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Stuttgart Eine Pflegekraft auf zwei oder drei Patienten: Krankenhausverband will Aussetzen von Personaluntergrenzen

Die Personaluntergrenzen für die Intensivpflege sind aus Sicht der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft bei weiter steigender Zahl von Corona-Fällen nicht mehr haltbar. "Die Kliniken brauchen in der Pandemie mehr Flexibilität beim Personaleinsatz", betonte der Vorstandsvorsitzende der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), Heiner Scheffold, am Mittwoch. Wenn Kliniken, von denen viele rote Zahlen schreiben, die Vorgaben unterschreiten, drohen ihnen laut BWKG empfindliche Strafen. Die Vorgaben müssten ausgesetzt werden. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Forderung, die zu weiterer Arbeitsverdichtung führe. Die Verdi-Gesundheitsexpertin Irene Gölz sagte: "Wer fordert, die Personaluntergrenzen auszusetzen, ohne eine Entlastung zu schaffen, versucht die Probleme auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen."

Nach den Mindestvorgaben kümmert sich in der Intensivmedizin und pädiatrischen Intensivmedizin in der Tagschicht eine Pflegekraft um zwei Patienten, in der Nachtschicht um drei.

Diese Personaluntergrenzen sollten lediglich eine gefährliche Versorgung verhindern, erläuterte Gölz. Ein wirklich entlastendes Konzept, orientiert am Pflegebedarf der Patienten, von Verdi, Deutschem Pflegerat und der Deutschen Krankenhausgesellschaft liege dem geschäftsführenden Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) seit Anfang 2020 vor, ohne dass er darauf reagiert habe.

 

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