Browserpush
 

Karlsruhe "Schießt auf uns" - Erneut Montagsspaziergänge in Karlsruhe: Polizei stellt fast 200 Anzeigen

Wie die Polizei Karlsruhe auf Anfrage der Redaktion bestätigt, kam es am gestrigen Montag erneut zu sogenannten Montagsspaziergängen gegen die Corona-Maßnahmen. In Karlsruhe kam es zu lautstarken Protesten gegen Polizeibeamte.

Auf dem Hoheitsgebiet des Polizeipräsidiums Karlsruhe kam es in Karlsruhe, Bruchsal, Weingarten, Ettlingen, Malsch, Spöck, Waghäusel und Karlsdorf-Neuthard zu Ansammlungen. Der größte Spaziergang ereignete sich in Karlsruhe mit zirka 350-450 Teilnehmern. Insgesamt waren laut Polizei rund 800 bis 900 Menschen unterwegs.

In der Fächerstadt konzertierte sich das Geschehen auf den Platz der Grundrechte vor dem Karlsruher Schloss. Hier machte die Polizei mit Lautsprecherdurchsagen auf die geltende Allgemeinverfügung der Stadt Karlsruhe aufmerksam, welche die Montagsspaziergänge offiziell verbietet. 

Pfiffe, Buhrufe, Beleidigungen

"Es war eine große Gruppe unterwegs und immer mal wieder lösten sich kleinere Splittergruppen", erklärt die Polizei im Gespräch mit ka-news.de. Die Teilnehmer der Spaziergänge reagierten auf die Maßnahmen der Polizei mit lautstarken Beleidigungen, Buhrufen und Pfiffen. Die Polizei bestätigt entsprechendes Videomaterial von Augenzeugen, welches der Redaktion vorliegt. 

Im weiteren Verlauf der Maßnahmen skandierten die Teilnehmer "Schießt auf uns" und "Das ist wie ein KZ" oder "Ihr Nazis." In Folge wurden in Karlsruhe von 187 Teilnehmern die Personalien festgestellt. Diese müssen nun mit einer Bußgeldanzeige rechnen. 

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus hält Karlsruhe in Atem: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für die Fächerstadt und die Region in diesem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
ka-news-logo

Es gibt neue Nachrichten auf ka-news.de

Abbrechen