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Bonn Museumsdirektoren protestieren gegen Schließung

Schon der erste Lockdown hat die Kunstmuseen hart getroffen. Die nun folgende Schließung der Häuser wird die Krise verschärfen. Ihre Direktoren schlagen Alarm.

Direktoren namhafter Kunstmuseen in Deutschland haben in einem Brief gegen die Schließung ihrer Häuser aufgrund der neuen Corona-Bestimmungen protestiert. "Erkennbar hat die Politik sich darum bemüht, bei der Gestaltung des neuerlichen Lockdowns differenziert vorzugehen", teilten die 36 Direktoren mit.

Leider sei der Kulturbetrieb jedoch abermals in extremem Maß betroffen und mit ihm die Museen, die zum zweiten Mal in diesem Jahr für mehrere Wochen geschlossen werden sollten. "Bei allem Verständnis für die Herausforderungen, die Corona uns allen auferlegt, halten wir das für eine falsche Entscheidung."

Museen gehörten zu den sichersten öffentlichen Orten. Die seit März entwickelten Hygiene- und Abstandsregeln, die Begrenzung der Besucherzahl sowie der konsequente Verzicht auf Eröffnungen und größere Veranstaltungen hätten sich bewährt.

Wenn die Museen nun erneut geschlossen würden, so erscheine dies eher als symbolische Geste. "Es ist uns unverständlich, warum es möglich ist, Baumärkte, Autohäuser und andere Geschäfte offen zu halten, Museen aber, die über dieselben oder großzügigere Flächen für einen Corona-gerechten Publikumsverkehr verfügen, geschlossen werden."

Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseums Bonn, Frédéric Bußmann, Generaldirektor der Kunstsammlungen Chemnitz, Peter Gorschlüter, Direktor des Folkwang-Museums Essen, Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, Alexander Klar, Direktor der Kunsthalle Hamburg, Eva Kraus, Direktorin der Bundeskunsthalle in Bonn und Felix Krämer, Generaldirektor der Stiftung Museum Kunstpalast in Düsseldorf.

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  •   patrickkk
    (1762 Beiträge)

    01.11.2020 09:19 Uhr
    ...
    Irgendwie schafft es keiner mehr weiter als die eigene Nase zu denken. Wir versuchen die Infektionen zu reduzieren und vor allem die Gefährdeten zu schützen. Um dies zu erreichen versuchen wir unnötige Reißen und Begegnungen zu reduzieren... Und was verkauft sich das restliche Jahr als Tourismustreiber? Genau, Museen. Dazu für genau die Zielgruppe für die das Virus am tödlichsten ist.

    Museen hätten mit Nachtclubs, Laufhäusern und Massagestudios als erstes geschlossen werden sollen. Da die Betriebs- und Personalkosten (in fast allen fällen) sowieso schon von der Gemeinschaft getragen werden kostest es uns im Vergleich sogar besonders wenig.
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  •   IchKA
    (954 Beiträge)

    31.10.2020 19:06 Uhr
    Ja es ist schlimm
    aber die Gehälter derer , die Kunst verwalten laufen weiter im Gegensatz zu denen die Kunst machen und leer ausgehen ...
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