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Karlsruhe KVV und Polizei kontrollieren Maskenpflicht mit dem Ziel: "Fahrgäste zu sensibilisieren"

Laut einer Pressemitteilung des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) haben die Polizei Karlsruhe und der KVV am Montagvormittag in der Fächerstadt eine weitere Schwerpunktkontrolle zur Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr durchgeführt. Die gemeinsame Aktion war Teil einer deutschlandweiten Aktionswoche, bei der Polizei und Ordnungsbehörden die Einhaltung der Maskenpflicht an belebten Orten und im öffentlichen Raum kontrollieren.

Angesichts der weiter hohen Corona-Infektionszahlen hatten sich Bund und Länder vergangene Woche darauf verständigt, die Maskenkontrollen in Fußgängerzonen, im Einzelhandel, der Gastronomie oder auch im öffentlichen Nahverkehr zu verstärken.

Fokus Fußgängerzone und Haltestellen

Bei der Kontrolle in Karlsruhe, die sich vor allem auf die Fußgängerzone im Innenstadtbereich inklusive den Haltestellen-Bereichen konzentrierte, setzte die Polizei rund ein Dutzend uniformierte Beamte ein. "Wir führen diese Kontrollen mit hohem Personaleinsatz nun schon seit einigen Wochen durch", erklärt die Karlsruher Polizeipräsidentin Caren Denner.

"Auch wenn sich der Großteil der Bevölkerung vorbildlich an die Maskenpflicht hält, ist einigen Bürgern der Ernst der Lage leider immer noch nicht bewusst. Deshalb sind diese Kontrollen notwendig. Mit unserer Präsenz wollen wir dazu beitragen, dass die Maskenpflicht konsequent von allen Menschen eingehalten wird und so die Infektionszahlen hoffentlich schon bald wieder zurückgehen", wird Denner in der Pressemitteilung zitiert.

Einsatz gegen "Maskenmuffel" im ÖPNV: Polizei und Karlsruher Verkehrsverbund kontrollierten im Rahmen einer gemeinsamen Schwerpunktaktion die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und an Haltestellen
Einsatz gegen "Maskenmuffel" im ÖPNV: Polizei und Karlsruher Verkehrsverbund kontrollierten im Rahmen einer gemeinsamen Schwerpunktaktion die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und an Haltestellen | Bild: Nicolas Lutterbach/KVV

Mit der neuen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 1. Dezember besteht eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum überall dort, wo mehrere Personen zusammentreffen und der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die Festlegung der Orte und der zeitlichen Beschränkung erfolgt durch Städte und Gemeinden.

Verstöße kosten bis 250 Euro

Mit bis zu 250 Euro können Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet werden. Der KVV unterstützte heute die Polizei bei der vierstündigen Kontrollaktion mit seinen Fahrausweisprüfern und legte den Fokus dabei auf die Durchsetzung der Maskenpflicht in den Stadt- und Trambahnen auf den Streckenabschnitten zwischen Durlacher Tor, Europaplatz und Hauptbahnhof.

KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon.
KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon. | Bild: Melissa Betsch

"Die allermeisten Fahrgäste verhalten sich solidarisch und verantwortungsvoll und tragen eine Maske. Das haben bereits die vorgegangenen Kontrollaktionen der vergangenen Wochen gezeigt", betont KVV-Geschäftsführer Alexander Pischon. Weiter meint er: "Wir wollten mit dieser Kontrollaktion aber die fünf Prozent der Fahrgäste sensibilisieren, die leider nicht konsequent die Maskenpflicht befolgen. Denn wir wollen, dass sich alle unsere Fahrgäste sicher fühlen und gut und gesund durch die nächsten Wochen kommen.

Die Maskenpflicht im ÖPNV wird im KVV-Verbundgebiet auch von den Fahrausweisprüfern des KVV kontrolliert. Seit dem 23. Oktober ahndet der KVV Verstöße gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen mit einer Vertragsstrafe von bis zu 100 Euro und hatte hierfür seine Beförderungsbedingungen angepasst. Zusammen mit der Polizei und den örtlichen Polizeibehörden hatte der KVV in den vergangenen Wochen zudem zahlreiche gemeinsame Schwerpunktkontrollen zur Maskenpflicht durchgeführt.

Polizei zieht zufriedene Bilanz

Nach Ende der Schwerpunktaktion am Montag mit dem KVV zog die Polizei eine positive Bilanz: Insgesamt kontrollierte die Beamten rund 2.160 Personen. Dabei wurden 52 Verstöße gegen die Maskentragepflicht festgestellt, von denen 9 Verstöße zur Anzeige gebracht wurden. Darüber hinaus wurden in 38 Fällen Ermittlungsverfahren wegen Erschleichens von Leistungen eingeleitet. Gegen drei Personen mussten Platzverweise ausgesprochen werden.

Auch in den kommenden Tagen und Wochen wird die Polizei in Karlsruhe aber auch in anderen Städten im Landkreis ihre Kontrollen fortsetzen. Gleichzeitig appelliert sie auch an die Menschen, ihren persönlichen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu leisten: "Ohne Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger geht es in einer freien Gesellschaft nicht. Nur so können wir gemeinsam diese Herausforderung in den nächsten Wochen und Monaten meistern", erklärt Polizeipräsidentin Denner

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  •   Mondgesicht
    (2532 Beiträge)

    10.12.2020 17:22 Uhr
    Scheinbare Sicherheit
    Also, Maskenpflicht in der Bahn, schön und gut. Aber selbst die glühendsten Anhänger der Masken werden zugeben, dass die sogenannten Alltagsmasken keinen umfänglichen Schutz bieten. Bestenfalls bieten sie einen beschränkten Schutz, vielleicht auch nur minimalen.

