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Karlsruhe Trotz langsam sinkender Infektionszahlen: Karlsruher Klinikum bleibt in Pandemiestufe drei

Trotz sinkender Infektionszahlen in und um Karlsruhe, bleibt die Belastung für das Personal am Städtischen Klinikum Karlsruhe hoch. Denn das Klinikum bleibt vorerst in der höchsten der drei Pandemiestufen. Insgesamt 31 Patienten werden aktuell am Klinikum in folge einer Covid-Erkrankung behandelt.

Bundesweit schätzt das Robert-Koch-Institut (RKI) die anfallenden Infektionszahlen noch immer als sehr hoch und bedrohlich ein. Insbesondere die leichter übertragbaren Virus-Varianten, müssten unter "massiveren Anstrengungen" bekämpft werden, wie das Städtische Klinikum Karlsruhe in einer Pressemitteilung am Freitag erklärt.

Augenmerk liegt auf Kitas und Schulen

Ein spezielles Augenmerk wird dabei die zunehmende Ausbruchsrate, an Kitas, Schulen und beruflichen Umfeldern gelegt. Solche Fälle seien bedenklich und bedürfen die "konsequente Umsetzung kontaktreduzierender Maßnahmen und Schutzmaßnahmen, insbesondere regelmäßige und intensive Lüftung von Innenräumen."

Zusätzlich sei ein Anstieg der britischen und mutmaßlich indischen Virusvarianten zu verzeichnen. Gerade letztere sei dabei jedoch noch nicht recht einzuschätzen. Hinweise darauf, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe bei diesen Mutanten weniger funktional sind, gäbe es jedoch nicht.

Die Werte für Karlsruhe

In Karlsruhe selbst ging der Anstieg der Infektionen während der letzten Tage leicht zurück. Die Sieben-Tage-Inzident sank auf rund 152 in Stadt- und Landkreis. In konkreten Zahlen bedeute dies, dass von 26.603 im Landkreis bestätigten Fällen noch 2.216 infiziert sind, 899 davon in der Stadt Karlsruhe.

Die größten Inzidenzwerte im Landkreis lägen in Stutensee, Phillipsburg und Zaisenhausen mit über zehn Infizierten pro tausend Einwohner (Stand 30. April 2021). Größtenteils halte sich der Landkreis jedoch weiträumig auf einer Inzidenz von fünf pro Tausend.

Klinikum Karlsruhe noch immer stark belastet

Die Ressourcen des städtischen Klinikums Karlsruhe seien begrenzt, so die Pressemitteilung des Karlsruher Klinikum. Auch wenn die Bettenzahl der Intensivstation auf 14 gesteigert wurde, käme es, vor allem durch Ausfälle im Personalbereich, zu Engpässen auf anderen Stationen. Zusätzliche Einschränkungen entstünden durch die Covid-Infektion des Pflegepersonals.

Derzeit befänden sich insgesamt 21 Patienten auf der Covid-Allgemeinstation, zehn bedürfen Intensivbetreuung und nur einer davon wird nicht beatmet. 622 Patienten wurde nach überstandenen Corona-Infektionen entlassen.

Versorgung weiter sicher

Das städtische Klinikum befinde sich noch immer in Pandemiestufe drei. Das bedeutet Maskenpflicht, Besuchsverbot, ständige PCR-Schnelltests, Abstandswahrung und gesonderte Behandlung von Risikopatienten. Diese sei allerdings sichergestellt, wie das Klinikum erklärt. Gerade die Behandlung von Schlaganfall-, Herzinfarkt- oder Krebspatienten wird dabei hervorgehoben.

Viele Krebspatienten entwickeln nach der Therapie eine Herzerkrankung.
Bild: Jörg Carstensen/dpa/dpa-tmn

Größte Risikofaktoren für einen schweren Verlauf sei aber weiterhin Alter und Adipositas. Zusätzlich wurde bei einigen Patienten eine "obstruktive Schlafopnoe" festgestellt. Dies bezeichne einen unruhigen, von Atembeschwerden begleiteten Schlaf, der zu massiven Ermüdungserscheinungen während des Tages führen kann.

