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Ravensburg Corona-Tests: Die meisten sind gegen Kostenübernahme

Von kostenlosen Corona-Tests bei Reiserückkehrern halten die meisten Menschen in Süddeutschland einer Umfrage zufolge nicht viel: Demnach fänden es etwa drei Viertel der Baden-Württemberger und Bayern angemessen, wenn Urlaubsrückkehrer selbst für die Kosten aufkommen würden - und nicht die Steuerzahler.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der "Schwäbischen Zeitung" (Ravensburg) mit dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey. Wie die Zeitung (Samstag) berichtet, sind die Befragten aus Baden-Württemberg dabei noch etwas strenger als die in Bayern.

Auf die Frage "Sollten Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten Ihrer Meinung nach die Kosten für einen Corona-Test nach Reiseende selbst tragen?" antworteten 78,2 Prozent der Baden-Württemberger mit "Ja" oder "Eher ja". Bei den Bayern waren es 73 Prozent. An der Online-Umfrage von Civey nahmen der Zeitung zufolge vom 27. bis zum 30. Juli 9.768 Nutzer teil.

Reiserückkehrer stehen am Flughafen Tegel am Corona-Teststand.
Reiserückkehrer stehen am Flughafen Tegel am Corona-Teststand. | Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Ab diesem Samstag können sich Reiserückkehrer aus dem Ausland kostenlos auf Corona testen lassen. Das sieht eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor.

Manfred Lucha: "Pragratismus gefragt"

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) sagte der "Schwäbischen Zeitung" zwar, dass die Kosten prinzipiell Bestandteil der Ticketpreise werden müssten, egal ob bei der Bahn oder dem Flugzeug. Nun seien jedoch Pragmatismus und "gesamtgesellschaftliche Größe" gefragt.

"Bis wir das technisch gelöst hätten, wäre die Urlaubszeit vorbei", sagte Lucha dem Blatt. Wenn es um die Gesundheit der gesamten Bevölkerung gehe, gebe es immer ein Dilemma, "zum Beispiel bei der Frage nach den Gesundheitskosten von Rauchern oder Risikosportlern".

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  •   ALFPFIN
    (7269 Beiträge)

    01.08.2020 10:59 Uhr
    Natürlich
    hätte man längst auch Zuschläge zumindest zur gesetzlichen Krankenkasse zum Beispiel bei Risikosportlern verlangen können.
    Allerdings was stuft man als Risiko ein und was nicht. Wurde auch immer wieder diskutiert. Scheiterte aber meist an den Einsprüchen gewisser Parteien. In den letzten Jahren in erster Linie an den Grünen, Beschneidung der Freiheit usw. Aber im Falle der Kosen für Corona Tests bin ich auch der Meinung, das müssen die Betreffenden selbst bezahlen.
    Es wurde nun eindringlich gemahnt. Sie nehmen das Risiko bewusst in Kauf, auch im Hinblick der Gefährdung weiterer Personen, dann sollen sie auch bezahlen.
    Die gesetzlich Versicherten werden spätestens bis Mitte nächsten Jahres mit höheren Beiträgen rechnen müssen. Die Kosten muss die Allgemeinheit tragen. Da sollte man dann schon Grenzen aufzeigen.
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