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Stuttgart Vom Wachdienst kontrolliert: Hartnäckige Quarantäne-Verweigerer landen in zwei Kliniken

Für uneinsichtige Quarantäne-Verweigerer in Baden-Württemberg werden derzeit Absonderungsplätze in zwei Kliniken geschaffen. Diese Plätze würden dauerhaft durch einen Wachdienst kontrolliert, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Sonntag. "Details und Namen können wir erst nach dem finalen Vertragsabschluss nennen, der für kommende Woche geplant ist. Eine der beiden Kliniken soll im württembergischen und eine im badischen Landesteil liegen." Zuerst hatte die "Welt am Sonntag" berichtet.

Für eine Zwangseinweisung ist laut dem Behördensprecher ein richterlicher Beschluss nötig. "Die zwangsweise Unterbringung ist kein neues Instrument, sie konnte auch bisher schon angeordnet werden und wurde in Einzelfällen auch bisher schon angeordnet." Es handle sich bei der zwangsweisen Unterbringung nicht um eine Strafmaßnahme, sondern um eine Maßnahme des Infektionsschutzes. "Derzeit sind wir in der Abstimmung mit Krankenhäusern im Land, die aus unserer Sicht geeignet sind, um hartnäckige Quarantäneverweigerer für einige Tage gesichert unterzubringen."

Auf dieses Verfahren hatten sich Gesundheitsminister Manne Lucha und Innenminister Thomas Strobl schon Anfang Dezember geeinigt. Das Innenministerium hatte auf eine strikte Zwangseinweisung solcher Personen in eine zentrale Klinik im Land gedrängt. Lucha hatte dafür plädiert, dass sich die Kommunen dezentral darum kümmern, da es sich um Einzelfälle handle.

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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 15:03 Uhr
    Muss man sich darüber wundern…
    wenn allein im vergangenen Jahr die Schließung von 19 weiteren Kliniken beschlossen und schon z.T. durchgeführt wurde?

    Muss man sich darüber wundern, wenn in den vergangenen Jahren tausende junge Ärzte ausgewandert sind, weil sie den Stress in kaputt gesparten deutschen Kliniken nicht mehr ertragen?

    Muss man sich darüber wundern, wenn mit dem Pflegpersonal umgegangen wird, wie mit einer Herde Leibeigenen, denen man gerade das aller Nötigste an Entlohnung für ihre Arbeit zugesteht?

    Muss man sich darüber wundern, dass Pflegekräfte reihenweise den Bettel hinwerfen, weil sie die durch den Kapazitäts- und Personalabbau verursachten Engpässe nicht mehr ausbaden wollen?

    Wundern muss man sich allerdings, wie einer solche Zustände bejammern kann und einfach die Ursachen nicht sehen will…
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  •   tom1966
    (1377 Beiträge)

    20.01.2021 15:21 Uhr
    Fehler im Gesundheitssystem gibt es !
    Keine Frage! Ein Krankenhaus duerfte nicht als Wirtschaftsunternehmen, d.h. gewinnorientiert, arbeiten muessen. Vielleicht lernen die Verantwortlichen etwas aus der Pandemie.
    Wir muessen aber im Moment mit dem zurecht kommen, was wir haben, es nuetzt nichts, ueber die begangenen Fehler zu klagen.
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 15:39 Uhr
    Wir haben jetzt fast 1 Jahr dieses…
    Zitat von tom1966 Wir muessen aber im Moment mit dem zurecht kommen, was wir haben, es nuetzt nichts, ueber die begangenen Fehler zu klagen.


    Elend am Bein und die Regierung hört noch immer ausschließlich auf denselben "Berater", die sie schon 2020 schlecht beraten haben und ignoriert noch immer hartnäckig abweichende Expertenmeinungen.

    Den Sommer hat man verstreichen lassen, ohne aus den Lehren vom Frühjahr Schlüsse gezogen zu haben – von Konsequenzen ganz zu schweigen.

    Ich halte es für wenig plausibel, dass eine Regierung, die Zugriff auf die besten Ratgeber hat, immer und immer wieder den selben rechtswidrigen Unsinn veranstaltet. Für viel plausibler halte ich es, dass sie sehr wohl wissen, was sie tun:

    * die Alten in den Heimen weiter sterben lassen – damit kann man prima Angst machen
    * die Jungen einsperren, damit es keine Herdenimmunität gibt

    und das alles zum Schutz der Investitionen der Pharmakonzerne in überflüssige und gefährliche Impfstoffe.
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  •   tom1966
    (1377 Beiträge)

    18.01.2021 16:17 Uhr
    @ Holzbiene: Überstreblichkeit
    Übersterblichkeit Deutschland

    In anderen Ländern sind die Zahlen höher: Belgien.

    Was Ihre wiederholte Kritik an den PCR-Tests betrifft, siehe hier Ärzteblatt

    Wenn bei einer Person das Virus mittels PCR-Test nachgewiesen wurde, gilt die Person als infiziert. Was stört Sie daran? Dass man möglicherweise nicht ansteckend ist? Kann sein, aber können Sie das garantieren?
    Wer positiv getestet wurde, muss sich in häusliche Quarantäne begeben, um zu verhindern, dass er andere ansteckt. Das wird vom Gesundheitsamt angeordnet. Wer gegen die Anordnung vorsätzlich und ohne triftigen Grund verstößt, muss eben die Konsequenzen tragen.
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    19.01.2021 11:32 Uhr
    Wenn man auf der Straße eine Radkappe findet…
    Zitat von tom1966 Wenn bei einer Person das Virus mittels PCR-Test nachgewiesen wurde, gilt die Person als infiziert. Was stört Sie daran?


    heißt das noch lange nicht, dass das zugehörige Auto auch dort gefahren ist – oder würden Sie behaupten, der Fundort "gilt als von besagtem Auto befahren"?

