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Karlsruhe Tschüss Corona-Matte! Karlsruher Frisörin erklärt: 5 Tipps für das Styling zu Hause

Frisöre dürfen ab dem 1. März wieder Kamm und Schere schwingen - für viele Kunden eine Erleichterung, denn: Wilde Corona-Frisuren oder abenteuerliche Selbstversuche gehören damit der Vergangenheit an. Doch bis es soweit ist, liegt noch rund ein halber Monat vor uns. Wer die Zeit bis dahin überbrücken möchte: Durlacher Haarstylistin Vanessa Schuster gibt fünf hilfreiche Tipps für eine gebändigte Corona-Mähne.

Die Haare sind zu lang, der Ansatz herausgewachsen und die Mähne fast nicht mehr zu bändigen - doch der Frisör des Vertrauens hat geschlossen. Dieses Dilemma teilen aktuell die meisten Karlsruher Bürger. Was also tun, wenn der nächste Frisörbesuch noch auf sich warten lassen muss?

Das Allerwichtigste: "Finger weg von Scheren und Färbemittel", rät Vanessa Schuster, Stylistin aus Durlach. "Meistens sehen die Haar-Schneid-Versuche misslungener aus als die Corona-Frisur." Mit den richtigen Stylingtipps könne man sich diesen Ärger sparen - und gleichzeitig die Wartepause bis zum nächsten Frisörbesuch überbrücken.

1. Finger weg von Scheren

"Ab ist ab", meint  Schuster, "und meistens sehen die Selbstversuche misslungener aus, als die Frisur zuvor."  Wer selbst die Initiative ergreift, riskiert das totale Frisuren-Desaster und eventuell eine Glatze. Der einzige Ausweg für misslungene Selbstversuche sei dann entweder die Kahlrasur oder das Abwarten, bis der Frisör die Haare retten könne.

Vanessa Schuster und Ihre Kollegin Claudia Hoffmann.
Vanessa Schuster (l.) mit einer Kollegin vor dem Corona-Lockdown. | Bild: Vanessa Schuster

"Oft kommt es vor, dass selbst Profis die Haare nicht mehr retten können, weil die Frisur durch übermütige Selbstversuche zerstört wurde." Deshalb rät Schuster zur Geduld: "Lieber abwarten, bis der Frisör des Vertrauens wieder öffnen darf."

2. Die Pflege macht's

Die richtige Pflege lässt Haare auch in Corona-Zeiten glänzen. Besonders hilfreich seien dafür das richtige Styling-Produkte, wie Haargel, Spray oder Wachs. "Gepflegte und in Form gebrachte Haare lassen auch die Corona-Frisur zu einem Hingucker werden, dann fallen die zu langen Haare oft gar nicht mehr auf."

Zur Pflege gehören aber nicht nur die Haare auf dem Kopf, sondern auch der Bart. "Hier hilft selbst Trimmen und anschließende  Pflege mit Mitteln aus der Drogerie", empfiehlt Schuster.

3. Kaschieren statt färben

Haare wachsen schnell nach - wer da aus Corona-Verzweiflung zu Färbemittel aus der Drogerie greift, riskiert schnell wieder einen unschönen Ansatz. Stattdessen empfiehlt die Expertin, herausgewachsene Ansätze mit einem Zick-Zack-Scheitel zu kaschieren.

Vanessa Schuster ist Haarstylistin in Durlach. | Bild: Vanessa Schuster

Das Haar dabei mit einem Kamm oder den Fingern nach hinten kämmen und festhalten. Mit dem Ende eines Stielkamms oder den Fingern eine Zick-Zack-Linie von vorne nach hinten ziehen. Anschließend die Haarhälften teilen und zu beiden Seiten nach unten streichen. Wenn es schnell gehen muss, könnten allerdings auch Ansatzsprays aus der Drogerie nachhelfen.

4. Öfter mal etwas Neues

Ein Tipp der Stylistin besonders für Menschen mit längeren Haaren: Wer von seiner Corona-Mähne nicht mehr begeistert ist, warum nicht zu einer Flechtfrisur zusammenfassen? Französischer Zopf, Wasserfall, Boxer Braid, Fischgrätenzopf, holländischer Zopf - geflochtene Frisuren gibt es in allen Variationen, und Schwierigkeitsstufen.

Besonders ausgeprägt sind die Preisunterschiede für Frauen und Männer bei Friseuren.
Besonders ausgeprägt sind die Preisunterschiede für Frauen und Männer bei Friseuren. | Bild: Jens Kalaene/Symbol

"Hier helfen ausnahmsweise Tutorials", so Schuster. Alternativ zu Flechtfrisuren rät die Durlacher Frisörin zu Lockenstab und Glätteisen für das richtige Styling. "Aber Vorsicht bei der Behandlung mit Hitze, die Haare müssen immer vollständig trocken sein und vorher mit Hitzeschutz behandelt werden." Locken erhält man allerdings auch ohne Hitze - beispielsweise, indem man die Haare über Nacht flechtet oder Papilotten oder Lockenwickler verwendet. 

5. Babyhaare mit Haarspray bändigen

Für den letzten Schliff der Frisur hat Vanessa Schuster einen alten Stylisten-Tipp parat, wenn neu gewachsene Haare fliegen und widerspenstig zu Berge stehen: Eine Zahnbürste oder eine Augenbrauen-Bürste mit Haarspray besprühen und über die sogenannten Babyhaare streichen.

