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Stuttgart 300.000 Laptops und Tablets: Viele Geräte werden zum Schulstart nicht bereitstehen

300.000 Laptops und Tablets sollen für Schüler in Baden-Württemberg angeschafft werden - und knapp drei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres in Baden-Württemberg sind fast alle Fördermittel für diese Digitalausstattung der Schulen ausgezahlt worden. Es seien bislang 95 Prozent der Mittel an die Landkreise und Schulträger überwiesen worden, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Dienstag. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Die Geräte sollen nach früheren Angaben des Kultusministeriums ausgeliehen werden können, damit kein Kind benachteiligt wird, weil es zu Hause keinen Computer zur Verfügung hat.

Inbetriebnahme zu Schulbeginn unwahrscheinlich

Nach einer Umfrage der "Stuttgarter Zeitung" kaufen Kommunen zwar in großem Stil Laptops und Tablets für die Schüler. Von den sechs größten Städten im Südwesten werde am ersten Schultag allerdings nur eine Kommune ihre Geräte schon verteilen können, berichtet die Zeitung.

Eine Schülerin sitzt in Münster mit einer Mund- und Nasenmaske im Klassenzimmer. In Nordrhein-Westfalen hat die Schule nach den Sommerferien wieder begonnen - mit Maskenpflicht im Unterricht.
Schüler sollen Tablets und Laptops erhalten, um auch von Zuhause aus am Unterricht teilnehmen zu können. | Bild: Guido Kirchner/dpa

So heißt es zum Beispiel in Stuttgart: "Eine Inbetriebnahme und Nutzung direkt zum Schulbeginn ist unwahrscheinlich." Rund 10.000 Tablets habe die Stadt bislang bestellt, 13.000 sollen es insgesamt werden. Mit einer Lieferung werde Mitte September gerechnet. "Allerdings müssen die Geräte dann noch konfiguriert werden", teilte die Stadtverwaltung mit.

130 Millionen Euro insgesamt bereitgestellt

In Ulm hieß es, zum Schulstart werde "nur ein kleiner Teil der notwendigen mobilen Endgeräte zur Verfügung stehen". Nur Heidelberg geht davon aus, dass die Schulen zum Schulbeginn alle Geräte einsetzen können, sollten diese rechtzeitig geliefert werden.

Ein Schüler tippt auf einem iPad.
Ein Schüler tippt auf einem iPad. | Bild: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Insgesamt stehen für den Kauf der Geräte, Zubehör und Lehrerfortbildung 130 Millionen Euro zur Verfügung. Bund und Land teilen sich die Kosten zu gleichen Teilen. Das Sonderausstattungsprogramm des Bundes für Laptops hat ein Volumen von einer halben Milliarde Euro.

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  •   IchKA
    (955 Beiträge)

    26.08.2020 13:24 Uhr
    Armes Deutschland
    im EU- Ranking was Digitalisierung in Bildungssektor anbetrifft fast Schlusslicht. Obendrein wird ministerial Lehrern noch untersagt ihre eigenen Laptops einzusetzen
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  •   barheine
    (395 Beiträge)

    26.08.2020 09:41 Uhr
    Mit dem Kauf allein ist es auch nicht getan. Wer wartet und pflegt die Geräte und die Software darauf eigentlich? Und was passiert, wenn tausende Geräte plötzlich von einem Virus außer Gefecht gesetzt sind.
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