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Stuttgart Metallarbeitgeber stellen Impfungen in Betrieben in Frage

Die baden-württembergischen Metallarbeitgeber stellen das geplante Impfen in den Betrieben angesichts des mangelnden Impfstoffs und der Termine von Beschäftigten bei Hausärzten in Frage. "Schon heute ist klar, dass weder die gewünschten Mengen noch die gewünschten Termine eingehalten werden", sagte Südwestmetall-Hauptgeschäftsführer Peer-Michael Dick der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstag). "Vor diesem Hintergrund ist eine verlässliche Betriebsplanung nicht möglich. Die Impfvorgänge nannte er "zerfleddert". Pro Woche würden voraussichtlich im Juni viel weniger Beschäftigte geimpft werden können, als die Unternehmen geplant hätten.

Betriebe könnten ihre Impfstrukturen dafür nicht aufrechterhalten, sagte Dick. "Die Ressourcen, Personal und Platz, können nicht für mehrere Wochen vorgehalten werden. Es würden zudem immer mehr Beschäftigte von den Hausärzten geimpft. Damit sinkt der Anteil der noch zu impfenden Beschäftigten", sagte Dick. Er geht davon aus, dass viele Betriebe von ihren Impfplänen Abstand nehmen, «wenn sich nicht schnell etwas ändert».

Ab dem 7. Juni sollen Betriebsärzte flächendeckend in die Impfungen einsteigen.

 

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  •   barheine
    (617 Beiträge)

    25.05.2021 15:49 Uhr
    Ob die Hausärzte wirklich viel impfen werden, bleibt abzuwarten. Ein Arzt bekommt nur 20 Euro pro durchgeführter Impfung. Eine Arztpraxis ist ja schließlich auch ein Wirtschaftsbetrieb mit laufenden Kosten und nicht das Sozialamt.
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  •   Motorhead
    (378 Beiträge)

    25.05.2021 15:56 Uhr
    Vielleicht
    wollen sie aber auch einfach nur impfen um der Pandemie Herr zu werden? Ist ja nicht jeder egoistisch unterwegs und will nur abkassieren.
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  •   bingobongo
    (553 Beiträge)

    25.05.2021 12:31 Uhr
    Ach die Automobilindustrie...
    Kann man sich die Impfinfrastruktur nicht auch noch irgendwie vom Staat bezahlen lassen? Impfkurzarbeit oder so?

    Ich arbeite in einem DAX-Konzern aus BaWü. Wir haben Infrastruktur für 7.000 Impfungen die Woche aufgebaut.

    Und NEIN, diese Infrastruktur kostet quasi nichts, denn sie steht in einer pandemiebedingt geschlossenen Kantine....Helfer sind Freiwillige und die Betriebsärzte sind ja sowieso im Dienst.

    Also bitte, werte "Metallarbeitgeber", also vorwiegend die Autoblechbieger aus dem Schwabenland und ihre Zulieferer, ihr werdet das schon hinkriegen.

    Nächstes Mal vielleicht weniger Dividende auszahlen. So long.
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  •   Dalli_Klick
    (608 Beiträge)

    25.05.2021 08:59 Uhr
    Die Realität
    sieht halt anders aus als Spahns Impfwelt. Der Minister schwebt, wie es aussieht, irgendwo weitab der Wirklichkeit auf einer Wolke, auf der es unendliche Impfstoffmengen zu geben scheint.
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  •   kommentar4711
    (3109 Beiträge)

    25.05.2021 07:48 Uhr
    Na ja....
    ... ich halte die Überschrift für irreführend. An sich würde man ja schon gerne, aber das Problem ist hier wie überall im Moment: Kein Impfstoff. Und anstatt endlich mal den jungen Vater, der am Band steht und die Wirtschaft am Laufen hält, der aber ein höheres Risiko einer schweren Erkrankung hat, zu impfen, will Spahn jetzt erst dessen Kinder impfen, deren Risiko einen schweren Verlauf zu haben, verschwindend gering ist. Tolle Logik.
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  •   UngueltigDannZuLang
    (252 Beiträge)

    25.05.2021 03:51 Uhr
    Fast haette ich nichts geschrieben
    vor allem, wenn sich Metallarbeitgeber selber leid tun.
    Hat man die en el tiempo de Corona genauso gefordert wie unsere Kinder?
    Warum ueberlassen sie es nicht einfach ihren Aerzten? Das sinnvolle und richtige?
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