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Karlsruhe Probleme bei Impftermin-Vergabe: Karlsruher Bürgermeisterin bittet um Geduld

Kurz nach dem Start der Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum Messe Karlsruhe möchten viele Impfwillige aus der erstpriorisierten Gruppe gemäß §2 der Coronavirus-Impfverordnung einen Termin vereinbaren. Doch viele Interessenten wurden abgewiesen. Der Grund: Es sei kein Impfstoff da. Bürgermeisterin Bettina Lisbach bittet die Impfwilligen um Geduld. Termine würden immer nur in dem Umfang freigeschaltet, in dem Impfstoff auch zur Verfügung stehe, weshalb der Versuch einer Terminvereinbarung unter Umständen nicht beim ersten Mal gelinge. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe hervor.

Der am Dienstag gestartete Regelbetrieb orientiert sich in erster Linie an vorhandenem Impfstoff, dessen Beschaffung beim Bund lag. Dieser hat Verträge mit den Herstellern geschlossen in Absprache mit der EU. Nun werden die Lieferungen nach der Einwohnerzahl an die Bundesländer verteilt.

Baden-Württemberg hat aktuell ebenso einen Mangel an Impfstoff wie andere Bundesländer. Deshalb wurde der Regelbetrieb im Zentralen Impfzentrum Karlsruhe (ZIZ) mit etwa 100 verimpften Dosen am ersten Tag gestartet. In den nächsten Tagen rechnen die Verantwortlichen mit einer Steigerung auf 500 pro Tag.

Hinzu kommen zirka 250 Impfungen am Tag, die durch Mobile Impfteams in Pflegeeinrichtungen durchgeführt wurden. Zusätzliche Kapazitäten sollen außerdem entstehen, wenn Mitte Januar die Kommunalen Impfzentren (KIZ) öffnen.

Jede Woche 87.750 Impfdosen für den Südwesten

Bis Ende Januar werden deutschlandweit drei bis vier Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen. Alle Lieferungen werden nach ihrem Bevölkerungsanteil an die Bundesländer verteilt. Für das gesamte erste Quartal wird mit 11 bis 13 Millionen Impfdosen gerechnet.

Ab dem 30. Dezember sollen bis auf weiteres 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden | Bild: Thomas Riedel

Ab dem 30. Dezember sollen bis auf weiteres 87.750 Dosen des Corona-Impfstoffs pro Woche in den Südwesten geliefert werden. Heißt das nun, dass die Kapazitäten am ZIZ hochgefahren werden können?

14.13 Uhr Das sagt die Stadt zur Terminvergabe am ZIZ

Nach Rücksprache mit der Stadt Karlsruhe soll morgen, am 31. Dezember, nochmal eine Lieferung mit dem Impfstoff am ZIZ Karlsruhe eintreffen. Allerdings liegen zur Anzahl an Impfdosen, die das ZIZ in den kommenden Tagen und Wochen erreichen werden, "keine gesicherten Informationen" vor. 

Sobald der Impfstoff jedoch gesichert zur Verfügung steht, wird auch das Zeitfenster wieder freigeschaltet, so die Stadt Karlsruhe auf Anfrage von ka-news.de. In welchem Zeitraum die Kapazitäten des ZIZ erhöht werden können, hängt aber auch davon ab, ab wann ein weiterer Impfstoff zugelassen wird.

Bild: Thomas Riedel

Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass ab Mitte Januar zusätzlich die kommunalen Impfzentren (KIZ) den Betrieb aufnehmen und ebenfalls mit Impfstoff versorgt werden müssen. "Diesbezüglich ist eine Prognose aktuell schwierig", so die Stadt Karlsruhe.

Terminvergaben, die noch vor dem 29. Dezember am Karlsruher ZIZ stattgefunden haben sollen, dementiert die Stadt.

"Eine Terminbuchung für das Zentrale Impfzentrum (ZIZ) Messe Karlsruhe ist erst seit letztem Dienstag möglich. Die Terminvergabe wird bundes- und landesweit zentral über den Impfterminservice gesteuert. Es liegen uns keine Informationen dazu vor, welche Termine zu welchem Zeitpunkt in anderen ZIZ gebucht werden konnten", so die Stadt weiter.

Ab nächster Woche fünf MITs im Einsatz

In Karlsruhe wird demnächst die Infrastruktur für ein Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Schwarzwaldhalle bereitgestellt. Auch die Mobilen Impfteams (MIT) können mittlerweile immer konsequenter Alten- und Pflegeeinrichtungen im gesamten südlichen Regierungsbezirk anfahren und die Bewohner mit der nötigen Impfdosis versorgen.

