Karlsruhe Neue Corona-Vorgaben: Das müssen Frisöre, Tätowierer und deren Kunden jetzt beachten

Wimpern liften, ein Tattoo stechen oder sich massieren lassen - das ist in Baden-Württemberg seit Montag, 11. Mai, wieder erlaubt. Für den Betrieb von Tattoo-, Piercing-, Massage-, Kosmetik-, Sonnen-, Nagel- und Friseurstudios sowie für die medizinische und nicht medizinische Fußpflege gelten dabei aber besonders strenge Hygieneregeln. Was beachtet werden muss - ka-news.de hat die Details in der Übersicht.

Vergabe von Terminen

  • Eine Behandlung oder Bedienung ist nur nach vorheriger Terminvergabe zulässig. Termine dürfen nur elektronisch oder telefonisch vergeben werden.
  • Termine müssen so vergeben werden, dass lange Wartezeiten nicht entstehen und ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann.
  • Bereits bei der Vergabe von Terminen ist der Kundenwunsch abzuklären, um die Kommunikation in den Studios auf ein Minimum zu reduzieren.

Allgemeine Schutzmaßnahmen

  • Beschäftigte und Kunden, die innerhalb der letzten 14 Tage in Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person stehen oder standen oder die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhte Temperatur aufweisen, dürfen die Studios oder Fußpflegeeinrichtung nicht betreten.
  • Begleitpersonen dürfen die Läden nicht betreten, sofern der begleitete Kunde nicht auf die Begleitperson angewiesen ist.
  • Kunden ab sechs Jahren müssen Mund und Nase bedecken, wenn dies nicht aus medizinischen Gründen oder aus sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist oder wenn nicht ein anderweitiger mindestens gleichwertiger baulicher Schutz besteht.
  • Bewirtung und Getränkeservice müssen unterbleiben.

Abstandsregelungen

  • Wo immer möglich, ist ein Abstand zu allen Anwesenden von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Dies gilt nicht für die Dauer der Anwendung oder Behandlung, sofern die erforderlichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden.
  • Körperkontakt, der über den bei der Anwendung oder Behandlung notwendigen Körperkontakt hinausgeht, insbesondere Händeschütteln oder Umarmen, ist zu vermeiden.
  • Während der Tätigkeit an der Kundschaft müssen die Beschäftigten Mund und Nase bedecken.
  • Während der Tätigkeiten ist die Kommunikation mit der Kundschaft auf ein Minimum zu beschränken.
  • Dienstleistungen am Gesicht, insbesondere Schminken, Gesichtshaar-, Augenbrauen- und Wimpernpflege sowie Gesichtspiercings und -tätowierungen, sind nur dann gestattet, wenn die Dienstleister zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit erhöhte Hygienemaßnahmen ergreifen, etwa das Tragen zumindest von FFP2- Masken.
  • Auch die Kundschaft sollte sich bei Dienstleistungen am Gesicht durch zusätzliche Hygienemaßnahmen schützen, sofern das möglich ist. Auf das Föhnen der Haare soll nach Möglichkeit verzichtet werden.

Hygiene und Desinfektion

  • Allgemeine Hygieneregeln sind in besonderem Maße zu beachten. Die Beschäftigten und der Arbeitgeber müssen bei der Ankunft am Arbeitsplatz, zwischen der Bedienung von Kundschaft sowie vor und nach Pausen die Hände mit Wasser und Seife waschen.
  • Die Räumlichkeiten des Studios oder der Fußpflegeeinrichtung müssen jederzeit während der Arbeitszeiten gelüftet werden.
  • Die Kunden müssen beim Betreten des Studios die Möglichkeit haben, ihre Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Es ist darauf zu achten, dass sie hiervon Gebrauch machen.
  • Eine ausreichende Anzahl an Handwaschgelegenheiten mit fließendem Wasser, Seife und Einmalhandtüchern ist in der Nahe der Arbeitsplatze bereitzustellen.
  • Bei Schleifarbeiten ist neben einem Mund-Nasen-Schutz zusätzlich eine Schutzbrille oder ein Gesichtsvisier zu tragen.
  • Die Pflicht zum Tragen von Schutzhandschuhen bleibt unberührt.
  • Behandlungsstühle sind vor deren Benutzung durch einen weiteren Kunden, insbesondere im Bereich der Armlehnen, mit einem tensidhaltigen Reinigungsmittel zu reinigen.
  • Textilien wie Bezüge der Behandlungsstühle, Handtücher und Umhänge, die in Kontakt mit den Kunden eingesetzt werden, sind nach jedem Kunden auszutauschen. Vergleichbare Einwegmaterialien, etwa Einweg-Papierhalskrausen und Einweg-Umhänge sind nach jeder Bedienung eines Kunden zu entsorgen.
  • Eingesetztes Werkzeug, insbesondere Scheren, Pinsel und Nagelfeilen, ist nach jeder Bedienung  eines Kunden zu desinfizieren.
  • Oberflachen, Sanitär- und Pausenraume sowie Handkontaktflächen, die auch von Kunden angefasst werden, insbesondere Türgriffe, sind mindestens einmal täglich zu reinigen.

Zahlungsabwicklung

  • Die Bezahlung soll nach Möglichkeit ohne Bargeld erfolgen. Auf die bargeldlose Zahlungsmöglichkeit soll hingewiesen werden.
  • Bei Barzahlung hat die Geldübergabe über eine hierfür geeignete Vorrichtung oder Ablagefläche zu erfolgen, um einen direkten Kontakt zu vermeiden.

Weitere Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten

  • Die Infektionsgefährdung der Beschäftigten am Arbeitsplatz muss minimiert werden, etwa durch Schichtbetrieb mit festen Teams oder Parkplätze für Beschäftigte, um die Benutzung des öffentlichen Personennahverkehrs zu vermeiden.
  • Beschäftigte sind umfassend über die Änderungen zu informieren und zu schulen.
  • Beschäftigte, bei denen die Behandlung einer Corona-Erkrankung aufgrund persönlicher Voraussetzungen nicht oder eingeschränkt möglich ist, sowie Beschäftigte mit erhöhtem Risiko für einen schweren Corona-Verlauf dürfen nicht für Tätigkeiten mit vermehrtem Personenkontakt eingesetzt werden. Gleiches gilt für Tätigkeiten, bei denen der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.
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