Karlsruhe Neue Corona-Verordnung: Baden-Württemberg hält an Ausnahmeregelung für Kinder fest

Am Montag, 11. Januar, tritt eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Private Treffen sind dann nur noch im Kreise des eigenen Haushalts plus einer Person eines weiteren Haushalts möglich - das gilt diesmal auch für Kinder unter 14 Jahre. Allerdings hält Baden-Württemberg an der bisherigen Ausnahmeregelung fest.

Die Corona-Lage bleibt in der gesamten Republik angespannt. Auch in Karlsruhe kämpft das Städtische Klinikum weiter mit hohen Fallzahlen. Um die Pandemie einzudämmen, einigten sich Bund und Länderchefs am Dienstag auf eine Verlängerung des aktuellen Lockdowns bis zum 31. Januar. In Teilen wurden die gültigen Regeln dabei sogar verschärft.

Ab Montag gelten auch Kinder als Kontaktperson 

So gilt ab Montag unter anderem: Private Treffen sind nur noch im Kreise des eigenen Haushalts und einer Person aus einem weiteren Haushalt erlaubt - ohne Ausnahme für Kinder. Bedeutet konkret: Zwei befreundete Mütter dürfen sich beispielsweise mit ihren Kindern nicht mehr zum gemeinsamen Spielen treffen.

Winfried Kretschmann (Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann (Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa/Archiv

Wie genau die Corona-Bestimmungen ausgelegt und umgesetzt werden sollen, darüber darf jedes Bundesland selbst entscheiden - zum Glück für baden-württembergische Eltern. Wie der SWR berichtet, verkündete Ministerpräsident Winfried Kretschmann während in seiner Rede im Landtag am Freitag, dass die Landesregierung  von der Regelung abweicht.

Baden-Württemberg hält an Ausnahme fest

"Um familiäre Härten abzumildern und insbesondere den Bedürfnissen von Familien mit kleinen Kindern oder Alleinerziehenden gerecht zu werden, werden Kinder bis 14 Jahren in Baden-Württemberg nicht mitgezählt", wird Kretschmann beim SWR zitiert.

Zusätzlich dürfen sich zwei Familien zur Kinderbetreuung zusammentun. Allerdings müssen es laut Landesregierung während des Lockdowns immer dieselben zwei Familien sein, die sich bei der Kinderbetreuung unterstützen.

Zuvor hatte vor allem die Landes-CDU auf eine Lockerung der geplanten Bund-Länder Maßnahmen gepocht.

Kinderschutzbund Karlsruhe begrüßt Entscheidung

Karl Prömpeler-Kuhn, Vorsitzender des Kinderschutzbundes Karlsruhe, ist glücklich über die Entscheidung der Landesregierung an der aktuell geltenden Regelung festzuhalten. Gegenüber ka-news.de sagte er: "Es ist gut an der Ausnahme festzuhalten, sie gibt den Familien zumindest ein paar Möglichkeiten, um mit der Situation zurechtzukommen." 

Die neue Regelung wäre vor allem für Familien mit mehr als einem Kind oder Alleinerziehende  praktisch nicht umsetzbar gewesen, meint Prömpeler-Kuhn. "Ich verstehe, dass die Politik die Notbremse ziehen will, die neue Regelung wäre aber weit an der Praxis vorbei gegangen und sehr unglücklich für die Kinder gewesen." 

 

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