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Karlsruhe Keine Maske, kein Einlass? So wird in Karlsruhe die Corona-Verordnung kontrolliert

Seit Montag, 27. April, gilt in Baden-Württemberg die Maskenpflicht: Wer einkaufen oder mit Bus und Bahn fahren will, muss dann zum Schutz gegen das Corona-Virus Mund und Nase bedecken. Doch wie wird die neue Verordnung in den einzelnen Bereichen konkret umgesetzt und kontrolliert? Und was passiert, wenn man sich nicht an die Maskenpflicht hält?

Am vergangenen Dienstag hat es Ministerpräsident Winfried Kretschmann angekündigt, seit Donnerstag regelt es die Corona-Verordnung offiziell: Bürger des Landes müssen in einigen öffentlichen Bereichen einen Mundschutz tragen. Konkret gilt die Regel für alle Personen, die älter sind als sechs Jahre, für

  • den ÖPNV, beispielsweise in Bussen und Bahnen sowie an den Haltestellen,
  • Fahrten im Gelegenheitsverkehr, etwa Taxifahrten oder privat organisierten Fahrgemeinschaften, zum Beispiel zwischen Wohn- und Arbeitsstätte,
  • Läden und Einkaufszentren.

Nur wenn Mund und Nase aufgrund medizinischer oder anderer zwingender Gründe - etwa einer Behinderung - nicht bedeckt werden können oder wenn andere Schutzmaßnahmen wie Plexiglasscheiben vorhanden sind, muss keine Maske getragen werden. Aber wie soll das kontrolliert werden?

Keine Maske, kein Einlass - "da bleiben wir knallhart"

Keine Ausnahmen gibt es bei Uwe Wagner. Er ist Türsteher vor einem Supermarkt in Karlsruhe Knielingen und passt auf, dass alle Kunden sich an die Corona-Regeln halten. "Ab Montag kommt man bei uns nur noch mit Maske oder allerhöchstens einem Schal um dem Kopf in den Laden", erklärt er auf Nachfrage von ka-news.de.

Türsteher Uwe Wagner | Bild: Hammer Photographie

Genau kontrollieren, ob jeder auch während des Einkaufs im Laden die Maske aufbehält, können er und seine Kollegen allerdings nicht. "Wir laufen zwar auch jetzt immer mal wieder unsere Runden durch den Markt, aber alles sehen auch wir leider nicht", sagt Wagner.

Hier seien die Mitarbeiter des Supermarktes gefragt. "Die weisen den- oder diejenigen dann darauf hin, die Maske bitte aufzubehalten." Wer sich daran immer noch nicht hält, fliegt hinaus. "Da bleiben wir knallhart", so der Türsteher.

Bahnfahren auch ohne Maske möglich - vorerst

Weniger knallhart wird der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) die Mundschutz-Anordnung überwachen. "Wir werden die Verordnung nicht kontrollieren, dazu haben wir einfach keine Kapazitäten", so ein Sprecher des Verkehrsverbundes auf Nachfrage von ka-news.de.

In Sachsen gilt bereits im Kampf gegen Corona-Pandemie eine Maskenpflicht in Bus und Bahn.
Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Grundsätzlich gelte immer noch ein Beförderungsrecht für alle Bürger - heißt also: Wer keine Maske trägt, darf trotzdem erst einmal weiter mit der Bahn fahren. "Wir finden die Maskenpflicht dennoch natürlich sinnvoll und unternehmen mit Durchsagen in Bus und Bahn, Aushängen an den Bahnsteigen und Informationen in den sozialen Medien und unserer Internetseite alles, um die Menschen darüber zu informieren", so der KVV-Sprecher.

"Unsere Kontrollen zielen auf die Aufklärung der Bürger ab"

Präsent sein wollen ab Montag die Mitarbeiter des Karlsruher Ordnungsamtes umso mehr. Sie wollen die Einhaltung der Maskenpflicht vor allem an Bahnsteigen und Haltestellen, aber ebenso an Einkaufszentren und größeren Geschäften kontrollieren, erklärt Björn Weiße, Leiter des Ordnungs- und Bürgeramtes (OA), im Gespräch mit ka-news.de.

Ordnungsamt-Leiter Björn Weiße im Gespräch mit ka-news.de-Redakteurin Melissa Betsch im November. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Eine Ordnungswidrigkeit begeht, wer Mund und Nase nicht bedeckt und erwischt wird, aber noch nicht: "In einer einwöchigen Übergangsphase sind keine Strafen vorgesehen, damit sich alle auf die neue Praxis einstellen können", schreibt das Land Baden-Württemberg in seinen häufigsten Fragen zur Maskenpflicht auf seiner Internetseite.

