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Karlsruhe Nach Corona-Lockdown: So will Karlsruhe den Gastronomen wieder auf die Beine helfen

Ab Montag, 18. Mai, dürfen Restaurants, Cafés und Co. landesweit wieder ihre Türen öffnen. Für viele Gastro-Betreiber hat die Zeit der Corona-bedingten Schließungen aber finanziell ihre Spuren hinterlassen - auch in Karlsruhe. Mit verschiedenen Hilfsangeboten will die Stadt den Gastronomen die Wiedereröffnung daher nun erleichtern.

Wochenlange Schließungen, finanzielle Schwierigkeiten, Existenzängste - Karlsruher Gastronomen leiden - wie viele ihrer Kollegen deutschlandweit auch - unter den Folgen der Corona-Krise. Mit Hilfsfonds, vergünstigten Krediten und Beratungsangeboten haben unter anderem Bund und Land versucht, die Zeit des Lockdowns für Gastro-Betreiber zu erleichtern.

Stadt bündelt Hilfsangebote auf neuer Online-Plattform

Mit der Erlaubnis zur Wiedereröffnung der Gaststätten ab kommendem Montag hat die Landesregierung nun den nächsten Schritt getan. Die Stadt Karlsruhe will die Gastronomen auf dem Weg zurück in den Alltag konkret unterstützen. Das kündigte Oberbürgermeister Frank Mentrup bei einer Online-Pressekonferenz am Dienstag an.

"Wir müssen lernen, in den Normalbetrieb zurückzukehren, soweit das möglich ist", erklärt der Rathauschef. Um städtische Unterstützungs- und Beratungsangebote zu bündeln, hat die Verwaltung daher am Dienstag die Online-Plattform "Karlsruhe hilft" auf der Website der Fächerstadt ins Leben gerufen. Neben Gastronomen finden hier auch andere Zielgruppen wie Privatpersonen Hilfsangebote und die entsprechenden Kontaktstellen dazu:

  • Familie und Kinder
  • Selbstständige und Unternehmen
  • Mieter und Eigentümer
  • Händler, Gastronomen und Hoteliers
  • Kulturschaffende
  • Schüler, Studierende und Azubis
  • Bürgerdienste und verschiedene Lebenslagen
Bild: Melissa Betsch

Vor-Ort-Beratung und finanzielle Erleichterungen für Gastronomen

Neben der digitalen Hilfe zur Selbsthilfe bietet das Ordnungs- und Bürgeramt den Restaurants, Cafés und Co. zur Wiedereröffnung auf "Karlsruhe hilft" eine Vor-Ort-Beratung an, wie die strengen und zahlreichen Hygienevorschriften umgesetzt werden können. "Für die Hygieneberatung werden wir 15 Mitarbeiter abstellen, die normalerweise in der Lebensmittelkontrolle tätig sind", so Frank Mentrup.

Zudem soll der Gemeinderat im Juni darüber abstimmen, ob Außenflächen künftig einfacher mitbenutzt und die Zahlungen von Sondernutzungsgebühren für 2020 ausgesetzt werden können. Mehrere Anträge hierzu wurden bereits in der April-Sitzung der Stadträte eingebracht.

"Um das umzusetzen, müssen wir das Baurecht ein wenig gelassener auslegen", erklärt das Stadtoberhaupt, mahnt allerdings, dass dies eine Einzelfallentscheidung bleiben werde. "Das können wir nicht für alle versprechen, jeder Gastronom muss sich hierzu selbst an die Stadt wenden."

OB Mentrup mit Disziplin der Bürger zufrieden

Mit dem allgemeinen Krisenmanagement in Karlsruhe zeigt sich der Oberbürgermeister aber insgesamt zufrieden. "Die Krise wirft täglich neue Herausforderungen auf, aber bis jetzt können wir uns über die Einhaltung der Verordnungen nicht beklagen", erklärt Mentrup, ergänzt aber: "Es ist unglaublich wichtig, sich auch weiter an die Rahmenbedingungen zu halten, denn das ist aktuell ein sehr sensibles System - und das kann sich schlagartig ändern."

Oberbürgermeister Mentrup: "Mehr denn je gemeinsam für freiheitliche Werte einstehen".
Oberbürgermeister Frank Mentrup | Bild: Tim Carmele

Die Unterstützungsangebote der Stadt finden sich unter https://www.karlsruhe.de/b4/aktuell/karlsruhehilft.de

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  •   Rino
    (314 Beiträge)

    14.05.2020 05:25 Uhr
    Symbolbild
    Ausgerechnet diese "System-Klitsche" als Symbolbild sagt viel über die "FRESSTEMPEL" in KA aus.
    Solche Schuppen können ruhig den Bach runtergehen, da weine ich garantiert nicht hinterher.
    Waren ja immer tolle "Fachkräfte" angestellt, die nur ihren "Job" abarbeiteten.
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  •   Kommentar
    (34 Beiträge)

    13.05.2020 16:16 Uhr
    Gutes Symbolbild
    .. unter der Überschrift. Genau an der Stelle kam man zu "normalen" Zeiten nicht gut hindurch, weil Fußgänger und Radfahrer sich um die großflächige Blumenverkübelung und Außenbestuhlung herumdrücken mussten.

