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Stuttgart Kontaktdaten in Café, Restaurant und Co.: E-Mail muss nicht mehr angegeben werden

Bei Besuchen in Restaurants, im Schwimmbad oder in Hotels muss keine E-Mail-Adressen mehr in den Kontaktlisten hinterlassen werden. Nach Zweifeln des Landesdatenschützers sei dies in der neuen Corona-Verordnung so festgelegt worden, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Dienstag. Behörden akzeptierten die Adressen künftig nicht mehr, weil die Datenverarbeitung auf diesem Weg nicht den Anforderungen der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung genüge.

"Die Erhebung und Speicherung der E-Mail-Adresse halten wir für unzulässig", heißt es dazu in einer Stellungnahme des Landesdatenschutzbeauftragten zu einer früheren Verordnung. Die meisten E-Mail-Nutzer hätten keinen öffentlichen Schlüssel für eine Verschlüsselung. "Auch verfügen die Gesundheitsämter und Ortspolizeibehörden - soweit uns bekannt - in aller Regel leider nicht über die Möglichkeit, mit externen E-Mail-Adressen Ende-zu-Ende-verschlüsselt zu kommunizieren."

Ein Zettel für die Gäste-Regstrierung liegt in einem Restaurant auf einem Tisch.
Ein Zettel für die Gäste-Regstrierung liegt in einem Restaurant auf einem Tisch. | Bild: Carsten Rehder/dpa/Symbolbild

Stattdessen reiche es, eine Handynummer zu hinterlassen oder auf anderem Weg sicherzustellen, dass zum Beispiel Gesundheitsbehörden im Notfall Kontakt aufnehmen könnten. Die neue Verordnung soll am Donnerstag (6. August) in Kraft treten und noch am Mittwoch veröffentlicht werden.

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Kommentare (7)
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  •   Ein_Wanderer
    (422 Beiträge)

    05.08.2020 15:20 Uhr
    Ich trage mich
    in solche Listen immer als Jens Spahn ein. Oder manchmal auch als Peter Altmaier.
    ... Nur `n Scherz grinsen ...
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  •   FinnMcCool
    (331 Beiträge)

    05.08.2020 10:27 Uhr
    Kontaktinformation
    Ich denke eher, es sollte dem Gast selbst überlassen welche Kontaktinformation eingetragen wird. Was geht das Gesundheitsamt meine Handy-Nummer an? Eine Spam-Emailadresse ist schnell eingerichtet, die ich für solche Zwecke verwende. Aber eine Spam-Handynummer ist etwas anderes. Und prinzipiell müsste dann auch die Lokalität wo ich bin die Befugnis haben meine Kontaktinformation abzugleichen. Es gab wohl selten so viele "Hans Müller" die im Restaurant gegessen haben wie jetzt.
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  •   80er
    (5754 Beiträge)

    07.08.2020 06:57 Uhr
    Naja....
    ...wenn dem Gesundheitsamt ein Infizierter bekannt ist, der dich als Kontaktperson angegeben hat, bist du sicherlich froh, wenn dich das Amt so schnell wie möglich informiert. Und glaube mir: die Kollegen im Gesundheitsamt haben zur Zeit keine Zeit, deine Telefonnummer an den meistbietenden zu verkaufen.
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  •   karlsruher1955
    (1269 Beiträge)

    05.08.2020 08:03 Uhr
    Na super
    Erst die Leute verrückt machen und dann zugeben, dass die Technik nicht beherrscht wird. Bei unseren "Spezialisten" wundert mich dies nicht.
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  •   stefko
    (2283 Beiträge)

    05.08.2020 08:42 Uhr
    Wie lautet denn ...
    Dein PublicKey? zwinkern
    Allerdings kam mir bis heute noch kein Formular unter, in welchem ich eine Mailadresse angeben musste. Eher im Gegenteil - weil ich immer nur ne Mailadresse eintrage - wurde mir schon versucht zu erklären, dies würde nicht ausreichen - tat es dann aber doch zwinkern
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  •   barheine
    (365 Beiträge)

    05.08.2020 09:30 Uhr
    Was hilft ein Public Key, wenn die Behörden im 21. Jahrhundert damit nichts anfangen können? Ein Armutszeugnis ist das!
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  •   stefko
    (2283 Beiträge)

    05.08.2020 09:38 Uhr
    Da gebe ich Dir recht
    Allerdings sind ja auch 99.9% der Bürger nicht in der Lage verschlüsselt per eMail zu kommunizieren, was sie dann ja mit den so bezeichneten "Spezialisten" wieder auf eine Stufe stellt. Darauf zielte meine (süffisante) Frage ab.
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