Waren es zu Beginn noch zwei MITs, sind ab nächster Woche dann fünf Teams unterwegs. Die Terminvereinbarung läuft über die jeweiligen Heimleitungen, welche dafür wiederum Kontakt mit dem Führungsstab der Stadt Karlsruhe aufnehmen, der zentral alle Termine und Routen der MITs koordiniert.

(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

Um von einem MIT angefahren zu werden, müssen die Alten- und Pflegeeinrichtungen eine sogenannte "Impfbereitschaft" herstellen.

Das heißt: Vor Ort müssen alle organisatorischen Voraussetzungen für eine Impfdurchführung erfüllt sein. Außerdem müssen die zu impfenden Personen ermittelt und für eine Dokumentation erfasst worden sein. Zur Vereinfachung der Arbeitsabläufe sollen die Impfwilligen in das Impfmanagement-System des Sozialministeriums Baden-Württemberg (www.impfen-bw.de) eingepflegt werden.

Bild: Thomas Riedel

Die notwendigen Informationsmaterialien wurden den Einrichtungen bereits im Vorfeld zugesandt. Wenn "Impfbereitschaft" hergestellt wurde und sich die Einrichtungen beim Führungsstab gemeldet haben, werden die Termine in der Regel nach Reihenfolge der Anmeldung vergeben.

Aber auch organisatorische Abläufe wie Routenplanungen spielen eine Rolle. Ansonsten ist der Standort des Heimes unerheblich. 

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  •   Robert1959
    (2139 Beiträge)

    02.01.2021 13:44 Uhr
    Vielleicht wollte man Geld sparen!
    Man hat ja auch schon Zeneca vorbestellt, viel billiger und auch nicht so wirksam!
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  •   Queri
    (191 Beiträge)

    02.01.2021 21:11 Uhr
    '
    Keine Infos, aber Hauptsache mal schnell irgend etwas Übles unterstellen. Kann man machen...
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  •   Robert1959
    (2139 Beiträge)

    03.01.2021 00:05 Uhr
    zu Queri
    So etwas kann nur Queri machen. Es ist Fakt, dass Zenica bestellt wurde und billiger ist! Eine Unterstellung ist es auch nicht, weil ich "vielleicht" geschrieben haben, denn ich kann Inkompetenz auch nicht ausschließen!
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  •   Queri
    (191 Beiträge)

    03.01.2021 00:34 Uhr
    '
    zu ignorieren, dass es sich um Prozesse handelt, in denen man immer am nächsten Tag schlauer ist als am vorherigen und daraus dann frei erfundene Unterstellungen aufblasen zu wollen, das ist Robert
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  •   Robert1959
    (2139 Beiträge)

    03.01.2021 10:34 Uhr
    Ich gebe auf!
    Gegen Querdenker hat man keine Chance mit Argumentation!
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  •   Queri
    (191 Beiträge)

    03.01.2021 19:17 Uhr
    '
    Nein, Queri ist einfach Queri.
    Richtig wäre: Ohne Argumente hat man oft einen schweren Stand in Diskussionen, außer man bleibt in seiner Blae und bestätigt sich gegenseitig.
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  •   Kommentar
    (755 Beiträge)

    03.01.2021 13:40 Uhr
    Die EU
    hat nur 300 Mio Dosen von Oxford-AstraZeneca vorbestellt.

    Das ist auch zu wenig.

    Aber der Impfstoff ist viel besser zu handhaben und kann durch jede Hausarztpraxis verimpft werden.

    Die Herstellung scheint auch erheblicher konventioneller zu sein als die der mRNA-Impfstoffe.

    "Bekömmlicher" für Risikopatienten soll er auch sein.

    Und wer sagt, dass der weniger wirksam ist?

    Der ist sogar wirksamer nach der ersten der beiden Impfung, nach der zweiten dann vergleichbar. Das ist natürlich nur aktueller Stand ...

    Es gibt Probleme mit diesen Impfstoffen, aber Wirksamkeit gehört nicht dazu.
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  •   maehdrescher
    (1577 Beiträge)

    02.01.2021 15:04 Uhr
    Geld sparen
    Und jetzt gibt man das Tausendfache für Lockdown-Entschädigungen aus... sehr klug, sag ich da nur.

    Typisch für Merkel, Spahn und Brüssel-Uschi.
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  •   Iglaubsnet
    (947 Beiträge)

    02.01.2021 15:17 Uhr
    Sind
    halt schwäbische Hausfrauen.
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  •   Messer
    (434 Beiträge)

    02.01.2021 12:54 Uhr
    ein Totalversagen von Merkel, Spahn+v.d.Leyen
    das kleine clevere Israel hat prozentual zur Bevölkerung 10 mal mehr Impfstoff wie Deutschland wo der Impfstoff erfunden wurde.
    Für die gesamte CDU fällt mir nichts mehr ein, außer diese Typen bei den kommenden Wahlen haushoch aus ihren Amtssesseln rauszuschmeißen.
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