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Stuttgart Kretschmann: Nicht überhastet öffnen und wieder schließen

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat seinen Vorstoß für eine stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns mit Hilfe von Schnelltests verteidigt. Zugleich warnte er in einem Interview mit dem "Reutlinger General-Anzeiger" (Samstag) vor zu hohen Erwartungen und übereilten Lockerungen.

"Generell kommen wir jetzt in eine neue Phase. Wir haben erstens genügend Schnelltests auf dem Markt und zweitens sind nun endlich auch Schnelltests zur Selbstanwendung zugelassen. Das muss Auswirkungen auf die Öffnungsstrategie haben", erklärte der Grüne in der Zeitung. "Wir bekommen neue Optionen, wenn nächste Schritte zur Öffnung von Schnelltests begleitet werden, in manchen Bereichen wird unter Umständen auch ein Freitesten möglich sein." Darüber müsse man am kommenden Mittwoch mit Kanzlerin Angela Merkel und den anderen Ministerpräsidenten reden.

Kretschmann sagte aber auch: "Ich mahne jedoch weiterhin zu großer Vorsicht - die Zahl der Neuinfektionen, die Belegung der Krankenhausbetten dürfen wir nicht außer Acht lassen. Es wäre niemand damit geholfen, wenn wir überhastet öffnen und wir müssten in wenigen Wochen wieder zumachen." Das Staatsministerium hatte am Donnerstag in einem Impulspapier für die Bund-Länder-Beratungen vorgeschlagen, Geschäfte, Restaurants und Museen schrittweise mit Hilfe von Schnelltests wieder schrittweise zu öffnen.

"Alle sollen sich testen lassen können"

Der Regierungschef widersprach dem Argument, die Teststrukturen seien für eine Öffnung gar nicht da, da nur zehn Prozent der Apotheken im Land Tests anbieten wollten. "Die Beteiligung von zehn Prozent der Apotheken ist nur eine Momentaufnahme", sagte Kretschmann. "Außerdem kann man Schnelltests auch bei Hausärzten machen lassen oder in den vorhandenen Teststellen. Zudem können die Kommunen Teststrukturen, ob Zentren oder mobile Teams, in Eigenregie organisieren."

Er fügte hinzu: "Alle sollen sich testen lassen können. Wobei wir uns auf besonders exponierte Gruppen konzentrieren sollten wie Menschen mit vielen Kontakten, wie etwa Busfahrer oder Verkäufer und Menschen, die zu Hause Angehörige pflegen. Aber auch wenn man die Oma besuchen will, ist ein Test sinnvoll."

© dpa-infocom, dpa:210226-99-612428/2

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  •   max
    (271 Beiträge)

    28.02.2021 16:34 Uhr
    Auch als MP
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Mondgesicht
    (2574 Beiträge)

    28.02.2021 09:07 Uhr
    Wieso eigentlich
    wäre es so schlimm, wenn man etwas öffnen müsste und schlimmstenfalls (dazu muss es doch gar nicht kommen!) nach einigen Wochen zu schließen? Ich denke, ein Einzelhändler würde gerne JETZT mal seine Ware verkaufen. Und dann sehen wir weiter. Ich kann doch so einen schwerwiegenden Eingriff nicht immer mit diffusen Ängsten begründen und deswegen alles auf ewig geschlossen halten.
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  •   kritiker_2014
    (756 Beiträge)

    27.02.2021 14:42 Uhr
    Wie hätten wir's denn gern Herr Kretschmann?
    Mal hü,mal hot. Immer sein Fähnchen in den Wind halten.
    Bissl wenig als MP.
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  •   Garrincha
    (752 Beiträge)

    27.02.2021 15:50 Uhr
    wie kann man nur so einen Blödsinn schreiben
    ihnen geht es nicht um die Sache sondern nur um Hetze gegen den MP
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  •   kritiker_2014
    (756 Beiträge)

    28.02.2021 01:11 Uhr
    Hetze gegen den MP?
    Wo steht dort was von Hetze?
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  •   80er
    (5973 Beiträge)

    27.02.2021 16:59 Uhr
    Stimmt....
    ...immer nur meckern und ansonsten nichts zur Lösung der Krise beitragen.
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  •   Prof_Arogora
    (86 Beiträge)

    28.02.2021 04:25 Uhr
    Was trägst du zur Lösung bei?
    Unsere Politiker haben 2020 über 80 Mio € für Berater in Coronasachen ausgegeben. Da kann man schon ein wenig mehr als Wahlkampffloskeln erwarten
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