"So bleiben die kleinen Härchen liegen und es muss nicht die gesamte Frisur mit Haarspray fixiert werden", so Schuster und ergänzt: "Und das ist auch wesentlich gesünder für die Haare."

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  •   bergdoerfler
    (1676 Beiträge)

    14.02.2021 12:37 Uhr
    Rasenmäher, Kellerschacht und Föhn
    In den Keller gehen, Föhn einschalten so dass die Haare aus den Kellerrost ragen und dann mit Rasenmäher darüber fahren und passt.
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  •   Schillerlocke
    (415 Beiträge)

    14.02.2021 04:55 Uhr
    Wie macht das eigentlich
    Mutti Merkel und ihre Entourage? Ketten die ihren Hoffriseur im Keller fest? Altmaier schmiert sich sicher kein Gel auf die Halbglatze und bei ihrer Majestät kann ich mir das auch kaum .vorstellen. Elende Pharisäer.
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  •   FinnMcCool
    (444 Beiträge)

    14.02.2021 21:47 Uhr
    davon abgesehen ...
    ... dass dies vor Kurzem beschrieben wurde.
    Ist es denn akutell verboten, dass der Friseur nach Hause kommt? Mir ist kein dies bezüglicher Passus bekannt. Aber vielleicht kann mir ja jemand aufzeigen, wo dies in der Corona-Verordnung beschrieben ist.
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  •   IchKA
    (1074 Beiträge)

    14.02.2021 08:03 Uhr
    Merkel und Co
    werden wahrscheinlich wie Moderatoren und Nachrichtensprecher etc. auch geschminkt und frisiert und bekommen dabei bei Bedarf sicherlich die Haare geschnitten oder nachgeschnitten. In Theatern ist es auch so, dass Maskenbildner meist auch eine Frisörausbildung haben.
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  •   maehdrescher
    (1529 Beiträge)

    14.02.2021 08:33 Uhr
    Stimmt
    Konnte man neulich lesen. Merkel hat dafür eine persönliche Assistentin. Früher nannte sich so was, glaub ich, Kammerzofe.
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  •   ALFPFIN
    (7554 Beiträge)

    14.02.2021 09:38 Uhr
    Nur, dass früher die Kammerzofen
    den hohen Herrschaften tatsächlich nicht nur in einer Kammer,
    eher ein Ankleidesalon, zur Hand gehen mussten, sie hatten auch nur eine Kammer zugewiesen bekommen, um ihr Dasein zu fristen.
    Die heutigen Kammerzofen der Regierenden, die möglicherweise auch die Haare derselbigen schneiden müssen, sind öffentlich rechtlich angestellt und bekommen meistens auch eine öffentlich rechtliche Wohnung zugewiesen, die heutzutage locker aus mehreren Kammern besteht. 😊

    Bei Frau Merkel ist auch jetzt regelmäßig der Friseur vorbeigekommen.
    Man sieht ja, dass ihre Haare nicht rausgewachsen sind. Gut, Wiederwahl ist keine Frage mehr, also muss sie sich auch nicht mehr solidarisch mit dem Volk zeigen und wenn es nur ein sichtbarer Wuschelkopf wäre. 😊
    Hoffentlich musste meine Friseurin ihr Geschäft nicht endgültig schließen. Allerdings mein Wuschelkopf, bei dem kalten Wetter mit Mütze auf dem Kopf und der Maske im Gesicht, fällt nicht besonders auf.
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  •   silberahorn
    (10710 Beiträge)

    14.02.2021 06:23 Uhr
    Problematisch
    ist bei dieser Art von matte-matischen Überlegungen zu den Matten der Obrigkeit, dass vermutlich zu sehr von sich auf andere geschlossen wurde. In der Art: Wie würde man sich selbst austoben.

    Demnächst bitte noch Spekulationen zur Entourage, zumal Steffen Seibert kaum noch zu sehen ist. Liegt das daran, dass er im Keller bei den angeketteten Hoffriseuren war und vor Schreck entweder weiße Haare oder Haarausfall bekam?

    Heutzutage wird doch alles als Frisur anerkannt. Da gab es wahrlich bereits andere Zeiten. Ich war in meinem langen Leben bislang nur knapp über zehnmal beim Friseur. Aufgefallen ist das keinem.

    Ich finde es gut, wenn man als Frisörin auch gute Tipps für die jetzige Zeit gibt. Es werden wieder Zeiten kommen, in denen es auch Frisuerläden wieder besser gehen wird, weil allein schon eine Kopfmassage beim Haarewaschen für sehr viele Menschen ein Genuss ist.
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  •   barheine
    (498 Beiträge)

    13.02.2021 20:15 Uhr
    Glatze - das wäre mein Plan B gewesen, wenn ich mit der Maschine unglücklich abgerutscht wäre. Und alle Ohren sind sogar auch noch dran.
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  •   kritiker_2014
    (723 Beiträge)

    13.02.2021 19:59 Uhr
    5 Tipps für das Styling zu Hause
    Ich glaub's ja nicht.Solch einen Schwachsinn zu empfehlen.
    Haargel, Spray oder Wachs in die Haare zu schmieren.Gehts noch?
    Es gibt gute Haarschneidemaschinen mit Aufsätzen die man benutzen kann.Da braucht man sich nicht die Haare mit irgendwelchen Schmiermittel zu versauen.
    Zum Glück hab ich einen Frisör gefunden der noch seine Dienste anbietet.
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  •   Kommentar
    (470 Beiträge)

    14.02.2021 03:32 Uhr
    Was denn nun?
    Untergrundfriseur oder Haarschneidemaschine?
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