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Karlsruhe Mundschutz beim Einkaufen: Sinnvoll, aber vorerst keine Pflicht

Österreich hat am Montag eine Mundschutz-Pflicht beim Einkaufen angekündigt: Die Verbreitung des Corona-Virus soll damit eingeschränkt werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält das Tragen eines Mundschutzes zwar für sinnvoll, will es aber nicht zur Pflicht machen.

In Österreich soll voraussichtlich ab Mittwoch ein Mundschutz bei Einkäufen zur Pflicht werden. Ähnliche Pläne für Deutschland gebe es nicht, gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagabend zu verstehen. Ein Mundschutz könne sinnvoll sein, um andere Menschen nicht anzustecken. Er könne aber auch leicht ein falsches Gefühl der eigenen Sicherheit vermitteln, warnte der Regierungssprecher.

Jena und Nordhausen wollen Maskenpflicht

Unabhängig vom Bundeskurs will Jena als erste deutsche Stadt eine Mundschutz-Pflicht erlassen. Die Universitätsstadt Jena mit ihren rund 110.000 Einwohnern gilt in Thüringen als ein Brennpunkt bei der Ausbreitung der Lungenkrankheit und hat inzwischen mehr als 100 bestätigte Infektionen.

In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden.
In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden. | Bild: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Maskenpflicht solle schrittweise umgesetzt werden. Es gehe nicht um den Eigenschutz, sondern den Schutz anderer wie Verkäufer, Busfahrer und Pfleger. Nach Jena kündigte auch der thüringische Landkreis Nordhausen eine entsprechende Verfügung an.

Schutzmasken-Knappheit nicht verstärken

Die Landesregierung bestätigt am Dienstag die Bundeslinie: Es sei keine Lockerung von Maßnahmen, aber auch keine Verschärfung wie das Tragen eines Mundschutz geplant.

Die Schutzmasken sollen derzeit vor allem dem medizinischen Bereich vorgehalten werden. Man will keine zusätzliche Knappheit der hochwertigen Schutzmittel erzeugen, heißt es am Dienstag von Seiten der Landesregierung.

Selbstgenähte Schutzmasken sind sinnvoll

Das Tragen von einfachen Schutzmasken aus Stoff sei allerdings sinnvoll und empfehlenswert. "Wenn Sie selbst genähte Masken oder ähnliches haben, ist dies kein Schaden, sich diese auch umzubinden", so Gesundheitsminister Manfred Lucha. 

Man geht derzeit davon aus, dass die Corona-Viren durch Tröpfcheninfektion übertragen werden - ein Spuckschutz ist daher durchaus sinnvoll. "Er schützt sie nicht von einer eigenen Infektion, aber sie stoßen bis zu 30 Prozent weniger Tröpfchen aus", so Lucha. Damit schütze man sein Umfeld vor eine Infektion, sollte man selbst infiziert sein.

Abstand halten weiterhin wichtig(er)

Wichtig(er) ist weiterhin, die geltenden Maßnahmen einzuhalten, also höchstens zu zweit oder in der Familie unterwegs zu sein und mindestens 1,5 Meter Abstand von seinen Mitmenschen zu wahren. 

Eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz will die Regierung "auf absehbare Zeit" nicht erlassen, heißt es am Dienstag. Zu diesem Punkt und zu aktuellen Sachlage will man sich am Mittwoch in einer gemeinsamen Bund-Länder-Konferenz mit der Bundeskanzlerin besprechen.

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

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  •   andip
    (10381 Beiträge)

    01.04.2020 12:00 Uhr
    Dann muss man
    aber sehr dicht, praktisch von Gesicht zu Gesicht, jemanden gegenüber stehen.
    Eine so feuchte Aussprache, dass der Speichel weit fliegt, hat keiner.
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  •   sidamos
    (28 Beiträge)

    01.04.2020 12:51 Uhr
    Speichel
    Jeder hat eine feuchte Aussprache. Bei Webasto wurde einer von jemanden infiziert, der ihn nur kurz was gefragt hat.
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  •   sidamos
    (28 Beiträge)

    31.03.2020 19:11 Uhr
    RKI und WHO
    Gerade diese beiden Organisationen haben sich bei der Corona-Krise nicht hervorgetan durch Wissen.
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  •   Route66
    (2467 Beiträge)

    31.03.2020 19:23 Uhr
    Aha
    Wer dann?
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  •   sidamos
    (28 Beiträge)

    01.04.2020 07:57 Uhr
    Experten
    Wenn man sich mit gesundem Menschenverstand über das Geschehen in anderen Ländern informiert, dann weiß man mehr, als das RKI einem sagt. Die WHO hat übrigens anfangs behauptet, das Virus könne gar nicht übertragen werden von Mensch zu Mensch.
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  •   Avatar
    (816 Beiträge)

    01.04.2020 13:35 Uhr
    Ach was
    Wirklich? Hier hätte ich gerne die Quelle. Danke.
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  •   Kommentar
    (34 Beiträge)

    01.04.2020 22:11 Uhr
    Ausnahmsweise: Bitte
    https://twitter.com/WHO/status/1217043229427761152

    In dem Zusammenhang auch interessant:

    https://www.bizpacreview.com/2020/03/20/taiwan-says-it-warned-who-about-coronavirus-in-december-but-its-warnings-were-ignored-899526

    (Der Link zur Financial Times ist hinter einer Bezahlschranke, daher habe ich diese Quelle genommen.)
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  •   Avatar
    (816 Beiträge)

    31.03.2020 16:11 Uhr
    @andip
    Da kannst Du schon Recht haben. Wenn ich allerdings einkaufen gehe, stelle ich fest dass manche Zeitgenossen immer noch schön eng an einem vorbeilatschen (Gang ist breit genug).
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  •   silberahorn
    (10321 Beiträge)

    31.03.2020 16:21 Uhr
    Mein Heuschnupfen
    lässt mich oft niesen. Ich will keinen damit erschrecken, obwohl das gewiss keine Symptome der Corona sind.
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  •   olafb
    (307 Beiträge)

    31.03.2020 18:41 Uhr
    Niesen
    wg. Heuschnupfen war bei mir früher auch. Nehme jetzt extra Antiheuschnupfentabletten damit ich nicht mehr niese. Wenn heuzutage einer husten muss, wird er ja gleich als möglicher Corona Virenträger angesehen und behandelt.
    Mußte im Büro mal niesen und daraufhin die Kommentare ertragen.
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