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Stuttgart Studie: Corona verändert die Mobilität im Land

Die Menschen in Baden-Württemberg sind in den vergangenen Monaten wegen der Corona-Pandemie wesentlich weniger unterwegs gewesen als üblich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag von Bund und Land, die das Mobilitätsverhalten angesichts von Schulschließungen, Kurzarbeit, Homeoffice und anderen Folgen der Krise untersucht.

Vor allem Bus und Bahn wurden demnach deutlich weniger genutzt, dafür setzten sich die Menschen häufiger aufs Fahrrad oder gingen zu Fuß - und das vor allem in ihrer Freizeit. Das Auto wurde hingegen nur geringfügig weniger genutzt. Allerdings sank die Zahl derer, die bei anderen im Auto mitfahren, etwa in Fahrgemeinschaften zur Arbeit, auch recht deutlich.

Ein Fahrradfahrer fährt in der Innenstadt über einen Radweg.
Ein Fahrradfahrer fährt in der Innenstadt über einen Radweg. | Bild: Lennart Stock/dpa

Die Studie, die am Sonntag vom Verkehrsministerium veröffentlicht wurde, vergleicht die Ergebnisse einer Erhebung im Mai und Juni dieses Jahres mit den Werten einer Mobilitätsstudie aus dem Jahr 2017. Zuvor hatte am Samstag bereits die "Südwest Presse" berichtet.

Weniger Strecke zurückgelegt als üblich

Den Angaben zufolge legten die Baden-Württemberger ab 16 Jahren im untersuchten Zeitraum insgesamt jeden Tag knapp 17 Prozent weniger Strecke zurück als üblicherweise. Im öffentlichen Verkehr waren es fast 42 Prozent weniger, beim Fahrrad dagegen war es ein Drittel mehr. Die Zahl der zu Fuß zurückgelegten Kilometer stieg sogar um fast drei Viertel.

Die Ergebnisse basieren auf einer ersten Erhebungswelle, zwei weitere sind noch geplant. Parallel zu der bundesweiten Untersuchung gibt es in Baden-Württemberg eine regionale Vertiefung.

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  •   Schillerlocke
    (360 Beiträge)

    24.08.2020 13:30 Uhr
    Stimmt!
    Ich schwenke häufiger auf Stadtmobil um.

    Statt auf Bahn.
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  •   ALFPFIN
    (7432 Beiträge)

    23.08.2020 21:13 Uhr
    Corona verändert die Mobilität im Land
    Nachdem Schulen geschlossen wurden, waren die Schüler weniger unterwegs, durch Kurzarbeit und Homeoffice mussten auch viele Arbeitnehmer nicht aus dem Haus. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, mussten Bund und Land eine Studie beauftragen?
    Jesses ne, können die Beamten und Angestellten in den zuständigen Amtsstuben nicht selber denken. Oder wurden sie auf Schongang wegen Corona gesetzt. 😊
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  •   tom1966
    (690 Beiträge)

    24.08.2020 12:22 Uhr
    Diese FAkten
    hätte jeder bestätigen können, der in der Stadt arbeitet und einen Blick auf die Staeßn werfen kann. Eine Studie ist aber nur dann (politisch) etwas wert, wenn sie von einer "renomierten" Firma kommt und etliche Millionen kostet.

    So läuft es aber immer. Ich möchte nicht wissen, wieviele Studien zu den Auswirkungen einzelner Baustellen in Auftrag gegeben wurden. Dabei hat das Land buchstäblich tausende von "Fachleuten" auf der Straße, die die Gegebenheiten aus eigener täglicher Erfahrung kennen - und deren Erfahrung das Land oder die Stadt NICHTS kostet. Deren Titel lautet aber eben nicht Dipl.Ing oder so, sondern Polizeimeister bis Polizeihauptkommissar!
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  •   Chris23
    (600 Beiträge)

    24.08.2020 11:53 Uhr
    Das Ergebniss ist klar
    Ich denke aber in der Studie ist es genauer aufgeschlüsselt (ein paar Häppchen gibt es ja mehr Radfahrer, weniger ÖV, ähnlich viele Autofahrten), und diese Daten können durchaus auch intressant sein. Sei es für Wegeplanungen, oder andere Projekte (die durchaus Coronabezug haben).
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  •   Beiertheimer
    (1185 Beiträge)

    24.08.2020 10:00 Uhr
    Stell dir vor du sitzt in deinem warmen Büro
    und schaust auf die Webcam der Autobahn und siehst wenig Autos. Dein Chef (Regierungsamtshauptmann) kommt rein und fragt dich was da auf der Autobahn los ist. Du sagst ihm das dies seit Corona der Normalzustand ist. Der Chef (mittlerweile zum Oberregierungsamtshauptmann befördert) stellt fest das die Autos zwar verschwunden sind aber doch irgendwo sein müssen. Der Chef verläßt den Raum und ruft unverzüglich seinen Beraterstab per Videokonferenz zusammen. Auch die sind ratlos und es wird eine umfangreiche Studie in Auftrag gegeben mit dem bekannten Ergebnis. Natürlich ist die Datenbasis dieser Studie durch virtuelle Umfragen, Verkehrszählungen und anderen Erhebungen wissenschaftlich abgesichert.
    Nicht genannte Auswirkungen sind das der Chef durch das besonnene,schnelle und umsichtige Verhalten zum Megaregierungsamtshauptmann befördert wird und du einen Verweis erhälst das man wegen einem Videobild nicht eine so gewagte These aufstellen kann.

    Einen schönen Tag noch grinsen
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  •   melotronix
    (3271 Beiträge)

    24.08.2020 19:32 Uhr
    so....
    und was ist jetzt?
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  •   ALFPFIN
    (7432 Beiträge)

    24.08.2020 11:32 Uhr
    @Beiertheimer
    Ich habe mein ganzes Berufsleben lang in einer öffentlich rechtlichen Amtsstube gearbeitet. Daher möchte ich Ihren Kommentar noch in einem
    Punkt ergänzen, der Chef wird nicht nur zum "Megaregierungsamtshauptmann" befördert, sondern hat beste Aussichten bei der nächsten Wahl ein Ministeramt zu bekleiden, so besonnen, schnell und umsichtig er sich verhalten hat.
    Diejenigen, die doch ab und an gewagte Thesen aufgestellt haben,
    konnten solche Megaregierungsamtshauptmänner öfter mal in Richtung hohe Politik verabschieden. Hat sich aber nicht nachhaltig ausgewirkt, der nächste Megaregierungsamtshauptmann war immer schon im Anmarsch.😊
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  •   107
    (584 Beiträge)

    23.08.2020 19:08 Uhr
    wer will`s wissen ?
    Informationen, derer die Menschheit nicht bedarf, gibt es in Hülle und Fülle.

    Informationen, derer die Menschheit bedarf, werden der Menschheit bewußt verschwiegen.
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    23.08.2020 19:22 Uhr
    Da bist Du ja
    was ganz Großem auf der Spur. Bleib unbedingt dran ... vlt. will es ja jemand wissen zwinkern
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