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Stuttgart Corona und Einzelhandel: Stehen jetzt die Abhol-Angebote vor dem Aus?

Von Mittwoch an müssen Geschäfte zu bleiben, so viel ist schon klar. Der Handel will aber zumindest Abholangebote wie in der Gastronomie durchsetzen. Die Landesregierung hat aber Bedenken.

Die Einzelhändler in Baden-Württemberg hoffen auf Ausnahmen vom Corona-Shutdown und wollen zumindest im Internet bestellte Waren an die Kunden herausgeben dürfen - das sogenannte Click&Collect.

"Abholmöglichkeiten sind kontraproduktiv"

"Wir gehen fest davon aus, dass wir Click&Collect haben können", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes, Sabine Hagmann, am Montag. Die Landesregierung hält davon allerdings nichts.

"Abholmöglichkeiten jenseits der Gastronomie wären kontraproduktiv", sagte ein Regierungssprecher. "Dann stehen die Leute wieder in den Straßen vor den Läden."

Hagmann sagte, viele Händler hätten in den vergangenen Monaten entsprechende Angebote unter Einhaltung aller Hygienemaßgaben entwickelt, die müssten sie nun auch nutzen dürfen.

Sabine Hagmann, die Geschäftsführerin des Handeslverbandes Baden-Württemberg, in ihren Geschäftsräumen.
Sabine Hagmann, die Geschäftsführerin des Handelsverbandes Baden-Württemberg, in ihren Geschäftsräumen. | Bild: Nikolai Huland/dpa/Archivbild

Fraglich sei auch, welche Regeln zum Beispiel für den Elektrohandel gelten sollten - ob etwa schon bestellte Waschmaschinen noch geliefert und angeschlossen werden dürften.

Händler rechnen nicht mit großem Ansturm

Bund und Länder hatten sich am Wochenende darauf verständigt, dass Geschäfte von Mittwoch an geschlossen bleiben müssen. Es gibt allerdings Ausnahmen für bestimmte Branchen - und am Montag waren auch noch nicht alle Details endgültig geklärt.

Der Regierungssprecher betonte, es gelte jetzt, Kontakte radikal zu reduzieren. Das sei der Geist des Bund-Länder-Beschlusses vom Sonntag. Je weniger Kontakte, umso weniger könne das Virus wüten.

"Je mehr Ausnahmen wir machen, desto länger brauchen wir, bis die Infektionszahlen deutlich runter sind, desto länger dauert das Elend des Lockdowns, desto länger müssen die Geschäfte zubleiben."

Sabine Hagmann, Geschäftsführerin des Handesverbandes Baden-Württemberg.
Sabine Hagmann, Geschäftsführerin des Handelsverbandes Baden-Württemberg. | Bild: picture alliance / dpa / Archivbild

Hagmann sagte, die Stimmung unter den Händlern sei "furchtbar verzweifelt". "Für uns ist das eine Vollkatastrophe." Manche Händler machten in der Weihnachtszeit bis zu 40 Prozent ihres Jahresumsatzes.

"Die Kosten, die wir über das gesamte Jahr haben, werden damit bezahlt", sagte sie. Was bisher an Kompensationsmöglichkeiten auf dem Tisch liege, sei "unterirdisch."

Natürlich hoffe und setze man nun darauf, bis zur Schließung am Mittwoch noch einmal gute Geschäfte zu machen.

"Wir rechnen nicht mit einem riesengroßen Ansturm", sagte Hagmann. In den kleineren Städten sei der Handel schon am vergangenen Wochenende nicht zufrieden gewesen.

Gerade in den großen Städten gehe man aber schon davon aus, dass noch einmal viele Kunden ihre Einkäufe erledigten. Nach Angaben der City-Initiative Stuttgart etwa waren am Montagmittag etwas mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs als im Durchschnitt an einem solchen Tag.

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  •   Propagandahilfskraft
    (1824 Beiträge)

    15.12.2020 14:25 Uhr
    Die Maßnahmen ...
    ... werden immer gefährlicher. Die gesundheitlichen Schäden sind jetzt schon nachweislich in etwa auf der Höhe der offiziellen Schäden von SARS-CoV-2, welche aber nachweislich stark überzeichnet sind. Und nun auch noch die gigantischen, ökonomischen Schäden und die Folgen davon. Diese Folgen sind auch weitere Gesundheitsschäden. Möglicherweise haben wie schon den Punkt erreicht oder überschritten an dem ein vollständiges Ignorieren von SARS-CoV-2 die „gesündere“ Lösung gewesen wäre?

