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Karlsruhe Spielplätze geöffnet: Ein Kind pro 10 Quadratmeter - neue Regeln kommen bald

Ab Mittwoch, 6. Mai, ist auf Spielplätzen wieder schaukeln, wippen und Sandburgen bauen erlaubt. Das Land Baden-Württemberg hat in der neuen Corona-Verordnung die Sperrung der Plätze aufgehoben. Was weiterhin gilt, ist das Abstandsgebot: Sind die Plätze voll, sollten Eltern entsprechend ausweichen.

"Es wird keine neuen Hinweisschilder geben", sagt Klaus Weindel vom Gartenbauamt im Gespräch mit ka-news.de. Die Absperrbänder werden am Mittwochmorgen ab sieben Uhr nach und nach entfernt.

Spielplätze wurden ausgesperrt

Mitte März wurden die Spielplätze zur Eindämmung der Corona-Pandemie landesweit geschlossen: Auch auf den rund 300 Spielplätze im Stadtgebiet Karlsruhe galt Betretungsverbot. Nachdem in den ersten Tagen trotz des Verbotes auf einigen der Plätze weiterhin gespielt wurde, wurden sie nach und nach mit Absperrband versehen und Hinweistafeln aufgestellt.

Absperrung der Spielplätze im Raum Karlsruhe. | Bild: ka-news

Mit der neuen Fassung der Corona-Verordnung ist das Spielverbot nun aufgehoben. Ab Mittwoch, 6. Mai, dürfen öffentliche Spielplätze wieder besucht werden. Für Bolzplätze gilt das jedoch noch nicht - sie sind weiterhin bis vorerst Sonntag, den 10. Mai, geschlossen. 

Abstand halten gilt auch auf Spielplätzen

Auf den Spielplätzen werden dann die gleichen Regeln wie anderenorts im öffentlichen Raum gelten: Das Abstandsgebot. In der Öffentlichkeit sollen Menschen, die nicht gemeinsam wohnen, einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zueinander einhalten. Das bedeutet: Ist der Spielplatz überfüllt, sollten ihn Eltern mit ihren Kindern nicht betreten. Auf den Bänken ist darauf zu achten, nicht zu dicht beieinander zu sitzen.

Kinderspielplätze in Karlsruhe waren ab Mitte März gesperrt. | Bild: Tim Carmele

Das Aufheben des Verbotes soll Familien und Kindern etwas Entlastung bringen, informiert das Land Baden-Württemberg. Mit der Öffnung der Plätze erst zwei Tage nach dem offiziellen Inkrafttreten der Verordnung wolle man den Kommunen Zeit geben, Hygieneregeln für die Spielplätze vorzubereiten. 

Zusätzliche Vorschriften könnten noch kommen

 Bislang ist es nicht verpflichtend, im öffentlichen Raum eine Maske zu tragen: Die Ausnahme bilden Bahnsteige und Haltestellen. Die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung - das kann auch ein Schal sein - anzuziehen, besteht beim Einkaufen in geschlossenen Räumen sowie im Bus und Bahn. Das bedeutet, dass Eltern und Kinder auch nicht verpflichtet sind, auf den Plätzen eine Maske zu tragen.

Kinderspielplätze in Karlsruhe waren ab Mitte März gesperrt. | Bild: Tim Carmele

Möglich sei laut dem Gartenbauamt, dass das Land Baden-Württemberg in den kommenden Tagen nochmals zusätzliche Vorschriften für die Spielplätze erlässt. Die Stadt Karlsruhe sieht vorerst von eigenen Regelungen ab. "Es ist ja auch nicht sinnvoll, wenn überall andere Dinge gelten", so Weindel.

Neue Regeln werden umgesetzt und bekannt gegeben

Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) hat die Landesregierung jüngst eine Empfehlung herausgegeben. Darin wird Kommunen unter anderem zu einer Zugangsbegrenzung geraten. Demnach soll sich maximal ein Kind pro zehn Quadratmetern Gesamtfläche auf einem Spielplatz aufhalten. Spielplätze sollen außerdem nur von Kindern in Begleitung von Erwachsenen genutzt werden dürfen.

Über die Umsetzung der Vorgaben will das Gartenbauamt in den kommenden Tagen beraten und dann entsprechend bekannt geben - eventuell auch mit entsprechenden Hinweisen, Leiter der zentralen Dienste beim Gartenbauamt Andreas Ochs am Mittwoch im Gespräch mit ka-news.de. 

Dieser Artikel wurde nachträglich aktualisiert.