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Kommentare (14)
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  •   barheine
    (592 Beiträge)

    01.05.2021 09:48 Uhr
    Und gleichzeitig werden immer noch halsstarrig Millionen Impfdosen für die Zweitimpfung gebunkert, obwohl der Nachschub durch die Hersteller gesichert ist, anstatt sie zu verimpfen und dafür zu sorgen, dass viel weniger Menschen ernsthaft erkranken müssten. Ich setze das dann auch mal auf die immer länger werdende Liste der Dinge, die wir uns verzeihen müssen.
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  •   Kicherente
    (151 Beiträge)

    01.05.2021 09:31 Uhr
    Mitarbeiter am Limit, Gründe
    Internetauftritt Klinikum: 1538 Planbetten, 4500 qualifizierte Mitarbeiter! Die Covid-Intensivstation wurde gerade von 10 auf 14 Betten aufgestockt. Die Karlsruher Intensivbetten waren schon vor Corona fast immer belegt. Schon vor Corona wurde "triagiert", d.h. festgelegt, mit welchen Patienten die freien Betten belegt werden. Eingriffe wurden auch schon vor Corona verschoben und Patienten vom Rettungsdienst in andere Krankenhäuser ausserhalb Karlsruhes gebracht. Das war schon vor Corona unbefriedigend und hat keinen interessiert.
    Dazu kommt: nicht besetzte Planstellen, Verdichtung der Arbeit, immer höherer Dokumentationsaufwand, immer mehr Schichtdienste, fehlende finanzielle Anreize, wenig Wertschätzung derer die am Patienten arbeiten.
    Es ist legitim, auf die Nöte aufmerksam zu machen. Aber ständig nach Verschärfung des harten Lockdowns zu schreien ist es nicht. Das ist Politik. Die GF und die neue Pflegedirektorin haben vor Ort genügend zu tun.
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  •   107
    (761 Beiträge)

    01.05.2021 08:20 Uhr
    Ricardo Lange, Intensivpfleger :"Intensivstationen waren vor der Pandemie schon deutlich...
    In der BUNDESPRESSEKONFERENZ zerlegt der Intensivpfleger, Ricardo Lange, Spahns Corona-Politik -
    vor laufender Kamera neben dem Minister.
    veröffentlicht am 29. April 2021

    "Die Pflege arbeitet seit vielen Jahren schon am Limit, aber leider hat es bislang, in diesem Umfang,
    niemand interessiert."
    "Es gibt auch Intensivstationen, die können nicht mal alle Betten befahren, weil eben das Personal nicht da ist."
    Auf die Nachfrage, ob er einen Pflegebonus erhalten habe antwortete Ricardo Lange :"Pflegebonus ? Nö !"

    gefunden auf reitschuster.de

    Schafft endlich diesen Fallpauschalenirrsin ab !
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  •   Motorhead
    (281 Beiträge)

    30.04.2021 18:51 Uhr
    Seltsam
    Habe gerade heute mittag auf SWR1 ein Interview mit einem Klinikchef aus Karlsruhe gehört: es gibt derzeit nur noch 5% Intensivbetten (sprich: Intensivpersonal) und die Lage ist kritisch. Da dürfen nicht mehr viele einen Herzinfarkt bekommen, denn dann wird ausgeflogen. Und das kann fatal sein für den Patienten, der dringend auf Intensiv muss um zu überleben.
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  •   maehdrescher
    (1565 Beiträge)

    01.05.2021 08:50 Uhr
    Nicht seltsam
    sondern typisch Grünfunk. Panikmache, um den Lockdown noch möglichst lange aufrecht zu halten.
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  •   Motorhead
    (281 Beiträge)

    01.05.2021 12:41 Uhr
    Wie
    immer kommen bei Ihnen nur Grünenbashing-Kommentare, ohne jegliche Quellen und Inhalte. Danke und viel Spaß in Ihrer Blase.
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  •   Robert1959
    (2135 Beiträge)

    30.04.2021 22:40 Uhr
    Nur keine Panik!
    Auch die Vidia Klinken haben Intensivbetten!
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  •   Motorhead
    (281 Beiträge)

    01.05.2021 12:38 Uhr
    Mhhh
    Sie hatten doch mal geschrieben dass Sie in einer Klinik arbeiten und dann ständig solche Aussagen?
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  •   likeka
    (606 Beiträge)

    01.05.2021 00:33 Uhr
    Achso stimmt
    gut, dass Sie das sagen, die stehen ja grade alle leer. Auch die in der Klinik für Herzchirurgie. Alle leer. Das Klinikum macht ja ganz ohne Grund Panik [Achtung: Sarkasmus].
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  •   maehdrescher
    (1565 Beiträge)

    01.05.2021 08:55 Uhr
    Nicht das Klinikum
    macht Panik, sondern anscheinend der SWR. Wenn man User Motorhead glauben darf. Und das hat alleine politische Gründe. Eine Klinik muss auch auf Situationen eingerichtet sein, wie wir sie gerade haben. Wenn wir in unsere Nachbarländer schauen, dann kommen dort die Kliniken sogar mit deutlich höheren Fallzahlen zurecht. Die politische Panikmache ist Mittel zum Zweck, uns im Lockdown zu halten.
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