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Stuttgart Landtag-Sondersitzung am Freitag soll Entscheidung über regionale Lockerungen bringen

Das Land Baden-Württemberg lässt weiterhin offen, ob es regionale Lockerungen des Lockdowns auf Kreisebene zulassen wird oder nur landesweit vorgehen will. Er werde bei der Sondersitzung im Landtag am Freitag darstellen, wie die Beschlüsse von Bund und Ländern für Baden-Württemberg umgesetzt werden, teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag mit. "Dazu gehört dann auch die Frage, wie wir mit den Regionen umgehen und der drohenden Gefahr des Einkaufstourismus, wenn die eine Region öffnet und die Nachbarregionen noch zu haben."

Der Beschluss von Bund und Länder für regionale Lockerungen umfasst die Möglichkeit, Öffnungen an die landesweite Inzidenz zu koppeln oder aber nach Stadt- und Landkreisen vorzugehen. Der baden-württembergische Landkreistag hatte sich zuvor kritisch zu den regionalen Öffnungen geäußert.

Man befürchte, dass ein "Ausweichverkehr" einsetzen werde in Kreise mit größerer Lockerung.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nimmt an einer Pressekonferenz teil.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nimmt an einer Pressekonferenz teil. | Bild: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild

Sollte es allerdings eine landesweite Lösung geben, wären schnelle weitere Öffnungen wohl erst einmal nicht möglich. Denn: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Virus pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche im Südwesten ist in den vergangenen Tagen - auch wegen der Virus-Varianten - wieder gestiegen. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 54,4.

In Karlsruhe liegt die Inzidenz bei 53,2 im Stadtkreis und 54,1 im Landkreis.

 

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  •   Kicherente
    (141 Beiträge)

    05.03.2021 21:03 Uhr
    Wir sind im 21. Jahrhundert
    Wer den Bürgern nicht vertraut darf sich über den Vertrauensverlust gegenüber der Politik nicht wundern.
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  •   Micha
    (138 Beiträge)

    05.03.2021 12:45 Uhr
    Außerdem...
    kann Papa Kretsche das gar nicht entscheiden. So wie der Föderalismus verhindert, dass der Bund sich in Gesundheitsfragen einmischt, darf dies das Land auf Kommunalebene ebensowenig.
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  •   80er
    (5973 Beiträge)

    05.03.2021 22:47 Uhr
    Selbstverständlich....
    ....die Kommunen sind enger an ihre Bundesländer gebunden als die Bundesländer an den Bund. Nicht umsonst sind z. B Kommunalbeamte indirekte Landesbeamte. Oder die Bezeichnung des ersten Stellvertreter eines Landrates: "Erster Landesbeamter".
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  •   Angry
    (64 Beiträge)

    05.03.2021 15:33 Uhr
    Unter einem anderen Artikel ...
    bemängelte jemand, dass "die Bürger behandelt werden wie kleine Kinder". Ich antwortete darauf, dass sich ja auch nicht wenige so verhalten.
    Jetzt frage ich mich gerade, ob dieses Mutti-und-Papa-Gequatsche sich in dem tiefsitzenden Wunsch begründet, nicht ernst genommen werden zu wollen, oder eben wie ein Kind behandelt zu werden?
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  •   Ullermann
    (197 Beiträge)

    05.03.2021 10:07 Uhr
    Hmm...
    *Man befürchte, dass ein "Ausweichverkehr" einsetzen werde in Kreise mit größerer Lockerung.*

    Und was ist wenn BW einheitlich alles dicht lässt bis es der Inzidenzwert für komplett BW zulässt Lockerungen vorzunehmen und in Bayern, Hessen, Rheinland Pfalz wird auf Kreisebene größere Lockerungen vorgenommen. Wie soll der dadurch entstehende Shopping Tourismus unterbunden werden?

    Nur mal so gefragt
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  •   schlaule2
    (347 Beiträge)

    05.03.2021 16:11 Uhr
    wenn die Memnschheit nur etwas hirn im Kopf
    hätte würde Shoppingtourismus gar nicht stattfinden, shoppen ist für viele aber wichtiger als die lebende Oma
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  •   fahrbahnteiler
    (373 Beiträge)

    05.03.2021 16:19 Uhr
    Hätten
    EU und Bundesregierung nicht bei der Impfstoffbestellung geschlafen, dann wären alle Omas längst geimpft und vor schweren oder tödlichen Verläufen geschützt. Jetzt stattdessen auf den Menschen herumzuhacken, die nach Monaten mal wieder einkaufen gehen wollen, ist komplett daneben.
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  •   tom1966
    (1281 Beiträge)

    08.03.2021 10:56 Uhr
    Naja,
    Shoppen ist ja auch absolut lebensnotwendig! zwinkern
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  •   Venus
    (4 Beiträge)

    05.03.2021 21:32 Uhr
    Stimmt so nicht
    ... denn
    1. wurde genügend Impfstoff bestellt - nur gibt es keine Garantie für eine Lieferung, wenn die ganze Welt was haben will
    2. musste man auf einige Impfstoffe verteilen, weil niemand wissen konnte, welcher nun der erste sein wird, in der Zulassung
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