    Und für Rettungsfahrzeuge war dort selbstverständlich auch kein Platz.
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  •   andip
    (10393 Beiträge)

    13.05.2020 15:38 Uhr
    Und nochmal meine Frage
    Was ausser den Hygenievorschriften ändert sich noch für die Gastronomen?
    Es geht u.a. das Gerücht um, dass die nur verkürzt öffnen dürfen.
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  •   ALFPFIN
    (7221 Beiträge)

    13.05.2020 15:01 Uhr
    Wir Bürger und Steuerzahler,
    werden zwangsläufig ohne zu fragen solidarisch sein müssen. Die Beiträge zu der gesetzlichen Krankenversicherung, zunächst der Zusatzbeitrag wird demnächst erhöht. Die Arbeitslosenversicherung soll ja eigentlich dieses Jahr gesenkt werden, dürfte bereits Makulatur sein, die hohen Summe Kurzarbeitergeld und weitere Zuwendungen müssen ja wieder hereinkommen, also werden die Beträge erhöht.
    Die Lohn - und Einkommenssteuer sowieso, denn die hohen Summen die der Bund jetzt ausgibt, müssen auch wieder hereinkommen. Wobei wir ja noch erhebliche Schulden im Hintergrund haben. Nur der Jahreshaushalt war ausgeglichen, sagten die Finanzminister.
    Natürlich die Finanzhilfen sind schon erforderlich (nicht alle, siehe Großindustrie oder Adidas und Co),
    aber es kann nur aus dem Topf herausgenommen werden, was wir alle hineingeben. Der Topf ist eigentlich jetzt leer. Und die "Grundschulden", nur 1,9 Billiönchen bleiben trotzdem).
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  •   mein-senf
    (987 Beiträge)

    13.05.2020 14:19 Uhr
    alles nur chi chi
    wenn das Wort Solidarität von Allen mal ernst genommen würde , hätten die kleinen Unternehmer, die Kurzareiter etc. nicht die Probleme, wie jetzt.
    Mein Vorschlag : Alle Banken setzen Tilgung + Zinsen für Kleinunternhemen , Kurzarbeiter, Einkommen bis 50,000,- und Mittelstand 12 Monate für laufenden Kredite aus, schliesslich hat der Bürger die " Bankenrettung" 2008 bezahlt, jetzt wäre es an der Zeit für Solidarität, die Kommunen + Bund setzen die Steuern 1 Jahr aus, die Krankenkassen setzen Beitrag 6-9 Moante aus . die Zecken wie IHK, GEZ etc. etc. setzen Beitrag für ein Jahr aus . Politiker gehen mit gutem Beispiel voran und halbieren deren Einkommen... etc. etc. dann wäre Vielen schon mal geholfen , einfach alles für einen Zeitraum auf null , und nicht nur der Bürger .... nix Kommunismus bla bla , sondern Solidarität und zwar alle !!!!!!
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  •   Route66
    (2474 Beiträge)

    13.05.2020 17:08 Uhr
    Weiter...
    Porsche zahlt das Kurzarbeitergeld zurück, da es an jeden Mitarbeiter fast 10.000€ ausgeschüttet hat (also ist Kohle da), die KfZ-Konzerne dritteln die Managergehälter (bleibt noch genug um in Saus und Braus leben zu können) und schütten keine Dividenden aus (Daimler etc.) und dann brauchen diese Konzerne auch keine Prämien vom Staat...einfach mal da anfangen wo das Geld hängt und nicht immer den Steuerzahler dafür aufkommen lassen dass es sich diese Konzerne gut gehen lassen.
    Und genau: jetzt sind mal die "Kleinen" dran!
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  •   Buddha
    (57 Beiträge)

    13.05.2020 15:09 Uhr
    Und warum
    soll Frank Mentrup auf 5000 EUR im Monat verzichten? Verstehe ich nicht?
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  •   silberahorn
    (10326 Beiträge)

    13.05.2020 15:40 Uhr
    und
    die sechs Millionen, die jetzt in den KSC gepumpt werden, damit nach Welle1 noch Welle2 kommen kann, die müssen auch keinen stören.
    Meine Bezüge reichen übrigens auch um mehrere Familien in dem Lebensstil zu unterhalten, den ich jahrelang pflegte. Es wird nur kaum einer einer so leben wollen.
    Also abwarten.
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