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Stuttgart Vom Wachdienst kontrolliert: Hartnäckige Quarantäne-Verweigerer landen in zwei Kliniken

Für uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer in Baden-Württemberg werden derzeit Absonderungsplätze in zwei Kliniken geschaffen. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag. "Details und Namen können wir erst nach dem finalen Vertragsabschluss nennen, der für kommende Woche geplant ist. Eine der beiden Kliniken soll im württembergischen und eine im badischen Landesteil liegen." Zuerst hatte die "Welt am Sonntag" berichtet.

Für eine Zwangseinweisung ist laut dem Behördensprecher ein richterlicher Beschluss nötig. "Die zwangsweise Unterbringung ist kein neues Instrument, sie konnte auch bisher schon angeordnet werden und wurde in Einzelfällen auch bisher schon angeordnet." Es handle sich bei der zwangsweisen Unterbringung nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine Maßnahme des Infektionsschutzes. "Derzeit sind wir in der Abstimmung mit Krankenhäusern im Land, die aus unserer Sicht geeignet sind, um hartnäckige Quarantäneverweigerer für einige Tage gesichert unterzubringen."

Auf dieses Verfahren hatten sich Gesundheitsminister Manne Lucha und Innenminister Thomas Strobl schon Anfang Dezember geeinigt. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedrängt. Lucha hatte dafür plädiert, dass sich die Kommunen dezentral darum kümmern, da es sich um Einzelfälle handle.

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  •   tom1966
    (1392 Beiträge)

    20.01.2021 13:09 Uhr
    PCR-Test und Quarantäne
    Zitat von Holzbiene Asymptomatische Personen sind nur zu einen sehr kleinen Teil infektiös – ohne Symptome keine Viren-Replikation.


    Können Sie da ganz sicher sein? Und woher stammen Ihre Informationen? Sind Sie Virologe?
    Die meisten Fachleute sind anderer Ansicht als Sie.

    Was Ihren Vergleich mit der Radkappe anbelangt: Es ist nicht sicher, dass das Auto dort war, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch.
    Ein andere Vergleich: Wenn man betrunken ist, darf man nicht Auto fahren, weil eine erhöhte Gefaht besteht, einen Unfall zu bauen und andere zu verletzen! Und jetzt uebertragen Sie das auf einen positiven Coronatest.

    Ich gebe zu, ueber die Verhältnissmäßigkeit (ja, ich weiß sehr gut, was das ist - auch ohne ihre Hinweise!) kann man streiten. Erstaunlicherweise werden vergleichbare Maßnahmen in nahezu allen Staaten getroffen, warum wohl?
    Eines möchte ich Sie fragen: Wenn die Infektionszahlen nicht stimmen, woher kommt es dann, dass nur ca. 15% der Intensivbetten noch frei sind?
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 13:37 Uhr
    Das ergibt sich aus…
    Zitat von tom1966 Können Sie da ganz sicher sein? Und woher stammen Ihre Informationen?


    dem Verhalten infizierter Zellen: sie platzen und setzen ihre Virenfracht frei. Das ist erforderlich für die Weiterverbreitung des Virus, ohne dieses Platzen würde die Infektion von selbst erlöschen.

    Die lokalen Symptome – z.B. Halsentzündung – entstehen durch diese zerstörten Zellen.

    Wenn nur ganz leichte oder gar keine Symptome vorhanden sind, könnte natürlich immer noch irgendwo lokal begrenzt im Körper eine Infektion vor sich hin "köcheln", die vom Immunsystem in Schach gehalten, aber nicht beendet wird – das dürfte der Mechanismus sein, der mit beginnender kalter Jahreszeit und dadurch geschwächtem Immunsystem solche Herde wieder aufflammen lässt => eine neue Welle beginnt.

    Nur: geringe Virenlast bedeutet geringe oder gar keine Infektiosität, weil die Wahrscheinlichkeit, dass es ein bestimmtes Virus "in eine Zelle schafft", sehr gering ist – Stichwort Infektionsdosis -> Wikipedia.
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 20:16 Uhr
    Fortsetzung…
    Soll man wegen leichtem Halskratzen jeden sofort für 2 Wochen in Quarantäne stecken?

    Ich hoffe, Sie sehen ein, dass das kein gangbarer Weg ist, weil wir dann faktisch von September bis Mitte Mai den totalen Lockdown hätten.

    Wir sind in den vergangenen Jahrtausenden mit Erkältungskrankheiten klar gekommen und es spricht nichts dafür, dass sich das mit SARS-CoV-2 plötzlich ändern wird.

    Wenn wir allerdings so weiter machen, wie bisher, dann kann das nur in wirtschaftlichem Ruin, Staatsbankrott, Anarchie enden und die werden ein Maß an Leid mit sich bringen, gegen die die derzeitige "Pandemie" ein Sonntagsspaziergang ist.
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 13:43 Uhr
    Fortsetzung…
    Soll man wegen leichtem Halskratzen jeden sofort für 2 Wochen in Quarantäne stecken?

    Ich hoffe, Sie sehen ein, dass das kein gangbarer Weg ist, weil wir dann faktisch von September bis Mitte Mai den totalen Lockdown hätten.

    Wir sind in den vergangenen Jahrtausenden mit Erkältungskrankheiten klar gekommen und es spricht nichts dafür, dass sich das mit SARS-CoV-2 plötzlich ändern wird.

