10  

Stuttgart "Krise trotz Öffnung noch lange nicht beendet": Umsätze in der Gastronomie gering

Der Hotel- und Gastro-Verband Dehoga zieht nach der ersten Öffnungswoche der Gastronomie im Südwesten nach der Corona-Zwangspause eine mittelmäßige Bilanz. Die Umsätze blieben deutlich unter Soll, teilte der Verband am Montag in Stuttgart mit. Es gebe von den Gästen zwar viel Verständnis für die Abstands- und Hygieneregelungen, doch drei von vier Betrieben könnten unter den aktuellen Bedingungen nicht wirtschaftlich arbeiten, ergab eine Umfrage des Verbandes unter rund 2.800 Mitgliedern.

Bei den meisten von ihnen (82,9 Prozent) erfüllten sich die Umsatzerwartungen demnach nicht: Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass der Umsatz in der ersten Woche nach der Wiedereröffnung bei weniger als einem Viertel des in einer normalen Maiwoche üblichen Wertes gelegen habe. 35 Prozent der Umfrageteilnehmer erzielten zwischen 25 und 50 Prozent des normalen Umsatzes. Lediglich 6,2 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einen guten Umsatz erwirtschaftet hätten.

"Die Zahlen zeigen, dass die Krise trotz der jetzt existierenden Öffnungsmöglichkeiten für die Speisegastronomie noch lange nicht beendet ist", erklärt der Dehoga-Vorsitzende im Südwesten, Fritz Engelhardt. Positiv bewertet der Verband immerhin die Rückmeldungen seiner Mitglieder zum Gästeverhalten: So berichten neun von zehn Umfrageteilnehmern, dass ihre Gäste Verständnis für die jetzt geltenden Regelungen zeigten. "Für dieses Verständnis sind wir sehr dankbar, denn ohne die Mitwirkung der Gäste ist die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen und auch die Einhaltung der Regeln zur Erfassung von Kontaktdaten nicht möglich", sagte Engelhardt.

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (10)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   AlterMann
    (172 Beiträge)

    27.05.2020 12:43 Uhr
    Adressen aufschreiben
    wir sind mal mit gutem Beispiel voran gegangen und waren am verlängerten Wochenende drei Mal zum Mittagessen im Lokal.
    Im ersten Lokal hat die Bedienung nach Namen und Telefonnummer gefragt und selber aufgeschrieben.
    Im zweiten gab es eine Art Kondolenzbuch in das sich jeder eintragen musste, immerhin gab es da auch was zum desinfizieren und die Kulis wurden nach Gebrauch getrennt gesammelt.
    Im dritten aber bekamen wir einen Zettel mit mehreren Adressfeldern zum selber eintragen, der obere Streifen war schon abgetrennt, d.h. das Blatt lag vorher schon bei einem anderen Kunden auf dem Tisch. Wie steril der Kugelschreiber war kann man da nur raten.
    Ansonsten waren die Lokale aber etwa so gut besucht wie üblich.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   pearly1465
    (117 Beiträge)

    26.05.2020 12:52 Uhr
    Umdenken
    Evtl. denken die Leute in Coronazeiten auch um. 1. ist das Geld knapper, 2. ist die Gefahr einer Ansteckung, insbesondere in geschlossenen Räumen, doch ziemlich groß. Weshalb dann nicht zu Hause kochen oder grillen und den ganzen Unannehmlichkeiten aus dem Weg gehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   andip
    (10396 Beiträge)

    26.05.2020 08:36 Uhr
    Naja
    In meiner Stammkneipe kann man das bestens sehen, an den wenigen verbleibenden Tischen sitzen kaum welche bis gar keiner.
    Und die Aussenbestuhlung darf gar nicht aufgestellt werden, weil angeblich zu wenig Platz dafür sei, was bei anderen Läden aber niemanden interessiert.
    Ob die Leute wegen dieser unsinnigen Zwei-Haushalt-Regel nicht kommen oder weil sie alle Angst haben, kann ich nicht beurteilen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   maehdrescher
    (1434 Beiträge)

    26.05.2020 08:19 Uhr
    Mit Zwangsregistrierung
    und drohender Quarantäne, sollte zufällig irgendwer dort infiziert sein, werde ich Gaststätten weiterhin meiden. Und das tun viele.

    Im Gegensatz zu dem Paralleluniversum in Heidelberg habe ich hier in KA bisher keine gut besuchten Restaurants gesehen. Allenfalls ein paar einzelne Tische besetzt, wo es früher rappelvoll war.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   yokohama
    (3433 Beiträge)

    26.05.2020 04:01 Uhr
    Wohne in Heidelberg
    Straßencafés am Marktplatz und in der Hauptstraße fast so voll wie immer zu dieser Jahreszeit.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   mueck
    (11585 Beiträge)

    25.05.2020 20:52 Uhr
    !
    Außer der 2 ominösen Haushalte darf man ja noch nicht kneipen, also fallen alle Stammtische und sonstigen bunt zusammengewürfelten Treffen weg.

    ... und ob die wirklich empfehlenswert wären angesichts des Umstands, dass man sich hauptsächlich dann ansteckt, wenn man in geschlossenen Räumen länger zusammenhockt ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Gevatter
    (281 Beiträge)

    25.05.2020 21:39 Uhr
    Wenn dann noch ein Infizierter
    unter den Gästen ist, marschiert man dann schnurstracks in die Quarantäne. Dazu noch eine nicht gerade lockere und entspannte Atmosphäre. Das brauche ich nicht. Wenn man den Bericht liest, gibt es ein Restaurantsterben.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Freigeist1
    (1224 Beiträge)

    25.05.2020 23:41 Uhr
    Restaurantsterben? Der Eindruck kann
    auch daran liegen, dass man in Umfragen natürlich nie neutral antwortet, sondern jeder Teilnehmer weiß: "Je problematischer das Meinungsbild rüberkommt, desto besser die Chancen auf Unterstützungszahlungen und Hilfen von außen (Steuerzahler)".
    Der DeHoGa ist ja eine nicht ganz unumstrittene "Interessenvertretung" (Problem Sternevergabe und -prüfung...)
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   yokohama
    (3433 Beiträge)

    26.05.2020 04:03 Uhr
    Bei manchen Restaurants
    stellt sich die Frage, ob an oder mit Corona gestorben.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Oitastisch
    (165 Beiträge)

    26.05.2020 01:42 Uhr
    Verschwörungstheorie
    Die DeHoGa beklagt sich, bietet ein problematisches Meinungsbild und kassiert so mehr Unterstützungszahlungen und Hilfe von außen. Das nenne ich mal eine Verschwörungstheorie. zwinkern
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.