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Stuttgart FFP2-Masken in Baden-Württemberg: Strobl tendiert zur verschärften Maskenpflicht

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat sich für eine verschärfte Maskenpflicht auch im Südwesten ausgesprochen. "FFP2-Masken sind schon eine stark infektionsschützende Maßnahme. Da haben wir Luft nach oben", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Er reagierte damit auf den Beschluss in Bayern, wonach das Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel von Montag an Pflicht ist.

Strobl setzt allerdings etwas andere Prioritäten: "Zunächst sollten in Pflegeheimen und medizinischen Einrichtungen nur noch FFP2-Masken getragen werden", sagte der Innenminister. Die Pflicht sollte auch Besucher und Patienten umfassen. Da reiche eine herkömmliche Mund-Nase-Bedeckung aus Stoff nicht mehr aus.

Darüber hinaus gebe es Orte mit einem gesteigerten Infektionsgeschehen, an denen ebenfalls die FFP2-Maske getragen werden müsste. "Zum Beispiel in Flugzeugen würde ich zwingend eine FFP2-Maske vorschreiben. Dort wird der Mindestabstand ja nicht eingehalten."

Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg, spricht bei einer Pressekonferenz.
Thomas Strobl, Innenminister von Baden-Württemberg, spricht bei einer Pressekonferenz. | Bild: Marijan Murat/dpa/Archivbild

Im Öffentlichen Nahverkehr sei die bessere Schutzmaske ebenfalls eine gute Idee: "Wenn ich daran denke, wie eng sich die Menschen in manchen S-Bahnen zusammendrängeln müssen, wäre hier auch eine FFP2-Maske hilfreich."

Auf die Frage, ob überhaupt genügend FFP2-Masken im Handel zur Verfügung stünden, um viel mehr Menschen als bisher zu versorgen, sagte der Minister: "Das ist inzwischen gewährleistet."

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  •   camparino
    (537 Beiträge)

    13.01.2021 12:32 Uhr
    Anderer Effekt:
    Die Leute gehen dann einfach nicht wegen jedem Furz raus, wenn es "Geld kostet" ... und das ist so gewollt.
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  •   Dalli_Klick
    (550 Beiträge)

    13.01.2021 17:45 Uhr
    Ach, stimmt ja...
    Rausgehen ist neuerdings rechts und böse. Danke, dass Sie uns daran erinnert haben.
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  •   schmiedel
    (46 Beiträge)

    13.01.2021 16:47 Uhr
    Ist das so gewollt?
    Ich meine, Einkaufen muss man ja sowieso, und die Leute, die täglich mit der S-Bahn in die Arbeit fahren, machen es ja auch nicht, weil es ihnen Spaß macht. Ich denke, die meisten, die auf Auto umsteigen konnten, haben es getan. Damit benachteiligt man am meisten Schlechtverdiener...

    Als Maßnahme, um unnötiges Verlassen der Wohnung zu vermeiden eher bedenklich... Es führt eher dazu, dass die Masken unendlich lange getragen werden...
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  •   udoh
    (1893 Beiträge)

    13.01.2021 12:04 Uhr
    FFP2 vorzuschreiben halte ich für eine gute Sache
    Ich hoffe, dass die Masken tatsächlich in ausreichender Menge zu fairen Preisen verfügbar sind.
    Dass das so spät kommt liegt wohl daran, dass die Teile eben nicht in der benötigen Menge da waren und deshalb lieber für die Schutzbedürftigsten reserviert bleiben sollten.
    Ob es zuvor richtig und vertrauenserweckend war der Bevölkerung vorher das "nicht notwendig" zu suggerieren ist eine Sache, richtig ist aber sicher immer wo möglich den bestmöglichen Schutz zu verwenden.
    Was ich nicht verstehe, dass der Notbehelf "Alltagsmaske" immer noch akzeptiert wird obwohl die "medizinischere" Variante längst in ausreichender Menge zu vertretbaren Preisen verfügbar ist.
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  •   schmiedel
    (46 Beiträge)

    13.01.2021 12:10 Uhr
    Was ist ein vertretbarer Preis?
    Eine 3€ einweg-Maske ist nicht gerade günstig oder alltagstauglich. Geschweige denn die resultierende Müllmenge. Und wer jetzt sagt, dass man dann die Maske ne Woche lang tragen soll, naja... Die sind ja eigentlich im Arbeitsumfeld für "eine Schicht" freigegeben. Allerdings ist es was ganz anderes, einen Tag lang 8h die Maske zu tragen, als 8 Tage 1h, mich würde es ekeln, eine Maske so zu verwenden...
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  •   camparino
    (537 Beiträge)

    13.01.2021 12:30 Uhr
    Mich nicht...
    Was soll daran ekelhaft sein, eine Maske mehrfach für 30 Minuten aufzuziehen?
    Aber wie so vieles: Ansichtssache.
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  •   schmiedel
    (46 Beiträge)

    13.01.2021 16:54 Uhr
    Zeit ist ja hier relevant...
    ...an einem Tag 8h heißt, dass die Maske insgesamt ein Leben von einem Tag hat. wenn man 16 Tage lang 30 Minuten die Maske trägt, will ich nicht wissen, was sich da so im Stoff rumtreibt... Man will sich von Viren schützen, und baut sich eine tolle Bakterienkultur in der Maske...

    Wie gesagt, 2-3 Tage werden die ja schon durchhalten, wenn man die nicht zu lange trägt, aber da ist man ja immernoch bei >1€ pro Tag... Wäre mal gespannt, was ein Schlechtverdiener dazu meint, der täglich mit den Öffis fahren muss...
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  •   mueck
    (11973 Beiträge)

    13.01.2021 12:25 Uhr
    !
    In den A... gekniffen wären wieder mal die Ärmeren ...
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  •   schmiedel
    (46 Beiträge)

    13.01.2021 16:51 Uhr
    Genau!
    ...genau die, die sich nicht aussuchen können, ob sie täglich mit den Öffis fahren oder doch das Auto nehmen, und für die die schlecht bezahlte Arbeit überlebensnotwendig ist.

    Ich denke eher, dass eine sauber-gehaltene Stoffmaske mehr bringt, als eine durchgesiffte Einwegmaske... Aber ist ja nur eine Meinung, ich habe ja selber nicht so tolle Studien durchgeführt, wie die Politik, die anhand solcher Ergebnisse sicher ganz gezielt die richtige Entscheidung trifft... grinsen
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  •   camparino
    (537 Beiträge)

    13.01.2021 12:38 Uhr
    Eine praktische Lösung
    wären dann doch öffentliche Masken-Spendenboxen. Dort kann man gut erhaltene Exemplare spenden. Ökologisch nachhaltig... und mit der Herdenimmunität geht's dann auch schneller zwinkern
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