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Stuttgart Karlsruher Stadtkreis steigt über 20er-Inzidenz

So langsam sie zuletzt gesunken war, so schnell steigt die Corona-Inzidenz im Südwesten wieder an. Im landesweiten Schnitt der vergangenen sieben Tage ist nach Daten vom Mittwoch bei 8,1 je 100.000 Menschen eine Neuinfektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Am Vortag hatte der Wert noch bei 7,2 gelegen. Auch im Karlsruher Stadt- und Landkreis sind die Inzidenzen wieder deutlich angestiegen.

Die Städte Ulm (26,8) und Karlsruhe (20,8) sowie der Landkreis Heidenheim (20,3) liegen über der 20er-Marke. Entscheidend für schärfere Maßnahmen ist die Schwelle zur 35er-Inzidenz. Am niedrigsten war der Wert mit 0,5 im Landkreis Schwäbisch Hall.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im Südwesten seit Beginn der Pandemie stieg um 229 auf 502.324, wie die Behörde mitteilte. 10.328 Menschen sind inzwischen an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit gestorben. Das waren fünf mehr als am Vortag. Als genesen gelten geschätzt 490.146 Infizierte (plus 121).

Im Karlsruher Stadt- und Landkreis sind aktuell 186 Personen mit dem Virus infiziert, 28.735 gelten als genesen. Verstorben sind bisher 693 Personen. 

43,3 Prozent der Menschen im Südwesten vollständig geimpft

15,2 Prozent der betreibbaren 2.373 Intensivbetten sind der Mitteilung nach im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Die Lage in den Krankenhäusern soll zusätzlich zur Inzidenz auch verstärkt eine Rolle bei der Beurteilung von notwendigen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie spielen. Solche Intensivbetten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

Eine Krankenschwester und ein Arzt kümmern sich um einen Patienten auf der Corona-Intensivstation in einem Lissaboner Krankenhaus.
Eine Krankenschwester und ein Arzt kümmern sich um einen Patienten auf einer Corona-Intensivstation. | Bild: Armando Franca/AP/dpa

6.391.431 Menschen in Baden-Württemberg sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts mittlerweile einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das sind den Daten zufolge 57,6 Prozent der Bevölkerung. Der Bundesschnitt liegt bei 58,9 Prozent. Als vollständig geimpft gelten den Daten zufolge im Südwesten 4.810.495 Menschen oder 43,3 Prozent (bundesweit: 43,7). Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht eine Dosis. Bei allen anderen Vakzinen sind zwei Spritzen nötig.

Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle.
Testsets mit Abstrichstäbchen liegen in einem Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle. | Bild: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 141.536 Fälle mit Hinweisen auf «besorgniserregende Varianten» übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben. Vor allem bei der als hoch ansteckend geltenden Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, ist die Tendenz steigend.

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  •   andip
    (11134 Beiträge)

    15.07.2021 13:46 Uhr
    Tja
    Der grösste Teil dürfte wohl wegen dem Vorfall im Topsy herstammen.
    In einer Woche wird der wieder rausgerechnet.
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  •   Kojak
    (648 Beiträge)

    15.07.2021 16:47 Uhr
    Das schon.
    Aber die Personen haben ja inzwischen weitere angesteckt. Da kann man schon mit steigenden Zahlen rechnen.

    Und da bin ich wieder bei meiner ständigen Kritik: die Zahl der Infektionen allein ist irrelevant, die Inzidenzwerte sind nicht mehr aussagekräftig und müssen durch andere Zahlen ersetzt werden: Erkrankungen, schwere Erkrankungen (Krankenhauseinweisung), Fälle auf Intensivstation.

    Wenn wir bei den Grenzwerten rein nach Inzidenz bleiben, sind wir in maximal vier Wochen wieder im totalen Lockdown. Alles geschlossen + Ausgangssperre. Nötig wäre das nicht, weil immer mehr Geimpfte vor schweren Verläufen geschützt sind.
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  •   Beiertheimer
    (1315 Beiträge)

    16.07.2021 09:35 Uhr
    Recht hasch
    aber die Inzidenzjünger hängen halt an ihrem Wert.
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