    Beim PCR-Test verhält es sich nicht anders. Er spricht auf Virenfragmente an und macht keine Aussage darüber, ob jemals ein intaktes Virus im Spiel war.

    Virenfragmente können sich nach einer Infektion noch monatelang im Abstrich finden, es können aber auch Fragmente sein, die durch Kontamination in die Probe geraten sind.

    Kontaminationen sind die häufigste und nur schwer kontrollierbare Fehlerquelle. Weit häufiger, als Fehler bei der eigentlichen PCR.
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  •   tom1966
    (1377 Beiträge)

    19.01.2021 19:29 Uhr
    PCR-Tests
    Was zeigen die Tests denn an? Dass sich das Virus im Körper befindet - also dass man potentiell ansteckend ist.
    Die Tests können kontaminiert sein? Nicht unmöglich, aber bei korrekter Testung und anschließender Handhabung ziemlich unwahrscheinlich. Wo soll die Kontamination denn herkommen, wenn da kein Virus ist? Ich könnte mir vorstellen, dass ein Test falsch negativ ist, weil er falsch genommen wurde, aber wo nichts ist kann auch nichts positiv getestet werden.

    So gut wie alle Virologen befuerworten den PCR-Test. Woher ruehren ihre Bedenken? Quellen bitte!
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    19.01.2021 20:16 Uhr
    PCR
    Zitat von tom1966 Was zeigen die Tests denn an? Dass sich das Virus im Körper befindet - also dass man potentiell ansteckend ist.


    Nein, eben nicht. Sie zeigen lediglich an, dass gewisse RNA-Fragmente in der Probe gefunden wurden. Ob sie von funktionsfähigen Viren stammen, oder nur defekte Schnipsel sind, darüber macht der Test keine Aussage. Ebensowenig macht der Test eine Aussage darüber, wie die Fragmente in die Probe kamen.

    Ein positiver Test lässt nicht notwendigerweise auf eine Infektion schließen, deswegen muss nach folgendem Schema vorgegangen werden::

    * Getestet wird nur, wer Symptome hat
    * Positiv-Befunde bei mehr als 25 Runden haben keine Relevanz
    * Positive Proben müssen anschließend durch Anzüchten auf einem geeigneten Substrat auf vermehrungsfähige Viren untersucht werden.

    Erst wenn sich Viren anzüchten lassen ist eine Infektion nachgewiesen.

    Ich erinnere an das "Phantom von Heilbronn", das die Polizei seinerzeit kräftig narrte.
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  •   tom1966
    (1377 Beiträge)

    20.01.2021 11:06 Uhr
    @Holzbiene
    Ihrer Argumentation folgend zeigen PCR-Tests doch zumindest an, dass das Virus im Körper war. Selbst wenn sie nicht eine aktuelle Infektion belegen wuerden, so zeigen sie doch die MÖGLICHKEIT einer Infektion und damit die Gefahr, andere infizieren zu können, an. Also sollte man sich so verhalten, als wäre man infiziert - jedes andere Verhalten ist anderen gegenueber ruecksichtslos.
    Selbst wenn man die Aussage des Tests bezweifelt, es liegt eine Anordnung vor, an die man sich halten muss, Verstöße werden geahndet.

    Was das "Phantom von Heilbronn" betrifft, so wurde eine DNA nachgewiesen, auch wenn diese von einer Person stammt, die an der Herstellung der Wattestäbchen beteiligt war. Glauben Sie wirklich, man hätte daraus nichts gelernt und die Qualitätsstandards hätten sich nicht verbessert?
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 11:51 Uhr
    Fortsetzung
    Zitat von tom1966 Selbst wenn man die Aussage des Tests bezweifelt, es liegt eine Anordnung vor, an die man sich halten muss, Verstöße werden geahndet.


    Und solche Anordnungen müssen verhältnismäßig sein – das wird Ihnen jeder Jurist bestätigen. Was das bedeutet, können Sie z.B. hier nachlesen: Die Verhältnismäßigkeitsprüfung in der Fallbearbeitung

    Dass mit den vagen Erkenntnissen, die ein Test an symptomlosen Personen bringt, die Anforderungen an eine rechtmäßige Quarantäneanordnung nicht erfüllt sind, sollte Ihnen jetzt verständlich sein.
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  •   Holzbiene
    (201 Beiträge)

    20.01.2021 11:43 Uhr
    Das sollte eigentlich jeder Krimigucker auf Anhieb verstehen…
    Zitat von ]Ihrer Argumentation folgend zeigen PCR-Tests doch zumindest an, dass das Virus im Körper war.[/quote

    Sie folgen der Argumentation eben gerade nicht. Einfache Kontrollfragen:

    * Ist die am Straßenrand gefundene Radkappe ein Beweis dafür, dass das zugehörige Fahrzeug auf dieser Straße gefahren ist?
    * War das "Phantom von Heilbronn" an den Tatorten der Verbrechen anwesend?

    Wie gesagt können sich Virenfragmente noch Monate nach einer überstandenen Infektion im Abstrich finden – soll der betreffende Ex-Patient dann jedesmal mit 2 Wochen Quarantäne bestraft werden, wenn irgend jemand aus genau so vagen Gründen auf die Idee kommt, ihn nochmals zu testen?

    [quote=tom1966]Selbst wenn sie nicht eine aktuelle Infektion belegen wuerden, so zeigen sie doch die MÖGLICHKEIT einer Infektion und damit die Gefahr, andere infizieren zu können, an.tom1966


    Asymptomatische Personen sind nur zu einen sehr kleinen Teil infektiös – ohne Symptome keine Viren-Replikation.
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