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Karlsruhe "Impfbereitschaft bei Jugendlichen größer als bei ihren Eltern": OB Frank Mentrup will Impfungen bei Schülern vorantreiben

Die Zeit der Impfzentren ist vorüber, doch die Impfaktionen gehen weiter. Das gaben Oberbürgermeister Frank Mentrup und der ehemalige Impfzentrumsleiter Andreas Ruf auf der dieswöchigen Pressekonferenz der Stadt Karlsruhe bekannt. Vor allem die Mobilen Impfteams (MIT) sollen hierbei eine wichtige Rolle spielen, bevor die Impfungen im kommenden Jahr in den Regelbetrieb übergehen sollen. Vor allem im Zusammenhang mit den steigenden Zahlen in Schulen und der verschärften Situation im Karlsruher Klinikum appelliert Mentrup an die 12 bis 18 Jährigen, sich impfen zu lassen.

Am Anfang heiß begehrt, inzwischen deutlich zurückgefahren. Die Rede ist von der Corona-Impfung. Pünktlich zum 30. September schlossen nun auch die kommunalen Impfzentren (KIZ) in Baden-Württemberg endgültig ihre Pforten. Über 400.000 Impfungen sollen bis dahin durchgeführt worden sein.

Nun fängt die sogenannte "Übergangsphase" an, welche vor allem von den MITs bewerkstelligt wird. Die können zum Beispiel von Institutionen angemietet werden, um Impfaktionen bei Pflegeheimen oder Schulgruppen durchzuführen. 

Impfaktionen noch bis Ende des Jahres geplant

"An den letzten Tagen hatten wir immer noch sehr lange Schlangen vor dem KIZ stehen, weshalb wir davon ausgehen, dass es durchaus noch Unentschlossene gibt, die sich impfen lassen möchten", so Ruf während der Pressekonferenz am Donnerstag.

Bei den Aktionen in der Gartenhalle könnte sich Mentrup gut vorstellen, dass diese von Schulklassen wahrgenommen werden könnten. | Bild: Screenshot@impfen-ka.de

Aus diesem Grund sollen die MITs und sonstige Impfaktionen, die unterimpfen-karlsruhe.de eingesehen werden können, noch bis Ende 2021 fortgeführt, die "Lücke zwischen Regelversorgung und niederschwelligen Impfmöglichkeiten" geschlossen und so Unentschlossene noch zur Impfung motiviert werden. Der Regelbetrieb wird dann durch die niedergelassenen Ärzte in Karlsruhe ausgeführt. Da gibt es aber einen Haken:

"Es muss bedacht werden, dass Ärzte den Impfstoff immer zwei Wochen im Voraus bei der Apotheke bestellen müssen. Darum informieren sie ihren Arzt immer rechtzeitig", informiert der Oberbürgermeister.

Wie impfwillig sind Jugendliche?

Des Weiteren macht Mentrup darauf aufmerksam, dass die 7-Tages-Inzidenz in Karlsruhe zwar "schwankend" sei, die Anzahl der Corona-Infektionen an den Schulen sich wieder nach oben bewege. 48 positive Fälle seien derweil im Karlsruhe Stadtkreis durch die Testungen aufgedeckt worden. Doch auch auf den Karlsruher Intensivstationen mache sich zunehmend der Personalmangel bemerkbar.

Für Mentrup zwei Gründe mehr, auch den 12- bis 18-Jährigen nochmal nahezulegen, sich bei einer der Aktionen - wie zum Beispiel in der Gartenhalle - gegen das Virus impfen zu lassen. Doch da spielen häufig die Eltern nicht mit.

Oberbürgermeister Frank Mentrup.
Oberbürgermeister Frank Mentrup. | Bild: Carsten Kitter

"Ich werde da nochmal an die Schulleiter herantreten. Aber die Impfbereitschaft von Jugendlichen scheint eh  größer zu sein, als bei den Eltern", berichtet Mentrup auf der Pressekonferenz. "Ich habe da absolut kein Verständnis, wenn Eltern sagen, dass sie dieses Thema nicht an den Schulen haben wollen."