Ein Bußgeld wird damit erst ab Montag, 4. Mai, fällig - 15 bis 30 Euro soll der Verstoß dann kosten. Für das Ordnungsamt Karlsruhe steht das Verhängen von Bußgeldern nach Aussage Björn Weißes aber nicht im Vordergrund: "Unsere Kontrollen zielen auf die Aufklärung der Bürger ab, nicht auf deren Bestrafung", sagt der OA-Leiter gegenüber ka-news.de.

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

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  •   Schillerlocke
    (228 Beiträge)

    28.04.2020 19:50 Uhr
    So schlimm finde ich die Atemschutzpflicht in öffentlichem Raum nicht
    Auf jeden Fall besser als überall angehustet, vollgerotzt oder angeschnauft zu werden.

    Wie man sich dagegen so vehement wehren kann ist mir komplett unverständlich.
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  •   Vika
    (233 Beiträge)

    28.04.2020 20:14 Uhr
    Ja
    Meine worte
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  •   mein-senf
    (987 Beiträge)

    28.04.2020 07:48 Uhr
    jetzt bekommen
    diese ganzen Kleingeister / unteren Chargen , wie Menschen welche durch Uniformen, Ämter, Ausweise , oder sonstig vermeindlich Wichtiges , meinen Macht ausüber zu müssen, oder sich Respekt verschaffen zu meinen, wie z.B. die Kotler, Übermacht ... Es bleibt die Hoffnung , bzw. man muss ganz Wachsam sein, dass sich nach dieser unsäglichen Seuche , derlei Auswüchse wieder ganz schnell zurück bilden , bzw. diese Menschen / Chargen wieder eingebremst / eingenordet werden .....

    Bleibt X&
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  •   BMWFahrer
    (280 Beiträge)

    28.04.2020 18:22 Uhr
    Der Blockwart
    hat nur darauf gewartet,
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  •   Dalli_Klick
    (476 Beiträge)

    28.04.2020 18:36 Uhr
    Blockwart
    Ein Beruf mit Zukunft.
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  • unbekannt
    (906 Beiträge)

    28.04.2020 14:51 Uhr
    Hilfe....
    bekommen Sie unter anderem bei der Telefonseelsorge. Ihrem Beitrag nach benötigen Sie dringend Unterstützung....
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  •   FloadRithle
    (187 Beiträge)

    27.04.2020 22:39 Uhr
    Bleibt locker
    In der Landesverordnung steht nur, daß man an vordefinierten Orten einem Mund-Nasenschutz trahen muß. Keiner schreibt mir vor, wie das zu tun ist. Rein theoretisch kann ich mir den auch durch die Arschritze klemmen, oder in der offenen Hand tragen. Alles Regelkonform, solange es ein Mund- Nasenschutzist, der auch Mund und Nase bedecken kann. Leute, tragt das Teil am Knopfloch oder an der Halskette und gut ist es. Da hält es auch viel länger.
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  •   NeoTiger
    (716 Beiträge)

    28.04.2020 09:43 Uhr
    Du würdest eher eine Überraschung erleben wie wenig sich die Gerichte von deiner eigenen Auslegung von Worten in der Verordnung beeindrucken lassen. Die schauen nicht nur auf die Worte sonden auch auf die Intention dahinter, und die ist relativ offensichtlich.
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  •   Oitastisch
    (164 Beiträge)

    28.04.2020 00:46 Uhr
    Locker sehen
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Schiller
    (184 Beiträge)

    28.04.2020 12:29 Uhr
    Die Verordnung
    dürfte ohnehin kaum vor einem Verfassungsrichter standhalten...ein Schal oder Halstuch? Aha, ist das wissenschaftlich belegt? Grundrechte einschränken erfordert halt die ein oder andere Voraussetzung.
    FloadRithle hat schon Recht - alles erlaubt.

    Würde man FFP2 Masken vorschreiben und auch zur Verfügung stellen, könnte man darüber nachdenken.

    Netterweise fragt grad jemand nach: https://fragdenstaat.de/anfrage/maskenpflicht-ab-27april-2020-in-baden-wurttemberg/

    Btw. Bayern hat schon sein Verkaufsverbot gekippt..
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