    Und dann noch Ansteckung im Baumarkt? Also wann ist Euch da das letzte Mal ein Verkäufer in Reichweite gekommen? Und hat sich dann auch noch ausreichend lange mit Euch unterhalten um als Risikokontakt eingestuft werden zu können? Ich bin in der letzten Zeit sehr überfordert mir überhaupt das Ausmaß und den Umfang der Dummheit unserer Politkaste auch nur annähernd vorstellen zu können.
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  •   Tyr
    (653 Beiträge)

    15.12.2020 17:56 Uhr
    der Herr Verschwörungstheorien-Verbreiter
    was du hier für ein übles Zeug loslässt ist schon kriminell.
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  •   Sherlock
    (346 Beiträge)

    15.12.2020 20:41 Uhr
    Das ist doch
    ein russischer Bot, nicht mehr und nicht weniger.
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  •   107
    (675 Beiträge)

    15.12.2020 20:06 Uhr
    glauben Sie wirklich alles,
    was in der Zeitung steht ?
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  •   Sherlock
    (346 Beiträge)

    15.12.2020 20:40 Uhr
    Glaubst
    Du wirklich alles was in Telegram steht?
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  •   Propagandahilfskraft
    (1824 Beiträge)

    15.12.2020 18:37 Uhr
    Wer verbreitet hier eine VT?
    Ich sehe da in erster Linie eine krude VT im Sinne von Virustheorie. Killervirus und so ... Dazu noch die nachweislich falsch erhobenen Zahlen, eine überzogene Panikmache ...
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  •   andip
    (10905 Beiträge)

    15.12.2020 08:24 Uhr
    Tja
    Das spielt dann wieder den reinen Internethändlern in die Hände, die einen die Ware direkt vor die Tür liefern.
    Obwohl, könnten das die betroffenen Läden nicht auch anbieten?
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  •   silberahorn
    (10709 Beiträge)

    15.12.2020 10:01 Uhr
    70 Prozent
    machen das angeblich schon und haben aus dem ersten Lockdown gelernt.

    Es ging jetzt mit diesen zwei Tagen, direkt vor Weihnachten auch noch, doch etwas schnell, bis man als Verbraucher alle Auswirkungen für die Festtage begreifen konnte. Dehner, mit Pflanzen und Tiernahrung, ist auch ab morgen zu. Der Weinachtsbaumverkauf vor Baumärkten ist ungeklärt. Beim Autohaus dürfte ich noch ein Auto kaufen, wenn die Auskunft stimmt.
    Dehner bietet Onlineversand für viele Artikel an, aber bei Pflanzen eher nicht. Rühlemann's Kräuter und Duftpflanzen kann den Versand von Pflanzen schon seit fast zwei Jahrzehnten und ebenso die Bestellungen per Internet.
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  •   RainerBu
    (1343 Beiträge)

    15.12.2020 07:34 Uhr
    Absurdistan
    Angeblich weiß man ja bei 80 Prozent gar nicht wo man sich angesteckt hat. Und wenn , wenns denn der Supermarkt war, is es eh für die Katz . Kontaktnachverfolgung ?? Unmöglich.
    Hauptsach die Kirchen und der Baumverkauf hat offen.
    Angeblich kann man sich ja draußen kaum anstecken , dann wieder Maskenpflicht draußen und Ausgangssperre. Zu Deutsch , auch die Wissenschaftler haben eigentlich keinen blassen Schimmer wie sich das Virus überhaupt verbreitet. Fast 70 Millionen Infizierte weltweit , mit Dunkelziffer wohl mindestens 200 Millionen . In ca einem Jahr . Irgendetwas hat man bei der Infektion wohl noch nicht verstanden und entdeckt.
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  •   M.S.
    (377 Beiträge)

    14.12.2020 21:15 Uhr
    wieder mal
    hat keiner einen Schritt weiter gedacht und die Ursachen im Auge!
    Lasst die Leute doch abholen!!!
    Der allergrösste Teil der Menschen, die einfach nur gucken gehen ohne was zu kaufeen, ist doch nicht da!
    Es entscheiden immer wieder so viele weltfremde Menschen irgendwelche Einschränkungen, die von der Materie einen feuchten Furz an Ahnung haben!
    Aber hauptsache die Weihnachtsbaumverkäufe haben geöffnet, was ein Blödsinn im direkten Vergleich mit dem anderen Handel der schliessen muss...
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