Stuttgart Musicals: Darum gibt es vorerst keine Shows mit Aladdin und Co.

Die Corona-Auflagen des Landes treffen die Stuttgarter Musicals hart. Die Verantwortlichen arbeiten schon an Hygienekonzepten - aber auf der Bühne ist das schwer.

Neben den Theatern und Opern des Landes bleiben auch die Stuttgarter Musicals von den strengen Corona-Auflagen stark getroffen. Vorstellungen von "Aladdin" und "Ghost" sind seit dem 13. März bis auf weiteres eingestellt, wie ein Sprecher des Veranstalters "Stage Entertainment" mitteilte. Bei einem Wiederbeginn werde "Aladdin" fortgesetzt, der  "Tanz der Vampire" ersetze dann "Ghost". Alle Mitarbeiter von "Stage Entertainment" seien in Kurzarbeit, sagte Sprecher Stephan Jaekel. Mit dem Ordnungsamt und dem Gesundheitsamt arbeite das Unternehmen derzeit Hygienekonzepte für die Shows aus.

Singen und die Tröpfchenübertragung

Ab dem 1. August dürfen in Baden-Württemberg bis zu 500 Menschen an Veranstaltungen teilnehmen, sofern sie fest zugeteilte Sitzplätze haben. Bislang mussten Tagungen oder Messen mit bis zu 100 oder bis zu 250 Menschen bei fest zugewiesenen Sitzplätzen auskommen. Aber selbst 500 Besucher decken nach Einschätzung des Stage-Sprechers nicht den Aufwand eines Musicals. Aufführungen hätten in normalen Zeiten eine Auslastung von 1.850 Besuchern. Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen sind laut Coronaverordnung des Landes jedoch bis zum 31. Oktober untersagt.

Hygienekonzepte mit 1,5 Meter Abstand wie in anderen Bereichen seien auf der Bühne nicht möglich. "Bei Gesang können die Tröpfchen noch viel weiter durch die Gegend wirbeln", sagte der Sprecher. Wenn es grünes Licht gibt, möchten die Veranstalter schnell wieder loslegen. Aber auch im Falle eines zugesagten Starttermins bräuchten Darsteller und Mitarbeiter der Musicals mindestens eine Vorlaufzeit von vier Wochen, um wieder aufzutreten.

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