Berlin Gesundheitsminister beraten über Zweitimpfung nach Astrazeneca

Welchen Impfstoff sollen jüngere Menschen bei der Zweitimpfung erhalten, wenn sie bereits Astrazeneca erhalten haben? Um Fragen wie diese wird es heute bei Beratungen der Gesundheitsminister gehen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will am Mittwoch (15 Uhr) mit seinen Kollegen aus den Ländern über eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Zweitimpfungen beraten.

Die Stiko hatte vergangene Woche empfohlen, dass Menschen unter 60 Jahren, die bereits eine erste Corona-Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca erhalten haben, bei der zweiten Impfung auf einen anderen Impfstoff umsteigen sollen.

Verpackungen mit dem Corona Impfstoff von AstraZeneca im Lager des Impfzentrums im Landkreis Harz.
Verpackungen mit dem Corona Impfstoff von AstraZeneca im Lager des Impfzentrums im Landkreis Harz. | Bild: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Grund sind eine Reihe von Verdachtsfällen auf eine Hirnvenen-Thrombose. Experten vermuten, dass das sehr geringe Risiko jüngere Menschen betrifft. Bund und Länder hatten deshalb vor einer Woche beschlossen, das Astrazeneca-Mittel in der Regel nur noch Menschen über 60 verabreichen zu lassen.

Allerdings haben laut Spahn bereits 2,2 Millionen Bürger unter 60 eine erste Impfung mit Astrazeneca erhalten. Die Stiko empfiehlt, dass sie nun nach zwölf Wochen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech/Pfizer oder Moderna) bekommen.

Der Schutz gegen Corona durch den Moderna-Impfstoff soll laut einer Studie auch nach sechs Monaten noch hoch sein.
Der Schutz gegen Corona durch den Moderna-Impfstoff soll laut einer Studie auch nach sechs Monaten noch hoch sein. | Bild: Rogelio V. Solis/AP/dpa

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat ihre Bewertung von möglichen schweren Nebenwirkungen des Astrazeneca-Impfstoffs noch nicht abgeschlossen. Ein Ergebnis werde für Mittwoch oder Donnerstag erwartet, sagte eine Sprecherin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Amsterdam.

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