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Stuttgart Demo auch in Karlsruhe: 30 kleinere Kundgebungen zum Tag der Arbeit geplant

Der Tag der Arbeit gehört den Gewerkschaften. Doch die Veranstaltungen fallen infolge der Corona-Pandemie schon zum zweiten Mal kleiner aus. Auch in Karlsruhe wird demonstriert.

Keine großen Massen auf den Straßen und größere Kundgebungen: Der traditionsreiche Tag der Arbeit am 1. Mai findet in Zeiten von Corona anders statt. So plant der Südwestableger des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für den 1. Mai in Zeiten der Pandemie rund 30 kleinere Kundgebungen mit Abstand und entsprechenden Hygienekonzepten. 

In Karlsruhe wird von 11 bis 14 Uhr am Marktplatz, Stephanplatz, Kronenplatz und am Friedrichsplatz demonstriert. Auch in Pforzheim, Mannheim und Heidelberg finden am Samstagmorgen Kundgebungen statt. Die Hauptkundgebung mit DGB-Landeschef Martin Kunzmann in Reutlingen wird am heutigen Tag (11 Uhr) zugleich im Internet übertragen.

Verdi-Landeschef Martin Gross sagte, die Corona-Krise habe schonungslos offengelegt, wo die Sparpolitik der letzten Jahrzehnte Lücken in der Daseinsvorsorge, insbesondere im gesamten Gesundheitswesen, gerissen habe. "Eine Sparpolitik, die sich im vergangenen Jahr bitter gerächt hat."

Der Verdi-Funktionär warnte zugleich vor den Folgen eines möglichen Personalabbau von Grün-Schwarz im öffentlichen Dienst im Südwesten. Weniger Staat und damit weniger Daseinsvorsorge könne und dürfe nicht die Antwort auf diese epochale Krise sein.

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Kommentare (5)
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  •   AhmedDerAufklärer
    (308 Beiträge)

    01.05.2021 12:40 Uhr
    also
    die Sorge "Der Verdi-Funktionär warnte zugleich vor den Folgen eines möglichen Personalabbau von Grün-Schwarz im öffentlichen Dienst im Südwesten" scheint mir unbegründet; im Gegenteil:
    an vielen Stellen werden Behörden ausgebaut und aufgestockt, die Staatsquote steigt.
    In diese Richtung weiter zu gehen kann aber kein Ziel sein (so schön es für den Einzelnen Mitarbeiter auch sein mag...), da es auch Menschen geben muß, die die Gelder erwirtschaften, die im Öffentlichen Sektor ausgegeben werden.
    Wie wäre es, mal an die Mitglieder zu appelieren, in Ihren Behörden mal überholte, ineffiziente Abläufe von anno dazumal zu anzusprechen und zu überprüfen und notfalls auch mal nach außen zu tragen... (Digitalisierung; übertriebener Bürokratismus, Faxgeräte, etc.). Es muss nicht immer alles von oben kommen.
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  •   tom1966
    (1342 Beiträge)

    03.05.2021 08:56 Uhr
    Öffentlicher Dienst
    In den letzten Jahrzehnten wurde im Bereich des öffentlichen Dienstes an allen Ecken und Enden - und insbesondere beim Personal - gespart. Versuchen sie doch einmal, ihre Adresse zu ändern und nehmen sich dazu nur eine Stunde Zeit: Die Zeit reicht nicht! Und warum? Weil zu wenig Personal da ist.
    Ein anderes Beispiel: Die Polizei geht personell auf dem Zahnfleisch, insbesondere im ländlichen Raum. Die Mindeststärke im Streifendienst kann häufig nur durch Unterstützung anderer Schichten erreicht werden, wenn es Ausfälle durch Krankheit und / oder Urlaub gibt. Nur einmal zum Vergleich: Berlin: 3,7 Mill. Einwohner, 18 900 Polizisten, BW: 11,3 Mill. Einwohner, knapp 25 000 Polizisten, auf die Fläche gehe ich schon gar nicht ein.

    Fazit: Der öffentliche Dienst muss wieder attraktiver werden!
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  •   AhmedDerAufklärer
    (308 Beiträge)

    03.05.2021 15:19 Uhr
    Es
    gibt a) viele gute Gründe Bereiche des Öffentlichen Diensts zu stärken und auszubauen. Es gibt aber auch b) viele gute Gründe in anderen Bereichen des Öffentl. Diensts zu rationalisieren und die Produktivität der in anderen Bürojobs anzugleichen (und das eingesparte Steuergeld in a zu stecken).
    Beim zweiten Thema hapert es allerdings sehr stark.
    Wenn Sie schreiben "Versuchen sie doch einmal, ihre Adresse zu ändern und nehmen sich dazu nur eine Stunde Zeit: Die Zeit reicht nicht" so hängt das genau mit der mangelnden Effizienz zusammen.
    Wer wie 1962 arbeitet -dieses Phänomen gibt es glaube ich fast nur im Öffentlichen Dienst- ist eben mit dem Service nicht auf der Höhe der Zeit.
    Auch beim Thema Corona sieht man wie uns allen ein Bürokratismus der sich teils verselbständigt hat, sehr schadet (7 Arzt-Unterschriften für jede einzelne Impfung...!; Impfstoffmanagement...; Faxgeräte...); hier geht es um Menschenleben.
    Wer änderts?
    Die Gewerkschaften erlebe ich eher als Bremser denn Motor
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  •   80er
    (6000 Beiträge)

    02.05.2021 21:47 Uhr
    Nun....
    ....die Beschäftigten wollen es sehr wohl. Wer am meisten mauert sind die Behördenleiter.
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  •   Gevatter
    (545 Beiträge)

    01.05.2021 17:05 Uhr
    Nun, man rationalisiert nicht seinen
    eigenen Arbeitsplatz weg. Das sieht man schon an dem Gezeter um die Verkleinerung des Bundestages, oder auch von Stadtstaaten mit Bundesländern.
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