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Karlsruhe Impfzentren gegen Corona in Karlsruhe: Wie läuft eine Impfung genau ab, Frau Lisbach?

Bald ist er da. Der Impfstoff gegen das neuartige Corona-Virus wartet in Europa noch auf seine Genehmigung. Nichts desto trotz laufen schon die Vorbereitungen für die breit angelegten Impfungen. Natürlich ist auch Karlsruhe davon betroffen: In der Messe bei Rheinstetten wird ein zentrales Impfzentrum entstehen. ka-news.de hat für euch die wichtigsten Fakten rund um die Impfung und die geplanten Zentren zusammengefasst.

Seit Ende letzter Woche steht es fest: Die Messe Karlsruhe wird eins von insgesamt neun zentralen Impfzentren (ZIZ) in Baden-Württemberg. Ergänzt wird das ZIZ durch drei Kreisimpzentren (KIZ) in der Karlsruher Schwarzwaldhalle, in Sulzfeld und in Bruchsal. Dazu kommen mobile Impfteams für bettlägerige Personen oder Altenheime.

Lisbach im Gespräch mit ka-news.de

ka-news.de unterhielt sich mit Bettina Lisbach. Sie ist Bürgermeisterin für Umwelt und Gesundheit in Karlsruhe. Wir wollten von ihr wissen: Wie ist der aktuelle Stand und wie läuft der Impfprozess für einen Karlsruher Bürger genau ab? 

"Aktuell laufen die Arbeiten, um alles so schnell wie möglich fertigzustellen. Unser Termin zur Fertigstellung ist anspruchsvoll", so Lisbach gegenüber ka-news.de. Die Messe Karlsruhe wurde vom Sozialministerium des Landes-Baden-Württemberg als ZIZ freigegeben und muss bis zum 15. Dezember fertig sein. So heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. 

Ziel: Mitte Dezember bereit sein

"Ob dann schon ein Impfstoff verfügbar ist, müssen wir abwarten. Wir wollen, aber bereit sein", meint Lisbach. Ein eigens für die Impfung gegründeter Verwaltungsstab ist aktuell mit der Planung, Organisation und Umsetzung beschäftigt. 

Bürgermeisterin Bettina Lisbach
Bürgermeisterin Bettina Lisbach | Bild: Needham|Mohawkvisuals

Zu dem Rat gehören Vertreter von Stadt- und Landkreis, vom Gesundheitsamt, vom Städtischen Klinikum und von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV). "Zusätzlich sorgt der Rat für ausreichend Personal aus medizinischer und verwaltungstechnischer Sicht. Auch für die Sicherheit des Impfstoffes wird gesorgt", sagt Lisbach.

 

Sobald die Impfzentren eingerichtet sind, soll an allen sieben Tagen der Woche von 7 Uhr bis 21 Uhr in zwei Schichten geimpft werden. Ab dem 15. Januar soll das ZIZ in der Messe dann von den drei KIZ unterstützt werden. Auf dem Messegelände sollen dann täglich 1.500 Menschen die Impfung erhalten, in den KIZ 800.

So läuft die Impfung ab

So weit so gut. Doch wie läuft nun die Impfung im Detail ab? Unter der Telefonnummer 116 117  soll es möglich sein, einen Termin im vom Wohnort nächstgelegenen Impfzentrum zu vereinbaren. Da pro Person zwei Impfungen im Abstand von 21 bis 28 Tagen nötig ist, sollen diese Termine in einem Rutsch vereinbart werden. Wann die Terminvergabe startet, ist noch nicht bekannt.

Vor Ort werden dann die Voraussetzungen für eine Impfung überprüft, da bestimmte Gruppen bei der Impfung priorisiert werden. dazu gehören medizinisches Personal, kritische Infrastruktur und sogenannte "vulnerable Personengruppen." 

"Danach folgt dann ein 20 Minuten Film, in dem der Patient über die Impfung informiert wird. Anschließend folgt ein persönliches Beratungsgespräch mit einem Arzt von einigen Minuten und dann die eigentliche Impfung", erklärt die Bürgermeisterin.

Impfzentren bis Sommer in Betrieb

Lisbach weiter: "Zum Schluss kommen die geimpften in einen Warte- beziehungsweise Ausruhraum, in dem sie für ein paar Minuten beobachtet werden." Der gesamte Vorgang soll unter größtmöglicher Sicherheit für alle Menschen vor Ort vonstattengehen.

Die Impfzentren sollen bis Ende Juni in Betrieb bleiben. "Danach wird die Impfung von den Hauspraxen übernommen", erklärt Lisbach zum Abschluss.

