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Karlsruhe Der nächste Lockdown kommt! Ab Dienstag gilt in Karlsruhe die Corona-Notbremse

Die Corona-Zahlen in Karlsruhe steigen wieder - und jetzt müssen die Karlsruher den Preis dafür zahlen: Ab Dienstag, 6. April, um 0 Uhr, gelten wieder verschärfte Lockdown-Regelungen im Stadtkreis - die "Corona-Notbremse" greift. Was dann gilt - die wichtigsten Regelungen in der Übersicht.

"Mit Sorge blicken die Verantwortlichen im Gesundheitsamt auf die immer weiter steigende Zahl an Corona-Infektionen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe", schreibt das Landratsamt Karlsruhe in einer Pressemeldung. In nur einem Monat hat sich die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt demnach von 53,2 am 3. März auf 109,9 an Karfreitag mehr als verdoppelt und befindet sich nach einem kurzzeitigen Rückgang wieder im Anstieg.

Das sind die aktuellen Corona-Zahlen am Samstag, 3. April.
Das sind die aktuellen Corona-Zahlen am Samstag, 3. April. | Bild: Landratsamt Karlsruhe

Landratsamt Karlsruhe zieht die Corona-Reißleine

Im Landkreis hat sich die 7-Tage-Inzidenz von 54,1 am 3. März auf 144,7 an Karfreitag fast verdreifacht. Die daher dort bereits seit 23. März geltende "Corona-Notbremse" wird nun aufgrund der konstant hohen Fallzahlen auch auf den Stadtkreis Karlsruhe ausgeweitet.

"Das Landratsamt Karlsruhe hat als zuständiges Gesundheitsamt auch für den Stadtkreis Karlsruhe am 2. April per Allgemeinverfügung festgestellt, dass seit drei Tagen in Folge eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner besteht", heißt es in der Pressemeldung weiter.

Was bedeutet die Notbremse konkret für Karlsruhe?

Unter anderem gelten ab Dienstag in Karlsruhe daher folgende Regelungen:

  • Der Einzelhandel darf kein "Click&Meet" mehr anbieten, "Click&Collect" bleibt möglich
  • Körpernahe Dienstleistungen müssen schließen, Friseurbetriebe dürfen geöffnet bleiben, aber ausschließlich Friseurdienstleistungen anbieten
  • Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten müssen für den Publikumsverkehr schließen
  • Individualsport auf weitläufigen Anlagen wie zum Beispiel Golf sind erlaubt, schließen müssen Außen- und Innensportanlagen für den Freizeit- und Amateursport
  • Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen müssen zum Onlineunterricht zurückkehren

Die Regelungen für private Treffen ändern sich nach Angabe des Landratsamtes durch das Inkrafttreten der "Corona-Notbremse" nicht. Möglich bleiben weiterhin Treffen im privaten und öffentlichen Raum von zwei Haushalten mit insgesamt maximal fünf Personen. Kinder der beiden Haushalte bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Größere Haushalte dürfen sich mit einer weiteren nicht dem Haushalt angehörigen Person treffen.

"Weitere Verschärfungen nicht auszuschließen"

"Sollten sich die Zahlen weiterhin so dynamisch entwickeln wie in den letzten Tagen, können auch weitere Verschärfungen nicht ausgeschlossen werden", so das Landratsamt weiter. Hierzu gehöre insbesondere eine nächtliche Ausgangssperre. "Stadt und Landkreis sind hierzu in enger Abstimmung und werden abhängig vom Infektionsgeschehen auch über das Wochenende das weitere Vorgehen beraten."

Mehr zum Thema
Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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  •   wolkenschauer
    (1454 Beiträge)

    04.04.2021 23:15 Uhr
    Studie: No- Covid- Länder haben ihre Wirtschaft am besten geschützt
    - Einer neuen Studie aus Frankreich zufolge schützen No-Covid-Ansätze die Wirtschaft weit besser als Eindämmungsstrategien.

    - Vermeintlichen Widersprüchen zwischen dem Schutz von Menschenleben und dem der Konjunktur erteilen die Wissenschaftler eine Absage.

    - Stattdessen sei die No-Covid-Strategie sowohl für die Konjunktur als auch für die Gesundheit der Bevölkerung die bessere Wahl.

    Für diese Leute, die bereit und fähig sind, sich mit wissenschaftlichen Studien zu befassen, sende ich mal den entsprechenden Link zur Vertiefung :

    https://www.rnd.de/wirtschaft/studie-no-covid-lander-haben-ihre-wirtschaft-am-besten-geschutzt-I6TA2VIASZHTBFLFRPOT4U5DM4.html

    Bleibt gesund ! grinsen
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  •   Schillerlocke
    (452 Beiträge)

    05.04.2021 08:30 Uhr
    Hm, eine Studie, die bescheinigt,
    dass man mit der monatelangen Schließung der Fabriken sogar noch Geld verdient.

