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Paris Smartphones gegen das Virus: Frankreich startet Corona-App "StopCovid"

Frankreich hat seine angekündigte Warn-App "StopCovid" an den Start gebracht. Die kostenlose Anwendung steht seit Dienstag zum Herunterladen auf das Handy bereit, wie die Regierung auf Twitter mitteilte.

Die App soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Bürger sollen gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. Die Anwendung war für Android-Geräte in Googles App-Plattform Play Store und für iPhones mit dem Betriebssystem iOS im App-Store von Apple verfügbar.

Nach Installation des iOS-Updates sollte man Apples Mail-App wieder sicher nutzen können.
(Symbolbild) | Bild: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Experten hatten im Vorfeld moniert, dass die französische App nicht von den neuen Schnittstellen unterstützt wird, die Apple und Google für Corona-Tracing-Apps kürzlich für iOS und Android bereitgestellt haben.

Datenschutzrechtliche Bedenken

Frankreich hatte sich - im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern - gegen eine Zusammenarbeit mit den beiden großen Firmen entschieden. Das habe insbesondere beim iPhone zur Folge, dass die App nicht im Hintergrund laufen könne, kritisieren Experten. Sie müsse hingegen im Vordergrund geöffnet sein, um ständig Bluetooth-Signale senden und empfangen zu können - damit ist sie unter dem Apple-Betriebssystem iOS nach Experteneinschätzung quasi unbrauchbar.

Noch gibt es keine Einigugn über die Einführung einer "Stopp-Corona-App".
Einführung einer "Stopp-Corona-App". | Bild: Sebastian Gollnow/dpa

Gegen die französische App gab es auch datenschutzrechtliche Bedenken. Ein zentraler Unterschied zwischen den Lösungen der US-Konzerne und der Franzosen ist, wo der Abgleich der Daten dafür stattfinden soll.

Bei Apple und Google soll das nur auf den Smartphones geschehen, die dafür regelmäßig Listen der Schlüssel von Infizierten herunterladen. Für dieses Modell sind auch Datenschützer. Beim Konzept der Franzosen dagegen werden die Daten auf einem zentralen Server abgeglichen.

Frankreich gehört in Europa zu den Ländern, die schwer von der Covid-19-Pandemie betroffen sind. Es starben bisher fast 29.000 Menschen.

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Kommentare (20)
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  •   maehdrescher
    (1452 Beiträge)

    03.06.2020 16:18 Uhr
    Schon beachtlich
    wie sich manche Menschen auf eine Überwachungs-App freuen, die sie dann (ob zurecht oder zu Unrecht aufgrund Fehlalarm) in 14-tägige Quarantäne schickt.
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  •   tom1966
    (409 Beiträge)

    05.06.2020 12:02 Uhr
    Kontakt = Quarantäne?
    Die App soll dazu dienen, die möglichen Kontaktpersonen von Infizierten zu informieren, dass sie infiziert sein könnten. Das heist doch nicht, dass ich in Quarantäne gehe, weil ich beim Einkaufen an der Kasse 5 Minuten lang in der Nähe einer infizierten Person stand- aber ich würde mich testen lassen und wenn der Test positiv ausfällt, in Quarantäne gehen.

    Natürlich kann alles, was Daten zur Verfügung stellt missbraucht werden. Hier aber schon vor Einführung der App so etwas zu unterstellen, ist nicht als krude Verschwörungstheorie.
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  •   schmidmi
    (2663 Beiträge)

    03.06.2020 21:12 Uhr
    Lieber Mähdrescher
    Deine Argumentation ist entlarvend!
    Wenn Du also nachweislich Kontakt zu einem Erkankten hättest, würdest Du nicht vorsichtig sein, sondern ganz unbedarft andere Leute ggf. infizieren. Und das noch ohne jedes Schuldgefühl. Hauptsache, Du musst nicht in Quarantäne....
    Ein wahrer Menschenfreund und guter Mitbürger! *Ironie aus....
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    03.06.2020 16:27 Uhr
    Du willst es nicht kapieren stimmts?
    Dir haben jetzt mehrere Informatiker ausführlich erklärt wie die App funktioniert aber es scheint genau 0 angekommen zu sein. Ergo lässt sich daraus schliessen dass Du nur zum provozieren und immer wieder die gleiche Leier verbreiten hier kommentierst. Danke für die Bestätigung.
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  •   maehdrescher
    (1452 Beiträge)

    03.06.2020 16:43 Uhr
    Sag an, Avatar
    gehst du wirklich nicht in häusliche Isolation, wenn deine App dir sagt, dass du zu einem Infizierten Kontakt hattest? Dann machst du dich strafbar.
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    03.06.2020 16:54 Uhr
    Du redest wirr Mähdrescher
    sehr wirr. Wo habe ich das geschrieben?
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  •   barheine
    (367 Beiträge)

    03.06.2020 14:27 Uhr
    Ich glaube nicht, dass das mit Bluetooth funktionieren wird, weil die Abstandsmessung einfach viel zu unzuverlässig ist und von den verbauten Komponenten im Gerät abhängt und der Umgebung, in der gemessen wird. Unzählige Fehlalarme dürften die Folge sein.
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  •   Propagandahilfskraft
    (1541 Beiträge)

    03.06.2020 15:14 Uhr
    Fehlalarme können auch gewollt sein!
    Dem kreativen Gebrauch dieser App zur Anforderung einer Betriebsstillegung, Quarantäne für auserwählte Mitbürger und ähnlichen behördlichen Anordnungen sind da nur wenige Grenzen gesetzt. Ich bin schon jetzt gespannt wie diese App auf unkonventionelle Weise genutzt werden wird. Und besonders gespannt bin ich wie dies mich als Nichtschlauphonehalter betrifft.
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  •   Avatar
    (831 Beiträge)

    03.06.2020 15:58 Uhr
    Alter
    von was träumst Du Nachts? Das müssen ja Albträume sein *kopfschüttel
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  •   Propagandahilfskraft
    (1541 Beiträge)

    03.06.2020 18:52 Uhr
    Ich finde diese Vorstellungen ...
    ... fast schon etwas lustig. Also von Albträumen ist das weit entfernt. Wäre ich Kontrollfanatiker, ja dann ... bin ich aber nicht. Wer bei diesen Vorstellungen nicht schmunzeln kann, der leidet sehr wahrscheinlich unter Kontrollzwang.
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