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Karlsruhe Schrittweise Öffnung der Kitas: Vortritt für Kinder in engen Wohnverhältnissen

Kindertagesstätten sollen bald wieder öffnen: Laut Plänen des Landes Baden-Württemberg soll die Betreuung schrittweise angehoben werden, sodass die Hälfte der Kinder die Einrichtungen wieder besuchen kann. Bevorzugt werden unter anderem Kinder, die in beengten Wohnverhältnissen leben. Oberbürgermeister Frank Mentrup sieht auf diesem Weg noch Hürden und bringt unter anderem schnelle Corona-Tests für Erzieher in die Diskussion.

Hygieneregeln und Abstandsgebote: Während in Schulen diese Vorgaben umgesetzt werden können, ist das bei Kindern unter sechs Jahren kaum möglich. Dennoch sollen bereits ab Mitte Mai die Betreuungsangebote der Kitas auf bis zu 50 Prozent erhöht werden.

(Symbolbild)
(Symbolbild) | Bild: pixabay.com@FeeLoona

"Ich verstehe es so, dass man bundesweit die Notfallbetreuung auf 50 Prozent hochfahren möchte", sagt Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup. Um die Quote der Kinder mit einem Anspruch auf den Kitabesuch steigen zu lassen, würden zusätzliche Eltern-Gruppen definiert, die unter die Regelung der Notfallbetreuung fallen. 

Vor allem Kinder, deren Familien in beengten Wohnverhältnissen leben oder Kinder, die einen zusätzlichen erzieherischen Bedarf haben, sollen künftig wieder in die Kindertagesstätten besuchen dürfen - so der bundesweite Beschluss.

Auslastung von Karlsruher Kitas unter 50 Prozent

"Der Unterschied ist, dass in Baden-Württemberg für diese Gruppen die Notbetreuung schon bislang zur Verfügung stand", so Mentrup weiter. "Diese Kinder haben in Karlsruhe schon immer einen Betreuungsplatz bekommen." Derzeit liege die Auslastung der Kitas bei deutlich unter 50 Prozent. 

Eine Woche zu Hause - eine Woche die Kita oder Schule: Laut dem Fahrplan des Landes zur Öffnung der Schulen soll ein rollierendes System zum Einsatz kommen. "Da rätseln wir alle noch ein bisschen herum, wie wir das denn machen sollen", sagt der Karlsruher Oberbürgermeister abschließend. Theoretisch begrüße er die Idee, noch seien viele Fragen offen - beispielsweise der bessere Schutz der Erzieher durch schnelle Corona-Tests.

 

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Kommentare (8)
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  •   timo
    (3174 Beiträge)

    14.05.2020 12:22 Uhr
    bessere Schutz der Erzieher
    Stelle ich mir interessant vor, wenn Coronaleugner ihre verseuchten Kinder abgeben und die Erzieher dann nach und nach wieder ausfallen...oder sind die alle immun?
    Hauptsache die Bälger weg...
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  •   Kommentar
    (64 Beiträge)

    14.05.2020 01:38 Uhr
    Sommerferien
    .. könnte man doch dieses Jahr mal ausfallen lassen für alle Schulen und Kindergärten.

    Und dieses Wechsel-Wochen-Konzept ist alltagsuntauglich, wie soll damit ein Arbeitgeber planen?
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  •   bingobongo
    (399 Beiträge)

    13.05.2020 16:43 Uhr
    Ja, da muss man sich mal anstrengen
    Nehme mal an wie in der Verwaltung üblich wird jetzt erstmal ein Opfer gesucht, das unterschreiben und seinen Hintern hinhalten muss, wenn was schiefgeht.

    Da bekanntlich jeder gleich "hier" ruft, dürfte das noch eine Weile gehen.
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    13.05.2020 18:34 Uhr
    Da rufen
    jetzt auch Leute hier, die genug Platz haben und die sich ihre Arbeit einteilen können und die sich trotzdem vom Arbeitgeber bescheinigen lassen dass sie systemrelevant sind. Riesensauerei.
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  •   Riewespitz
    (92 Beiträge)

    14.05.2020 11:38 Uhr
    Ach ja
    es werden keine Systemrelevanten Antragsteller mehr positiv entschieden. Nur noch Antragsteller die "unabkömmlich " sind. Dank dieser unsinnigen Barriere lehnen es Arbeitgeber ab, eine " Unabkömmlichkeit" zu bestätigen. Wie auch, es gibt niemanden der unabkömmlich ist, jeder kann vertreten werden.
    Wie es in der Verwaltung oder im öffentlichen Dienst ist weiß ich nicht. In der freien Wirtschaft ist das so. Danke an Frau Eisenmann.
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  •   bingobongo
    (399 Beiträge)

    14.05.2020 11:42 Uhr
    Und warum lehnen es Arbeitgeber ab?
    Ist die Falschausstellung einer "Unabkömmlich"-Bescheinigung denn überhaupt strafbewehrt?

    Wenn die Firma 10 Leute hat die das Gleiche tun und sie braucht 10 Leute für den Betrieb, dann ist jeder dieser zehn "unabkömmlich".

    Die übliche Urlaub- und Krankheitsvertretung ist ja permanent zu gewährleisten.
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  •   Riewespitz
    (92 Beiträge)

    14.05.2020 13:19 Uhr
    Gegen Falschaustellungen
    wird wohl keiner von denen was sagen, die so eine Bescheinigung bekommen. Wäre auch ungeschickt.
    Es gibt aber Firmen die genau so argumentieren, das keine Unabkömmlichkeit bescheinigt wird, weil es das nicht gibt. In kleineren Firmen kann es anders gehandhabt werden. Meine Erfahrungen bei großen Konzernen im Finanzwesen sind genau so, wie ich es beschrieben habe. Verweigerung wegen nicht vorhandener Unabkömmlichkeit. Und das Konzernweit, nicht auf Einzelfälle bezogen.
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    (831 Beiträge)

    14.05.2020 15:02 Uhr
    Ja leider
    ist das im Mittelstand nicht so wie ich grad selbst sehen musste. Da wird einfach was zusammengelogen..und der AG unterschreibt.
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