    Wer hätte das gedacht.

    Gratulation.
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  •   Dalli_Klick
    (580 Beiträge)

    05.04.2021 08:58 Uhr
    So sind sie halt.
    Die überzeugten Anhänger des Sozialismus. Jetzt muss der angebliche Gesundheitsschutz herhalten um den bösen Kapitalismus abzuschaffen...
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  •   Motorhead
    (194 Beiträge)

    05.04.2021 14:37 Uhr
    Man
    man man...dazu fällt einem nichts mehr ein.
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  •   Kommentar
    (585 Beiträge)

    05.04.2021 01:02 Uhr
    Mal wieder Unsinn
    Das sind alles (quasi) Inseln. Die haben keine (offenen) Grenzen zu anderen Ländern.

    Und RND macht keine Studien. Die fassen die nur populär-journalistisch zusammen zwinkern
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  •   wolkenschauer
    (1454 Beiträge)

    05.04.2021 01:47 Uhr
    Genau lesen, statt mit 'Unsinn' zu 'argumentieren'
    Den Verweis auf die im Link verlinkte französische Studie haben Sie anscheinend geflissentlich-sorgfältig überlesen (wollen ?). zwinkern Und bs mit Clemens Fuest, Leiter des Ifo-Instituts in München, gibt es schon mal einen promineneten Unterstützer der NoCovid-Strategie.

    Weitere Pandemiebekämpfungsstrategien (3 Hauptströmungen) habe ich mal zum übersichtlichen Nachlesen (enth. weitere Artikel zum Vertiefen), verlinkt.

    Wissenschaftliches Neuland ? Ich hab mir übrigens ausdr. keine Meinung zu eigen gemacht. Aber das Groh der Wissenschaft, steht überwältigend weder für Jo-Jo-Lockdowns, noch für Inzidenzenunabhängige Öffnung, die allein durch ne Teststrategie ala Tübingen abgesichert wird.

    Tübingen macht bei umfänglich, sprich flächig niedrigen Inzidenzen, einer deutlich niedrigeren Belastung der Intensivbettenbelegung, einem R-Wert deutlich unter 1 und einer zuverlässigen dichten Testung bei Betrieben, Schulen, Kitas, Handel, Gastronomie, Kultur Sinn.
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  •   Kommentar
    (585 Beiträge)

    05.04.2021 21:52 Uhr
    Natürlich habe ich den Link gesehen
    Aber dann verlinkt man die Studie direkt, und nicht eine "Zusammenfassung".

    Und das mit Unsinn bezog sich auf die Studie.

    Alle Länder, die dort "NoCovid" gemacht haben, haben keine (nutzbaren) Landgrenzen zu anderen Ländern. Darum haben die "NoCovid" gemacht - weil sie das konnten. Das dann mit anderen Ländern zu vergleichen, die Landgrenzen haben ist absolut unsinnig. Und Taiwan fehlt in der Liste.
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  •   wolkenschauer
    (1454 Beiträge)

    05.04.2021 01:54 Uhr
    .....
    Jetzt zu Beginn der 3. Welle, zeigt sich deutlich, dass 'Tübingen' keine aktuelle Verbesserungen bietet. Die Stellungnahmen von Lisa Federle sind hier sehr von Besorgnis geprägt. Sie hat immer drauf hingewiesen, dass bei unverantwortbaren Inzidenzen und zunehmenden Belastungen der Intensivmedizin auch ein Abbruch im Raume steht.
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  •   wolkenschauer
    (1454 Beiträge)

    04.04.2021 23:35 Uhr
    No Covid, Jo-Jo-Effekt, elastischer Stufenplan: Wie sich die Corona-Strategien unterscheiden
    Vor 1 1/2 Monaten wurden mal vom Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd.de) die unterschiedlichen Strategieansätzung zur Bekämpfung der Pandemie gut zusammengefasst.

    Überschriften:

    - Wie raus aus dem Lockdown? Deutschland sucht nach einer Strategie für die kommenden Monate mit Corona.

    - Anfang März entscheiden die Politiker erneut – aber was ist der richtige Weg?

    - Wissenschaftler liefern mitten in der polarisierenden Debatte verschiedene Ansätze – von No Covid über die 10 als Lockerungsmaßstab bis hin zur Abkehr vom Inzidenzwert.

    Zur lesenswerten ernsthaften Vertiefung :

    https://www.rnd.de/gesundheit/corona-strategien-no-covid-jojo-effekt-elastischer-stufenplan-wo-ist-der-unterschied-F6P62ZXU2NE7XLTCHOKY2NZU2E.html

    Viel Vergnügen ! grinsen
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  •   wolkenschauer
    (1454 Beiträge)

    04.04.2021 23:36 Uhr
    ...
    Sorry, für einige kleine Vertipper
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