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Karlsruhe Steigende Fallzahlen in Karlsruhe und der Welt: "Das Virus ist definitiv mutiert"

Aktuell steigen die Infektionszahlen wieder an - auch in Karlsruhe. Uwe Spetzger, medizinischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums über die derzeitige Entwicklung, veränderte Krankheitsverläufe und die Mutation des Virus Sars-CoV-2.

In Karlsruhe steigen die Infektionszahlen immer weiter an. Am Montag, 24. August, sind 58 Einwohner der Stadt infiziert. In der vergangenen Woche lag die Zahl bei 39, noch eine Woche zuvor bei 20.

Der überwiegende Anteil der Neuinfektionen lässt sich laut dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts auf Reiserückkehrer zurückführen.

"Maske tragen und Abstand halten"

"Wir sind nachlässiger geworden mit den Hygienevorschriften, wir sind nachlässiger geworden mit dem persönlichen Abstandhalten", so Uwe Spetzger, medizinischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Karlsruhe, im Videointerview.

Die Wissenschaft habe jüngst neue Erkenntnisse ans Tageslicht gebracht. "Es ist eindeutig bewiesen, dass das Virus mutiert ist, es ist nicht mehr der Urstamm, der damals in China isoliert wurde", erklärt der Klinik-Chef. Vor allem die Hülle des Virus habe sich verändert, womöglich ein Indiz für eine höhere Infektiosität.

"Maske tragen und Abstand halten: Diese zwei Gebote werden uns in den Herbst, in den Winter und wahrscheinlich sogar bis ins Jahr 2021 begleiten", sagt Uwe Spetzger abschließend.

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  •   peddersenn
    (1031 Beiträge)

    27.08.2020 15:05 Uhr
    Genaues weiss man nicht.....
    ...aber dieses ewige "Wir sind nachlässig geworden" oder "die Reiserückkehrer sind schuld" ist m.E. auch ein wenig ne überinterpretation.

    Wenn 30 Infizierte mehr die Fallzahl verdoppeln bzw. deren Verhalten schon ne neue Risikogruppe und - quelle aufmachen, dann ist das Jammern auf hohem Niveau. Das kriegen wir hin.

    Wir haben die Zahlen zu Anfang durch nen ziemlich absoluten Lockdown in den Keller gebracht - und damals hatte keiner ne Maske auf (die ich nicht kritisieren will).
    Dann wurden Schulen, Kneipen, Konzerte, Einkaufsbummel und unzähliges andere wieder erlaubt, die Beschränkungen zurückgefahren. Im Rahmen der Erwägungen zwischen absolutem Stillstand und einigermassen Leben und Verdienst (was ich auch nicht kritisieren will).

    Aber wenn man verstärkt Begegnungen incl. unweigerlich damit verbundene Fails erzeugt, dann gehen die Zahlen eben wieder hoch - das wusste man auch schon vorher und hat das wissentlich in Kauf genommen.

    Komplizierter ists wohl nicht.
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  •   UngueltigDannZuLang
    (140 Beiträge)

    25.08.2020 19:12 Uhr
    Es gibt keine Garantien
    Die Grippeimpfungen bisher wurden nach einer angenommenen Verbreitung verschiedener Viren zusammengestellt. Dabei hat man sich leider auch schon getaeuscht.

    Mich beruhigt einigermassen, dass trotz der steigenden Corona-Infektionszahlen, die Todeszahlen zwei, drei Wochen spaeter nicht in die Hoehe schnellen. Ganz anders als damals, als die Pandemie vermutlich schon lange virulent war und zur Katastrophe zu werden drohte. Bzw. in Italien, Frankreich und Spanien wurde. Und anschliessend auch in Brasilien und den USA aus reiner Ueberheblichkeit, Ignoranz und Dummheit. Vermutlich haben wir inzwischen etwas dazugelernt.

    Hoffen wir mal, dass das ganze in einem Schnupfen endet. Sicher bin ich da noch nicht. Wuenschen wuerde ich es mir.
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  •   barheine
    (395 Beiträge)

    25.08.2020 10:39 Uhr
    Abstand halten? Ja, wie denn? Die Leute rücken einem dermaßen auf die Pelle - und ständig kreuz und quer auf dem gesamten Gehweg.
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  •   Schillerlocke
    (360 Beiträge)

    26.08.2020 21:21 Uhr
    Genaumeine Beobachtung
    Manche haben einfach kein Gespür für Abstand. Gerade im der Bahn kann man dem kaum entgehen. In der Warteschlange an der Kasse muss man auch häufig darum bitten, dass die Mitwarter einem doch bitte nicht so dicht auf die Pelle rücken sollen. Dank Corona bekommt man heutzutage lautstarke Unterstützung vom Kassenpersonal.
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  •   Gevatter
    (397 Beiträge)

