Karlsruhe "Sind gerüstet": Karlsruher Bäder bereiten Wiedereröffnung vor - Datum weiter unbekannt

Am 9. Mai hat Karlsruhe die Freibadsaison eingeläutet - zumindest auf dem Kalenderblatt, denn noch dürfen die Bäder aufgrund der Corona-Pandemie nicht öffnen. Das offizielle Go der Landesregierung steht weiter aus. Um für den Tag X gerüstet zu sein, arbeiten die Karlsruher Bäder aber nun Pandemiepläne aus.

Geschäfte, Spielplätze, Gastronomie - nach und nach kehrt das öffentliche Leben aus dem Corona-Shutdown in die Normalität zurück. Nur die Schwimmbäder müssen erst einmal weiter auf die erlösende Genehmigung des Landes warten. 

Ab Pfingsten dürfen nur Schwimmkurse stattfinden

Wann diese kommen wird, ist derzeit noch ungewiss. Am 6. Mai legte Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen Stufenplan offen, welche Bereiche des öffentlichen Lebens wann wieder hochfahren dürfen. Unter die Kategorie "Derzeit nicht abschätzbar" fallen dabei neben Saunen und Wellnessbereiche unter anderem auch Spaß- und Freizeitbäder.

Lediglich für Schwimmkurse und -unterricht sollen die Bäder ab Pfingsten - also ab Anfang Juni - wieder öffnen dürfen. Trotz des noch unbekannten Datums bereiten sich die Karlsruher Bäder jetzt für den Tag X vor.

Kinder nehmen an einem Schwimmkurs teil.
Schwimmkurse sind ab Pfingsten wieder erlaubt. | Bild: Rolf Vennenbernd/Archiv

Die dringendsten Fragen dabei: Wie sollen Abstands-, Mundschutz- und Hygieneregeln - vor allem in den Becken - eingehalten werden? Wird es Einlassstopps geben und wie sollen die Verordnungen kontrolliert werden?

Karlsruher Bäder mit Land über Vorgaben im Austausch

Für Fälle wie diese gebe es vom Land noch keine klaren Vorgaben, die zur Planung verwendet werden könnten, hatte Bäderchef Oliver Sternagel noch Anfang Mai im Gespräch mit ka-news.de kritisiert: "Es gibt noch zu viele offene Fragen und es fehlt ein klarer Impuls von der Landesregierung."

Inzwischen stehe man hier aber im regelmäßigen gegenseitigen Austausch, welche Vorgaben für die Bäder gelten sollen. "Bereits am Donnerstag haben wir unsere nächste Sitzung", sagt Sternagel im Rahmen einer Online-Pressekonferenz am Dienstag. Man spreche sich zudem mit Bäderbetreibern aus anderen Städten ab. So soll am Ende ein gemeinsamer Maßnahmenkatalog entstehen.

Bäder planen mit Obergrenzen für Besucher

Die Karlsruher Bäder würden zudem intern an eigenen Pandemieplänen arbeiten, um sich auf eine Saison unter Corona-Regeln vorzubereiten. Klar dabei ist schon einmal: Die Bäderbetriebe planen mit Einlass-Obergrenzen für Besucher. "Wir werfen bei den Plänen auch einen Blick auf die Handhabe anderer Bundesländer, die bereits die Öffnung der Bäder beschlossen haben", sagt Oliver Sternagel.

Oliver Sternagel (l.) und Martin Lenz freuen sich über die guten Zahlen.
Oliver Sternagel (l.) und Sport-Bürgermeister Martin Lenz. | Bild: Tim Carmele

Nähere Details sind allerdings noch nicht bekannt. "Unser Ziel ist eine möglichst große Sicherheit. Wir wissen, was wir machen können und sind gut gerüstet", so der Bäderchef. Auch baulich wurden die Frei- und Hallenbäder mit Sanierungen und Beckenpflege bereits für die Saison fit gemacht.

Finanzielle Folgen im Europabad groß

"Wir wären bereit, am 9. Mai wie geplant zu öffnen", erklärte Sternagel schon Anfang Mai im Gespräch mit ka-news.de. Mit einer raschen Wiedereröffnung sollen auch die finanziellen Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden. Allein im sonst umsatzstarken Europabad fehlen pro Monat aktuell eine halbe Million Euro an Einnahmen.

Das "Go" der baden-württembergischen Landesregierung wird also auch weiterhin heiß ersehnt bleiben. Ob man die Karlsruher Bäder ab Pfingsten wenigstens wie vorgesehen für Schwimmkurse öffnen wird, darüber stimme man sich laut Sternagel momentan noch mit dem Sport- und Schwimmclub Karlsruhe (SSC) ab.

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