 

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  •   barheine
    (743 Beiträge)

    07.10.2021 18:00 Uhr
    Mit 12 Jahren sollte man alt genug sein, dass selbst zu entscheiden. Die Eltern sollten da keine Vorschriften machen. Man stelle sich vor, das Kind erkrankt an Corona, weil es nicht geimpft war. Oder: Das Kind wird ernsthaft krank, weil es geimpft war. Als Eltern will man nicht wirklich dafür die Verantwortung übernehmen und sich Vorhaltungen machen lassen.
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  •   Kommentar
    (1156 Beiträge)

    12.10.2021 20:41 Uhr
    Haeh?
    Zitat von barheine Als Eltern will man nicht wirklich dafür die Verantwortung übernehmen und sich Vorhaltungen machen lassen.


    Genau das ist der Job der Eltern, und den haben sie zu dem Zeitpunkt auch schon 12 Jahre lang gemacht.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (773 Beiträge)

    07.10.2021 19:57 Uhr
    Also
    ich denke, das kann man getrost jeder einzelnen Familie überlassen. Warum sich von aussen einmischen? Vielleicht reden ja Eltern und Kinder sogar mit einander und treffen eine einvernehmliche Entscheidung, wer weiß...?
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  •   BMWFahrer
    (825 Beiträge)

    07.10.2021 18:50 Uhr
    Nö, mit 12 Jahren fehlt die Lebenserfahrung
    Da glaubt man vielleicht noch, was einem die Lehrer, Politiker und die Medien alles erzählen.
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  •   schoenix
    (472 Beiträge)

    08.10.2021 11:28 Uhr
    Lebenserfahrung
    Wenn ich mir ansehen in welchem Alter viele der Leerdenker so sind, dann habe ich da meine Zweifel.
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  •   Karlsruher1986
    (567 Beiträge)

    07.10.2021 17:32 Uhr
    Verwirrt!
    "die Anzahl der Corona-Infektionen an den Schulen sich wieder nach oben bewege. 48 positive Fälle seien derweil im Karlsruhe Stadtkreis durch die Testungen aufgedeckt worden. Doch auch auf den Karlsruher Intensivstationen mache sich zunehmend der Personalmangel bemerkbar.

    Für Mentrup zwei Gründe mehr, auch den 12 bis 18 Jährigen nochmal nahezulegen, sich bei einer der Aktionen - wie zum Beispiel in der Gartenhalle - gegen das Virus impfen zu lassen. Doch da spielen häufig die Eltern nicht mit."

    Kann mir jemand erklären, was die genannten Gründen mit der Impfung von 12-18 jährigen zu tun hat? Ich verstehe es nicht

    Und warum will Herr Dr Mentrup mit den Schulleiter sprechen wenn die Eltern dagegen sind?
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  •   BMWFahrer
    (825 Beiträge)

    07.10.2021 18:49 Uhr
    Die 48 positiven Fälle
    sind durch Testungen entdeckt worden. Nicht durch etwaige Symptome.

    Also waren alle 48 nicht krank.

    Was hat das also mit den steigenden Zahlen auf Intensivstationen zu tun? Es ist doch mittlerweile hinreichend bekannt, dass Kinder und Jugendliche nicht ernsthaft erkranken. Und dass eine Infektion mit dem echten Virus eine stabilere Immunität erzeugt, als die Impfung, die immer wieder aufgefrischt werden soll. Es gibt demzufolge keinen Grund, Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen zu impfen.
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  •   schoenix
    (472 Beiträge)

    08.10.2021 11:25 Uhr
    Nwja
    1. Können Kinder und Jugendliche durchaus auch erkranken, wenn auch tatsächlich eher selten.
    2. Lässt auch bei Genesenen die Immunisierung irgendwann nach, müsste dann also auch aufgefrischt werden.
    3. Es gibt auch Übertragungen zwischen den Altersgruppen, da hilft die Impfung zwar nicht 100%ig, aber die Wahrscheinlichkeit für eine Übertragung sinkt.
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  •   AhmedDerAufklärer
    (773 Beiträge)

    07.10.2021 20:00 Uhr
    Ja
    "Also waren alle 48 nicht krank", oder noch nicht krank oder sind trotz Symptomen in die Schule...
    Ein Problem bei dieser Pandemie ist glaube auch die Ansteckungsmöglichkeit zwischen den verschiedenen Altersgruppen.
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  •   ka76199
    (403 Beiträge)

    07.10.2021 20:37 Uhr
    Auf die Idee, dass man sich zwischen
    verschiedenen Altersgruppen anstecken kann, muss man auch erst kommen....😉
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