    25.08.2020 10:27 Uhr
    Normalerweise braucht es 10 bis 15 Jahre für die Zulassung
    eines Impfstoffes. Hier ein Bericht von Tagesschau.de.
    Tagesschau.de
    Hier Impfgegner zu kriminalisieren ist sehr fragwürdig, da bei demjenigen mit der Impfung u.U. der Teufel mit dem Bezelbub ausgetrieben wird.
    Habe in meiner Familie ein tragisches Beispiel. Mein Stiefvater lies sich nie gegen Grippe impfen. Hatte auch nie größere Probleme. Sein Arzt drängte ihn eine Grippeschutzimpfung machen zu lassen. In dieser Grippesaison starb er wegen einer starken Grippe. Deswegen stehe ich diesen Impfungen sehr kritisch gegenüber, und ich kenne viele, die mit der Grippeimpfung schlechte Erfahrungen gemacht haben.
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  •   stefko
    (2329 Beiträge)

    25.08.2020 12:19 Uhr
    Das tut mir leid für Dich
    Aber wenn ich Dich richtig verstehe, starb er doch trotz der Impfung und nicht an dieser.
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  •   Gevatter
    (397 Beiträge)

    25.08.2020 12:33 Uhr
    Richtig
    Er starb nicht an dieser, sondern bekam trotz Grippeschutzimpfung eine starke Grippe. Ist schon ein paar Jahre her.
    Mir geht es darum, dass ein Impfstoff gegen Corona eine trügerische Sicherheit produziert. Bei Grippeschutzimpfungen ist die Wirksamkeit manchmal nur bei 15 - 20%. Und da stampft man nun einen Impfstoff in wenigen Monaten aus den Laboren.
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  •   RainerBu
    (1244 Beiträge)

    25.08.2020 08:22 Uhr
    ich frage mal
    Impfgegner ? Körperverletzung ? eine Impfung verhindert ja vielleicht auch nicht völlig, dass man das Virus weitergeben könnte.
    Ich seh das Problem , dass es schwierig wird den Schutz durch einen Impfstoff nachzuweisen. Auch ist unklar wann er da ist . Und dann dauert Produktion und Verteilung lange. Wichtiger wäre die Frage wer und warum besonders gefährdet ist . Und ein Medikament das dann gut hilft.
    Würde mich schon impfen lassen .Aber sollte man das wenn nur ein paar Prozent gefährdet sind und es dann noch heißt : der Impfstoff schützt.Vielleicht.Zu 50 Prozent.
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  •   Senfdazu
    (412 Beiträge)

    25.08.2020 05:55 Uhr
    😎
    Neben dem Impfstoff brauchen wir aber auch die Vernunft für das Mitmachen aller gegen Covid-19: 1.) Nase-Mund-Masken korrekt tragen (viele in meiner Bahn RB2 wissen nicht, wo ihre Nase ist oder denken, dass eine Kinn- oder Halsbedekung reicht) (im Übrigen habe ich gestern einen DB-Mitarbeiter in der RB2 aus Mannheim kommend angesprochen, seine Maske aufzusetzen, scheinbar haben es nicht mal die DB-Leute den Ernst der Lage kapiert. Und dazu kommt noch: darf jeder DBler nach Dienstschluss in der 1.Klasse nach Hause fahren? ) und 2.) das Impfverweigerer umdenken, denn es handelt sich dann auch um eine Körperverletzung der Mitbürger. Meine Feststellung und Meinung.
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  •   indigo261
    (4 Beiträge)

    24.08.2020 18:18 Uhr
    Mutation
    Auch wenn für viele Menschen das Wort "Mutation" schlimme Dinge erahnen lässt (Apokalypse, Zombie-Ausbruch und dergleichen) so bedeutet eine Mutation erst mal nur Veränderung. Die Pharmazeutische Zeitung hat dazu einen sehr interessanten Bericht:
    "In der Regel passt sich ein neues Virus mit der Zeit an seinen Wirt an. Laut Drosten ist eine Möglichkeit, dass das Virus anfängt, mehr die Nasenschleimhaut zu befallen und weniger die Lunge. Dadurch würde aus der Lungenerkrankung im Laufe der Zeit eine Art Schnupfen. Der Erreger könnte also, wenn er sich an den Menschen anpasst, an Gefährlichkeit verlieren."
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