1  

Karlsruhe Karlsruher Europabad öffnet frisch saniert: Neue Attraktionen und neue Corona-Regeln - was die Besucher erwartet

Ob Südseefeeling oder Vorbereitungen für eine neue Rutsche: Im Karlsruher Europabad wurde die Corona-Zeit genutzt, um den Erlebnisbereich zu sanieren. Nun öffnet das Bad, wenn auch etwas verspätet, seine Türen für Besucher. Von Personengrenzen über Maskenpflicht bis hin zu neuen Attraktionen - was Badegäste nun wissen sollten.

Ob Reifenrutsche, Strömungskanal oder Wildwasserabenteuer: Am Donnerstag, 16. Juli, eröffnet nach der Corona-Zwangspause der Erlebnisbereich des Karlsruher Europabads. Während die Saunalandschaft bereits vor knapp drei Wochen die ersten Besucher empfing, blieb das Erlebnisbad vorerst geschlossen.

Lange hatte das Europabad geschlossen. | Bild: Thomas Riedel

Der Grund für den etwas verspäteten Start: Der Corona-Stillstand wurde genutzt, um das Bad zu sanieren. "Neu gestrichen, gespachtelt, erneut gestrichen", bringt Oliver Sternagel, Geschäftsführer der Karlsruher Bäder, die Arbeiten der letzten Wochen auf den Punkt.

Bereits einen Tag nach der Schließung im März war das Wasser aus den Becken verschwunden und am Montag darauf die ersten Firmen am Werk, die an vielen Ecken und Enden des Erlebnisbereiches ihre Arbeit aufnahmen. Welche Neuerungen erwarten die Badegäste?

Neue Stehrutsche eröffnet im Herbst

Wo zuvor grauer Beton zu sehen war, kommt nun Strandfeeling auf: Die Wände des Schwimmerbeckens und der Erlebniswelt sind nun farbenfroh gestrichen. Während auf der einen Seite mit Palmen und Muscheln die Südsee ruft, zieren vis-à-vis Silhouetten von Sportlern den Wandbereich.

Eröffnung Europabad. | Bild: Thomas Riedel

Der Erlebnisbereich wächst - eine neue Rutsche soll entstehen. Die Vorarbeiten wurden in den vergangenen Wochen bereits begonnen. So ist das Loch für den Rutscheingang bereits gesägt, vorerst allerdings noch mit Brettern verrammelt.

Die neue Attraktion ist ungewöhnlich - eine sogenannte "Stehrutsche". Es ist eine Art Kanal mit Handläufen. Die Besucher starten im Stehen und kommen bestenfalls auch stehend unten an. Im Herbst soll die Eröffnung sein, teilen die Bäderbetriebe auf Nachfrage von ka-news.de mit. Für die bereits bestehenden Rutschen gilt nach der Wiedereröffnung: Einzelrutsch-Pflicht.

Becken unter dem Becken: Schwallwasserbehälter saniert

Neben diesen offensichtlichen Neuerungen bleiben einige der Sanierungsarbeiten für die Besucher wohl unerkannt. Darunter die wohl größte Baustelle der letzten Wochen: Unter den Schwimmbereichen des Bades befinden sich - quasi im Keller - riesige Wasserbehälter - die sogenannten Schwallwasserbecken. Sie speichern das Wasser, bevor es wieder aufbereitet wird.

"Bei den Schwallwasserbehältern mussten 11.000 Quadratmeter Fläche gestrichen werden", sagt Bäderchef Oliver Sternagel. "Das hat fast sechs Wochen gedauert!" Da im laufenden Betrieb der Wasserkreislauf nie stillsteht, sei die Zeit der Corona-Pandemie für diese aufwändigen Arbeiten prädestiniert gewesen.

Oliver Sternagel, Chef der Karlsruher Bäder. | Bild: Thomas Riedel

Dies gilt ebenfalls für den Bereich der Umkleiden. Während die Badegäste zuhause bleiben mussten, blieb genug Zeit, die rund 1.500 Spinde gründlich zu reinigen. "Jede Kleiderstange wurde einzeln poliert, stellen Sie sich einmal vor, was das für eine Arbeit ist", so Sternagel am Tag vor der Wiedereröffnung während eines Presserundgangs.

Mundschutz und Personengrenze: Was müssen die Badegäste wissen?

Die Besucherzahl im Europabad wird begrenzt sein. Das schreibt die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vor. Pro Person müssen demnach zehn Quadratmeter Liegefläche und im Schwimmerbecken zehn Quadratmeter Wasserfläche zur Verfügung stehen. Das Problem: Eine einfache Rechnung ist nicht möglich, denn die Badegäste verteilen sich nicht gleichmäßig über den gesamten Bereich.

Oliver Sternagel im Gespräch mit ka-news.de. | Bild: Thomas Riedel

Am ersten Öffnungstag werden aus diesem Grund nur 200 Personen das Europabad betreten dürfen. "Wir schauen, wir gut das funktioniert, dann setzten wir die Grenze nach oben", sagt Oliver Sternagel. Maximal könnten rund 400 Personen eingelassen werden.

Maskenpflicht im Eingangsbereich und bei den Umkleiden

Auf der Website informiert ein Ampelsystem über den aktuellen Besucherstand. Wer die Schwimmtasche packt, darf seine Gesichtsbedeckung nicht vergessen, denn im Eingangsbereich und auf dem Weg zu den Umkleiden besteht Maskenpflicht.

Auch im Bad gilt das Abstandsgebot. | Bild: Thomas Riedel

Wie sieht die Situation in den anderen Karlsruher Bädern aus? Alle vier Freibäder der Stadt - Sonnenbad, Turmbergbad, Rheinstrandbad und Freibad Rüppurr - haben bereits wieder geöffnet. Auch im Fächerbad dürfen Schwimmbegeisterte wieder ihre Bahnen ziehen. Unterdessen sind die Stadtteilhallenbäder - beispielsweise das Weiherhofbad in Durlach - noch immer geschlossen.

Der Grund: Das Personal ist knapp. Während in den Jahren zuvor viele Saisonkräfte für die Freibäder eingestellt wurden, waren die Bäderbetriebe in diesem Jahr bei der Stellenbesetzung zurückhaltend. Und so werden die Mitarbeiter der Stadtteilhallenbäder derzeit andernorts gebraucht. Bis zum Ende der Sommerferien sollen jedoch auch die letzten Karlsruher Bäder wieder öffnen.

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (1)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Senfdazu
    (348 Beiträge)

    16.07.2020 15:53 Uhr
    😎
    Die Bilder versprechen viel. Richtig schön geworden zu den vorherigen Verhältnissen. Chapeau 👍🏻.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.