    Das wahre Problem sind doch die vollen Bahnen. Und die werden akzeptiert. Ich habe schon einige volle Bahnen vorbeifahren sehen, in denen die Leute dicht an dicht sitzen und stehen. Das ist ein Infektionsherd, selbst wenn die Leute brav maskiert sind. Aber keiner in der Politik will das wahrhaben. Stattdessen bekommen wir ständige Mahnungen und besserwisserische Erziehungssprüche zu hören.
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  •   Kransruhe
    (36 Beiträge)

    08.12.2020 12:09 Uhr
    Es reicht mit dem Ermahnen
    Wir haben die Situation jetzt lang genug, dass niemand sich mehr mit Unwissen rausreden kann.
    Verstöße (inklusive Nase frei) sollten direkt mit der Höchststrafe geahndet werden. Kein "dududu" mehr, das bringt nichts, wenn die Leute mit Vorsatz unterwegs sind.
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  •   Mimik1
    (28 Beiträge)

    09.12.2020 11:53 Uhr
    Es reicht mit dem Ermahnen
    Am besten sofort eine Kugel in Kopf. Aus der Bahn raus. An die Wand und abdrücken wie die Nazis das gemacht haben.
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  •   tom1966
    (1079 Beiträge)

    10.12.2020 12:41 Uhr
    Vorsatz
    Wer vorsätzlich ohne Maske im ÖPNV unterwegs ist, warum sollte der nicht -sagen wir mal - 1000€ zahlen? Manche lernen es sonst nie!

    Und von "Kugel in den Kopf" oder vergleichbarem hat hier niemand gesprochen, es geht um Geldstrafen!
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  •   Kransruhe
    (36 Beiträge)

    09.12.2020 11:55 Uhr
    ...
    Der Vergleich hinkt wie Goebbels.
    Fühlen Sie sich bereits wie Sophie Scholl?
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  •   jsk
    (31 Beiträge)

    08.12.2020 10:41 Uhr
    Nase frei
    Das Problem im ÖPNV sind nicht Personen ohne Maske. Das ist wirklich nur eine kleine Minderheit, sondern die durchaus zahlreichen Mitbürger, die ihre Maske auf Halbmast tragen. Der Mensch atmet gewöhnlich durch die Nase aus und auch wieder ein. Liegt diese an der frischen Luft ist die Maske ohne Wirkung, und das Ganze ist mit dem Nichttragen einer Maske gleichzusetzen. Das wird aber weiterhin von den Behörden nur als Kavaliersdelikt angesehen und mit einer Ermahnung bedacht.
    Entert eine Kontrolle den Zug dann wird die Maske kurz über die Nase gezogen und nach dem Aussteigen der Kontrolle wandert die Maske wieder nach unten. Das ist auch der Grund dafür, dass bei Kontrollen nur wenige Maskenverstöße beobachtet werden.
    Die Nasenbären unter unseren Mitbürgern würde ich weitestgehend als uneinsichtig einstufen. Das ist kein versehentliches Falschtragen der Maske sondern Absicht. Insofern wird sich mit Ermahnungen an dem Problem auch nichts ändern.
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  •   ALFPFIN
    (7552 Beiträge)

    08.12.2020 11:29 Uhr
    Das habe ich auch schon beobachtet
    Und dann gibt es noch die Nasenbären, die unbedingt, sobald sie in der Bahn sind, etwas trinken müssen. Das war zwar schon immer so. Es gibt Fahrgäste, die befürchten, wenn sie vom Mühlburger Tor ohne zu trinken zum Durlacher Tor fahren, am Durlacher Tor halb verdurstet aus der Bahn fallen. Und natürlich muss man unbedingt etwas essen in der Bahn. Gerne zieht man die Maske dann nicht mehr über die Nase.
    Teilweise gedankenlos, ich würde aber sagen eher verantwortungslos in Corona Zeiten.
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  •   barheine
    (498 Beiträge)

    08.12.2020 10:39 Uhr
    Ich hörte von Verkehrsbetrieben, die die Klimaanlagen ihrer Fahrzeuge mit UV-Strahlern nachrüsten. Darüber sollte man auch beim KVV einmal nachdenken, auch um künftigen Grippewellen vorzubeugen.
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  •   tom1966
    (1079 Beiträge)

    10.12.2020 12:37 Uhr
    UV-Strahler Im ÖPNV
    Wenn die Luft beim Durchströmen der Klimaanlage mittels UV-Strahklen sterilisiert wird - gut. Aber dann wäre ein hoher Luftdurchsatz nötig und eine Bestrahlung des Innenraumes einer StraBa mit UV-Strahlen ist nicht sinnvoll, da die Intensität der Strahlung, die notwendig ist, um Viren zu töten, auch für Menschen gefährlich ist.
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  •   quicksilver
    (82 Beiträge)

    08.12.2020 14:13 Uhr
    dann...
    aber bitte nicht jammern wenn die ticketpreise noch weiter steigen... die Wirkung von UV Strahlern ist ohnehin anzuzweifeln wenn alle hundert meter alle Türen geöffnet werden... in permanent geschlossenen räumen könnte dies evtl. Wirkung entfalten.. aber nicht in bus und bahn
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