    Wenn wir allerdings so weiter machen, wie bisher, dann kann das nur in wirtschaftlichem Ruin, Staatsbankrott, Anarchie enden und die werden ein Maß an Leid mit sich bringen, gegen die die derzeitige "Pandemie" ein Sonntagsspaziergang ist.
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  •   tom1966
    (1392 Beiträge)

    20.01.2021 17:05 Uhr
    Ansteckend ohne Symptome
    siehe hierzu: Ärztezeitung

    (Leider ohne Registrierung nur die Einleitung. aber die ist eindeutig.)
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 17:32 Uhr
    Ansteckend ohne Symptome?
    Zitat von tom1966 siehe hierzu: Ärztezeitung


    Und von wann stammt der Artikel?

    Mittlerweile gibt es Studien, die zu dem Resultat kommen, dass die Wahrscheinlichkeit dafür unter 1% liegt.

    Wenn man dem auch noch aus dem Weg gehen will, dann sollte man auf die berühmte einsame Insel auswandern und nie wieder zurück kommen, denn zwischenzeitlich hat das Immunsystem womöglich nicht mitbekommen, was so am Markt an Erkältungs-Varianten unterwegs ist und es erwischt einen dann mit voller Wucht.

    Solche Erkrankungen sind nämlich durchweg nur schlecht: unser Immunsystem ist lernfähig und das geht nun mal besser in kleinen Schritten…

    Auf die Idee, einfach alle symptomlosen zu testen, sollte man nicht kommen – das gäbe nur eine Lawine von falsch positiven Ergebnissen und wäre zudem sehr sehr teuer.

    Mit einem gewissen Risiko – dem allgemeinen Lebensrisiko -> WP! – muss man leben. Das war schon immer so, und wird auch immer so bleiben. Vollkasko auf kleine Wehwehchen gibt es nicht.
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  •   tom1966
    (1392 Beiträge)

    20.01.2021 14:19 Uhr
    Was wuerde passireen,
    wenn sich ds Virus ungehemmt ausbreiten wuerde, mit ueberfuellten Krankenhäusern, Triageentscheidungen usw.? Meinen Sie, die Auswirkungen auf die Wirtschaft wären dann geringer? Eher im Gegenteil!

    Mit "leichtem Halskratzen" in Quarantäne? Wenn ein positiver Test dazu kommt:Ja!

    Wir kommen von eigentlichen Thema ab: Mit der Quarantäneanordnung liegt ein Verwaltungsakt vor, gegen den man klagen kann, aber an den man sich halten muss! Verstöße werden geahndet. Ueber die Verhältnismäßigkeit muss ggfs. ein Gericht entscheiden!
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 14:55 Uhr
    Dem könnte man schon dadurch vorbauen…
    Zitat von tom1966 wenn sich ds Virus ungehemmt ausbreiten wuerde, mit ueberfuellten Krankenhäusern, Triageentscheidungen usw.? Meinen Sie, die Auswirkungen auf die Wirtschaft wären dann geringer?


    dass man nicht dauernd Krankenhäuser schließt und Intensivkapazitäten abbaut.

    Länder, die 2020 an den Rand des Zusammenbruchs des Gesundheitssystems kamen, hatten durchweg deutlich geringere Kapazitäten im Gesundheitssystem, als wir. Aber wenn wir so weiter machen, dann gehts uns bei der nächsten größeren Grippewelle genau so.

    Die folgende Auflistung deutet den Weg durch die "Pandemie":

    Im Alter von
    0 bis 19 Jahre stirbt 1 von 34.000 Infizierten;
    20 bis 49 Jahren..1 von 5.000;
    50 bis 69 Jahren..1 von 200,
    70 Jahren.............1 von 20

    Man muss die Alten schützen und die Jungen tun lassen, was sie immer taten – mit einem Bruchteil der durch letzteres nicht vergeudeten Milliarden ließe sich ersteres locker finanzieren.

    Also mein Lieber: nur Mut und sich nicht ängstigen lassen!
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  •   tom1966
    (1392 Beiträge)

    20.01.2021 15:06 Uhr
    Statistiken
    Ich wäre einer von den 200 - und Angst habe ich nicht - wenn ich erkranke, Pech gehabt! Ich wurde vor kurzem positiv gesestet, mit leichtem Verlauf, und befinde mich die dritte Woche in Quarantäne, weil ich noch nicht symptomfrei bin. Ich wuerde aber dennoch im Moment meine Eltern nicht besuchen (auch ohne Corona-VO), weil bei ihnen das Risiko eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes viel höher ist. Im Buero habe ich Kollegen mit Kleinkindern - soll ich die der Gefahr aussetzen?

    Man muss die Alten schuetzen - richtig! Aber die Jungen so weitermachen lassen, als wäre nichts? Ganz duennes Eis!
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 15:20 Uhr
    Da kann ich nur sagen…
    ich war Ende Februar 20 einer von 199, die die den Dreck überstanden haben. Das war nicht schön und in der akuten Phase sehr anstrengend, aber insgesamt nicht wesentlich schlimmer, als eine ordentliche Bronchitis, wie ich sie mir früher fast jedes Jahr bei der Arbeit eingefangen habe.

    Ich habe zwar außer dem Alter noch einen Risikofaktor, bin aber top fit, dank reichlich Bewegung. Im vergangenen Jahr sehr deutlich über 10.000 km per Fahrrad…

    Das ist eine gute Grundlage, solche Krankheiten zu überstehen.
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