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Karlsruhe Per 3D-Druck gegen das Corona-Virus: KIT und Hochschule Karlsruhe arbeiten an gemeinsamen Projekt

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat mit einem gemeinsamen Projekt mit der Hochschule Karlsruhe rund 300 Visiere per 3-D-Drucker im Kampf gegen das Corona-Virus hergestellt. Bereit gestellt werden sie für die Karlsruher ViDia-Kliniken. Zudem wurden mehrere Kartons mit Atemmasken, Handschuhen und Schutzkitteln an die Branddirektion der Stadt Karlsruhe zur Weiterverteilung geliefert. Das gibt das KIT in einer Pressemitteilung bekannt.

Weiterhin hat ein chinesisches Partnerinstitut zugesagt, dem KIT 20.000 Atemschutzmasken schenken zu wollen, die dann an das Städtische Klinikum und weitere Einrichtungen der Stadt gehen sollen. "Am KIT sehen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung nicht nur in unseren Aufgaben in Forschung und Lehre. Wir sind fest in der Region Karlsruhe verwurzelt und es steht außer Frage, dass wir zur Bewältigung der Corona-Krise hier vor Ort unseren Beitrag leisten wollen", sagt der Präsident des KIT, Holger Hanselka.

Kurzfristig gründeten das Institut für Produktionstechnik (wbk) und das Institut für Produktentwicklung (IPEK) des KIT zusammen mit der Hochschule Karlsruhe einen "Produktionsverbund", der die ViDia Kliniken in der Ausstattung mit Visieren aus dem 3-D-Drucker unterstützt. Gemeinsam haben die Partner laut KIT nach einer Online-Vorlage ein Herstellungsverfahren für 3-D-Drucker entwickelt, die normalerweise im Prototypenbau und zu Forschungszwecken im Bereich der additiven Fertigung eingesetzt werden.

Drei Stunden pro Visier

Die Visiere werden mit etwa 30 Druckern gefertigt - die Druckdauer liegt laut KIT im Moment bei drei Stunden pro Stück. Darüber hinaus konnte das wbk 140 Visiere an das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Karlsruhe, ausliefern, welches damit seine 80 Notfallhilfen ausstatten möchte.

Eine weitere Gruppe um Mitarbeiter des Forschungszentrums Informatik (FZI), eines Innovationspartners des KIT, hat gemeinsam mit dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) insgesamt 275 Visiere an das Städtische Klinikum geliefert. 

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  •   heikoka
    (320 Beiträge)

    15.04.2020 07:52 Uhr
    3D Druck hype
    .. ist ja schön, daß sich so viele engagieren ..
    Aber einmal eine vernünftige Maschine eingerichtet und die haut Tausende pro Tag raus ...
    Deutschland das Land der Maschinenbauer ???
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