 

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  •   VielVorNixDahinter
    (292 Beiträge)

    06.05.2020 13:58 Uhr
    Ach du meine Güte
    Da müssen die ja Rechnen lernen ...
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  •   Marcusgruen
    (1 Beiträge)

    06.05.2020 13:42 Uhr
    Ja super
    Na da habe ich doch glatt mal meinen Sohn gefragt was 10m2 sind ....Antwort :"keine Ahnung"

    Meine 3 Jährige Tochter schaute mich nur Fragend an.

    Keine Kita keine Schule, aber auf 10m2 spielen...wo gibts eigentlich Kindergeschirr zum passenden Kinder Maulkorb?
    Und, wie siehts eigentlich bei den wirklich wichtigen Dingen in Karlsruhe aus? Stadion, Tunnel, Staatstheater usw. das interessiert und Familien wirklich brennend... grinsen

    Ironie aus.
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  •   CenaroBotti
    (22 Beiträge)

    06.05.2020 13:06 Uhr
    mehr Haha
    werden die Spielplätze dann in 10qm Parzellen eingezäunt und mit Grenzposten versehen, dass jedes Kind in der eigenen Parzelle spielt und ja keine Grenzübertritte stattfinden?
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  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    06.05.2020 15:25 Uhr
    Beim Einparken
    mit einem Auto gibt es doch auch Abstandsmessgeräte. So etwas braucht jedes Kind auf dem Kopf für alle Richtungen und mit lautstarkem Signal, falls insgesamt 10 qm irgendwo tangiert werden.
    Man kann auch die Schwimmnudeln auf dem Kopf richtig bemessen im Kreis anbringen. Das wäre aber eher etwas für Arme, weil die Upperclass schon an Abstandsgeräten mit Sound und Light Interesse signalisiert hat.
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  •   CenaroBotti
    (22 Beiträge)

    06.05.2020 13:04 Uhr
    Haha..
    1 Kind pro 10qm.... Das Kind kann dann mit sich selbst spielen... wie aufregend für Kinder.
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  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    06.05.2020 15:34 Uhr
    Nein
    da hat jemand berechnet wie schnell ein kleines Kind läuft und wie schnell ein Virus in der Luft verschwindet. Dabei kam man irgendwie rein rechnerisch auf 10 qm pro Kind.
    Bei einem Spielplatz von 50 qm heißt das aber, dass vier Kinder auf drei qm sein dürfen und das andere Kind auf den restlichen 47 qm. Damit ist die Auflage erfüllt. Es dürfen nur nicht mehr als fünf Kinder auf den Platz. Falls doch noch eines kommt muss man es wegschubsen oder die Polizei rufen.
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  •   ALFPFIN
    (7228 Beiträge)

    06.05.2020 11:45 Uhr
    Bei uns hinter dem Haus
    konnte man die ganze Zeit drei junge Mütter auf der Bank sitzend beobachten, zwei mit Kinderwagen und noch 4 kleinen Kindern die auf dem Rasen zusammen gespielt haben.
    Die Frauen haben nur zeitweilig Masken getragen. Die Bank steht an einem Zugangsweg zu mehreren Häusern, die Ecke ist also durchaus belebt. Ob diese Mütter auf dem wieder eröffneten Spielplatz auch so "umsichtig" sind was ihre Kinder betrifft und darauf achten, dass dann der Sicherheitsabstand zu anderen Kindern eingehalten wird?
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  •   Weichei
    (699 Beiträge)

    06.05.2020 11:31 Uhr
    Ich sehe hier nur einen Vorteil
    und der ist, dass keinem Kind das Eimerchen und Schaeufelchen von einem Andern weggenommen wird.
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  •   silberahorn
    (10330 Beiträge)

    06.05.2020 12:00 Uhr
    Die Schäufelchen
    sind schon lange bei Ingo.L.Venz und Frank. M. Trupp angekommen. So lange, bis alles im Eimer ist.
    Unter welchem Stein kommst du denn hervorgekrochen, dass du das nicht weißt. grinsen
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  •   ALFPFIN
    (7228 Beiträge)

    06.05.2020 13:00 Uhr
    @silberahorn,
    ich weiß ja jetzt nicht unter welchem Stein sitzend Sie mich vermuten, ich komme fast täglich an einem Spielplatz mit Sandkasten vorbei, wo die Kleinen tatsächlich noch mit Schäufelchen und Eimerchen "arbeiten". Gut das Eimerchen oder das Schäufelchen fliegt schon mal in Richtung "Gegner". Die etwas größeren 4-5 Jährigen laden dann Sand in ihre Bagger. Die Eingreiftruppe, meistens die Großeltern (in vor Corona Zeiten) sind da schon schnell aktiv, um die "Baufachleute" wieder zu versöhnen.😊
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