
    ANTWORT AUF ""
    Nun ja, die wurde aber nur gestundet und ist nicht ausgefallen. Den Unterschied haben aber glaube ich auch viele nicht verstanden.
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  •   ALFPFIN
    (7227 Beiträge)

    30.04.2020 10:24 Uhr
    Klar,
    muss man mit einem Preisaufschlag rechnen. Wenn der angemessen ist, bezahle ich den bei meiner Friseurin vorübergehend gerne. Allerdings, wenn Corona überstanden ist, muss der spezielle Aufschlag auch wieder zurückgenommen werden. Außerdem können wir Frauen ja mit frisch gewaschenen Haaren, zum Friseur gehen. Denn beim Haare waschen, muss die Friseurin näher heran. Das ist der Vorschlag meiner Friseurin.
    Interessant ist, dass der Fachverband Friseur und Kosmetik eine "Marktbereinigung" voraus sieht. Meint man da in erster Linie die ungeliebte Konkurrenz der "Schnellfriseure" die auch bei uns das Haare schneiden zu einem Drittel/Hälfte der üblichen Preise anbieten? Beinahe müsste man sagen Corona macht es möglich.
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