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Stuttgart Nachfrage höher als Angebot: Gesundheitsminister bittet um Geduld beim Impfen

Angesichts wachsender Kritik über die schleppende Impfkampagne gegen das Coronavirus hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister um Geduld gebeten. "Die Lage wird sich entspannen", versicherte Manne Lucha (Grüne) am Samstag in Stuttgart mit Verweis auf die Zulassung weiterer Impfstoffe.

"Mit der derzeit vom Bund zur Verfügung gestellten Menge an Impfstoff können wir täglich in Baden-Württemberg 6.500 Menschen impfen", machte Lucha klar. Allerdings gebe es rund eine Million Menschen im Südwesten, die im ersten Schritt geimpft werden dürfen - das sind Über-80-Jährige, ärztliches und pflegerisches Personal. "Diese große Diskrepanz kriegen wir leider nicht so schnell aus der Welt."

Die Infrastruktur sei da, sagte der Minister. Tausende Ärzte, medizinische Fachangestellte und Freiwillige stünden bereit, um eine ganze Bevölkerung zu impfen. "Jeder Impfstoff, der hier in Baden-Württemberg ankommt, wird sofort verimpft", so Lucha. Momentan sei die Nachfrage aber viel größer als das Angebot. Er verstehe die Enttäuschung all jener, die jetzt noch nicht zum Zug kämen.

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  •   Mondgesicht
    (2494 Beiträge)

    10.01.2021 08:51 Uhr
    Gibt es eigentlich
    eine schlüssige Erklärung, warum Baden-Württemberg bundesweit bei der Impfquote an viertletzter Stelle liegt? Mecklenburg-Vorpommern hat z.B. schon die dreifache Zahl, gemessen an der Gesamtbevölkerung.

    Erklären kann ich es mir momentan nicht. Ich dachte, der Impfstoff wird gleichmäßig nach Bevölkerungszahl an die Länder verteilt. Und dort auch gleich von den Impfzentren verwendet.
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  •   ALFPFIN
    (7493 Beiträge)

    09.01.2021 22:37 Uhr
    Man könnte auch sagen,
    es wurde die Impfstoffmenge sowohl von der EU als auch von Berlin lediglich "pro forma" reserviert. Den Herrschaften müsste doch eigentlich bekannt sein, bleiben wir mal bei unseren Gesundheitsministern, wie hoch die Einwohnerzahl in unserem Land ist, also nicht nur um Berlin oder Stuttgart herum.
    Inzwischen haben biontech und Co. ihre Impfampullen cash in Millionenmenge an andere Länder verkauft.
    "Nachfrage höher als das Angebot", ja jetzt, ist das Angebot begrenzt. Die Aufgeweckten haben nachgefragt und gekauft.
    Wenn unsere Politiker Kaufleute wären, wären Sie schon längst pleite, einschließlich die Ursel in Brüssel. 🙂
    Oder bis die in die Gänge komme, isch de Markt scho länschgt verloffe.
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  •   kunvivanto
    (428 Beiträge)

    10.01.2021 06:50 Uhr
    In Erinnerung an das Schweinegrippe-Desaster
    könnte man auch sagen, dass sie gelernt haben, aber (vielleicht) das Gelernte heute halt nicht passt.
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.schweinegrippe-impfstoff-245-millionen-euro-fuer-die-katz.aa0ca5f8-ae01-42dc-a0c2-185c7bb60302.html
    https://www.sueddeutsche.de/wissen/impfung-gegen-schweinegrippe-hinterher-sind-alle-klueger-1.74234
    https://www.bdi.de/politik-und-presse/nachrichten/ansicht/article/ueberschuessiger-schweinegrippe-impfstoff-wird-vernichtet/
    Google: schweinegrippe + impfstoff + zuviel + bestellt
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  •   freigeist
    (650 Beiträge)

    09.01.2021 17:59 Uhr
    Wenn es in diesem Tempo weiter geht
    dann braucht es für die erste Million schon 5 Monate.
    Da der 2 Impfstoff nicht so sehr gekühlt werden muss würde es sich doch anbieten den Impfstoff direkt an die Arztpraxen auszuliefern,das würde das Tempo bestimmt erhöhen.
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  •   Kommentar
    (341 Beiträge)

    10.01.2021 04:59 Uhr
    Der zweite (Moderna) Impfstoff
    muss trotzdem noch ziemlich tief gekühlt werden. Das bringt in den normalen Arztpraxen nicht.

    Der Oxford-Astra-Zeneca-Impfstoff ist wie alle "normalen" Impfstoffe im gewöhnlichen Kühlschrank aufbewahrbar - aber noch nicht zugelassen.
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  •   BMWFahrer
    (363 Beiträge)

    09.01.2021 19:50 Uhr
    In der Tat
    ist es schwer zu verstehen, warum hier eingespielte Prozesse (hausärztliche Betreuung) nicht genutzt werden.
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