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Kommentare (19)
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  •   kritiker_2014
    (793 Beiträge)

    03.12.2020 13:22 Uhr
    Danach folgt dann ein 20 Minuten Film
    warum sollte ich vor dem Impfen einen Film anschauen?
    Wenn ich zur Grippeschutzimpfung gehe wird mir auch kein Film vorher gezeigt.
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  •   RL610
    (1 Beiträge)

    03.12.2020 12:07 Uhr
    Online better than phone for appointment
    Warum verlagern Sie den Prozess der Impftermine nicht auf ein Online-System statt auf einen Telefonanruf? Dann können Sie den Film anbieten, bevor der Termin bestätigt wird. Geben Sie aber die Option, den Film nicht anzuschauen, aber der Benutzer muss sein Einverständnis geben, dass er/sie sich des Risikos bewusst ist. Dann stellen Sie ein Online-Dokument mit einer Zusammenfassung des Risikos zur Verfügung, und der Benutzer muss ein zweites Einverständnis geben, dass er das Risiko akzeptiert, dann erhält er/sie den eigentlichen Termin. Automatische email zum Benutzer mit Terminen und Einverständnisse.

    Die E-Mail sollte das Datum / die Uhrzeit / die Adresse / die Anweisungen für die beiden Termine, eine eindeutige Registrierungsnummer, den Namen des Benutzers und eine Zusammenfassung der Zustimmungen enthalten. Ich würde auch einen Link zum Film einfügen, um die Leute dazu zu verleiten, entweder a) ihn erneut anzusehen oder b) für den Fall, dass die Person ihre Meinung geändert hat
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  •   barheine
    (617 Beiträge)

    03.12.2020 11:19 Uhr
    Der Impfstoff hält sich etliche Tage bei Kühlschranktemperatur. Warum die Impfung dann nicht einfach über den Hausarzt und die Apotheken läuft, erschließt sich mir allerdings noch nicht so ganz.
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  •   andip
    (11063 Beiträge)

    03.12.2020 12:09 Uhr
    ??
    Die derzeitigen Impfstoffe von Biontech oder Moderna müssen bei etlichen Minusgraden tiefstgekühlt werden, dazu reicht ein Kühlschrank oder normale Gefriertruhe nicht aus.
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  •   Waterman
    (6559 Beiträge)

    03.12.2020 12:22 Uhr
    minus
    70
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  •   IchKA
    (1156 Beiträge)

    03.12.2020 09:15 Uhr
    Frau Lisbach bringt es auf den Punkt
    "Ob dann schon ein Impfstoff verfügbar ist, müssen wir abwarten."
    Immerhin versucht man jetzt die graviernden Veersäumnisse und Fehler des Sommers nicht mehr zu machen.
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  •   andip
    (11063 Beiträge)

    03.12.2020 08:24 Uhr
    Fragt sich aber immer noch
    ob und wer da überhaupt einen Termin bekommt, insbesondere, wenn man kein medizinisches Personal ist oder zu dieser vulnerablen Personengruppe gehört.
    Bekommt man dann keinen Termin oder wird man womöglich wieder zurückgeschickt, weil man andere zuerst impfen will?
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  •   heikoka
    (327 Beiträge)

    03.12.2020 08:08 Uhr
    20 Minuten Film + Beratungsgespräch ??
    .. das bedeutet in der Zeit könnte man wahrscheinlich 10 x so viele Leute impfen traurig
    Ich geh doch freiwillig zur Impfung und hab vorher zig Möglichkeiten mich zu infrmieren.
    Was soll um Himmels willen diese Zeitverschwendung !!!
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  •   Mondgesicht
    (2598 Beiträge)

    03.12.2020 08:24 Uhr
    Wer den Impf-Termin hat
    hat sich doch schon entschieden. Was soll das bringen, den Leuten dann im Impfzentrum noch einen Propagandafilm zu zeigen?

    Ich stimme Ihnen zu. Sinnvoller wäre es, die Abläufe zu verkürzen und nach Möglichkeit mehr Personen pro Tag zu impfen. Allerdings kann man das nicht unbegrenzt steigern, denn der Knackpunkt wird die verfügbare Personalstärke sein.
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  •   AlterMann
    (298 Beiträge)

    03.12.2020 13:05 Uhr
    Internet
    Man könnte einen Aufklärungsfilm ins Internet stellen und jeder unterschreibt dass er den verstanden hat.
    Zum Arztgespräch muss dann nur wer noch zusätzliche Fragen hat.
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