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Karlsruhe Karlsruher Bürgerbüros bald wieder flächendeckend geöffnet: Diese Einschränkungen gelten

In den meisten Karlsruher Stadtteilen sind die Bürgerbüros bereits seit den vergangenen Wochen wieder normal geöffnet, die restlichen werden in nächster Zeit schließlich nachziehen. Darüber informiert die Stadt Karlsruhe in einer Presseinformation. Für die Bürger ist dennoch Geduld gefragt: Durch die hohe Nachfrage und die zusätzlichen geltenden Corona-Maßnahmen sind muss unter anderem mit längeren Wartezeiten bei Kundenanfragen gerechnet werden und Vor-Ort-Besuche sind nur nach Terminvereinbarung möglich.

Die Bürgerbüros in den Ortsverwaltungen, in Durlach und in der Kaiserallee 8 bieten bereits seit dem 8. Juni wieder einen kontrollierten Normalbetrieb an. Schon eine Woche vorher, am 25. Mai, startete das Servicezentrum Auto & Verkehr in der Steinhäuserstraße 22. Als letztes kehrt das Bürgerbüro Ost in der Karlsruher Straße 23 ab dem 1. Juli in seinen Betrieb zurück.

Dann stehen die persönlichen Anlaufstellen des Bürgerservices den Karlsruherinnen und Karlsruhern wieder flächendeckend zur Verfügung.

Vorherige Terminvereinbarung notwendig

Das Ordnungs- und Bürgeramt (OA), das die Servicestellen betreibt, weist in diesem Zusammenhang nochmals darauf hin, dass aufgrund der Corona-Verordnung in allen öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr darauf geachtet werden muss, dass sich weder Warteschlangen noch Personengruppen bilden und die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Deswegen können persönliche Besuche der Bürgerbüros und des Servicezentrums Auto & Verkehr nur nach vorheriger Terminvereinbarung stattfinden. Dies schränkt die Leistungsfähigkeit der Bürgerbüros ein. Laut OA kann etwa das größte Bürgerbüro der Stadt in der Kaiserallee 8, das sonst üblicherweise täglich 250 Kundenvorsprachen verbucht, derzeit nur etwa 200 Termine pro Tag anbieten.

Demgegenüber steht eine hohe Anzahl nicht bearbeiteter Kundenanliegen aus der Corona-Phase: Auch wenn während des Basisbetriebs alleine in den beiden großen Einrichtungen in der Kaiserallee 8 und der Steinhäuserstraße 22 über 15.600 Kunden bedient wurden, konnten damit bei weitem nicht alle Anliegen erledigt werden. "Viele verzichteten während der Corona-Phase etwa auf den Besuch eines Bürgerbüros und wollen diesen nun nachholen. Auch die bevorstehende Urlaubszeit und die Tatsache, dass Reisen nun wieder möglich sind, bringen ein erhöhtes Aufkommen mit sich", so die Stadt.

Täglich bis zu mehr als 8.000 Anrufe

Im Juli rechnet die Stadtverwaltung zudem mit steigenden Zulassungszahlen im Kfz-Bereich als Auswirkung des ab dann geltenden reduzierten Mehrwertsteuersatzes.

Die Bürgerbüros sind derzeit somit durch die geltenden Hygienevorgaben in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, sehen sich aber einer Nachfrage gegenüber, die deutlich über das übliche Maß hinausgeht. Dies wirkt sich auch auf die Erreichbarkeit der 115 aus. Gerade in den letzten Wochen erreichten die Verwaltung über verschiedene städtische Rufnummern einschließlich der Behördennummer 115 mehr als 8.000 Anrufe täglich.

In Spitzenzeiten gingen innerhalb von 15 Minuten weit mehr als 300 Anrufversuche ein. Demgegenüber kann das 115-Team nur etwa 1.000 bis 1.200 Anrufe pro Tag entgegen nehmen. Stadt arbeitet an Verbesserungen der Leistungsfähigkeit Das OA hat bereits personelle und organisatorische Maßnahmen eingeleitet, um den telefonischen Service zu verbessern.

In der kommenden Woche wird ein Sprachdialogsystem eingeführt, das in der Anruferlenkung hilft. "Zudem werden Kollegen aus anderen Bereichen der Stadtverwaltung, aber auch Werkstudierende das Team der 115 unterstützen", heißt es weiter.

In Sachen Bürgerbüro arbeitet das OA daran, deren Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern geht aber davon aus, dass die Bürger dennoch auch in Zukunft mit Einschränkungen im Bürgerservice rechnen müssen.

Digitale Angebote für Kommunen entwickeln

Eine Lösung bestünde laut OA in digitalen Angeboten, die das Land, der Bund oder das Rechenzentrum bereitstellen müssten. Derzeit ist es aufgrund gesetzlicher oder technischer Rahmenbedingungen noch immer so, dass für die meisten Produkte der persönliche Besuch eines Bürgerbüros notwendig ist. "Um aus dieser Schieflage zu kommen, wird sich Oberbürgermeister Frank Mentrup beim Land dafür einsetzen, schnellstmöglich digitale Angebote für die Kommunen zu entwickeln", informiert die Stadt abschließend.

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