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Karlsruhe Corona-Mundschutz: Warum es so wichtig ist, die Maske richtig zu tragen

Mittlerweile ist der Mund-Nasen-Schutz nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. In vielen Teilen des öffentlichen Lebens ist er verpflichtend, trotzdem kommt es regelmäßig zu Verstößen gegen die Maskenpflicht. Über das korrekte Tragen einer Maske, über den Nutzen und die Vorteile, die unsere Gesellschaft dadurch bekommt. ka-news.de gibt einen Überblick.

Warum ist es wichtig, eine Maske zu tragen? 

Zurzeit gilt im öffentlichen Leben vor allem eines: Abstand halten. Es gibt jedoch Situationen, in denen das schwierig oder unmöglich ist. Hinzu kommen Orte, an denen das Tragen verpflichtend ist.

Hier ist es wichtig darauf zu achten, dass wir uns und unsere Mitmenschen - gerade ältere und chronisch kranke - vor Ansteckung und Verbreitung des Virus schützen. In diesen Situationen sind Masken hilfreich, wichtig - und daher vorgeschrieben.

Bild: Lena Kube

Klar ist, dass einfache Papiermasken oder selbst genähte Masken Aerosole nicht komplett ausfiltern können, jedoch schützen sie unsere Schleimhäute vor einer Virenlast - natürlich nur, wenn die Maske regelmäßig bei mindestens 60 Grad gewaschen wird.

Wo ist es verpflichtend, eine Maske zu tragen? 

Grundsätzlich gilt eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund und Nase bedeckenden Maske in den meisten Bereichen des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens. Laut dem Landratsamt Karlsruhe sind das folgende Orte:

  • Alle Bereiche des ÖPNV (Stadtbahn, Fernverkehr, Seilbahnen, Schiffe und Flugzeuge sowie dessen Warte - und Haltebereiche)
  • Friseursalons, Körperpflege - und Wellness-Einrichtungen (Massage -, Kosmetik-, Tattoo Studios), sowie medizinische und nicht medizinische Fußpflege-Einrichtungen. 
  • (Zahn-)Arztpraxen, Praxen humanmedizinischer Heilberufe sowie des öffentlichen Gesundheitsdienstes
  • Einkaufszentren sowie Ladengeschäfte oder Märkte, in geschlossenen Räumen
  • Beschäftigte eines Beherbergungsbetriebes bei direkten Kundenkontakt
  • Bildungseinrichtungen (Schüler, Lehrer und sonstige sich dort aufhaltenden Personen) 
  • Gaststättengewerbe von Beschäftigten im Kundenkontakt und von Kunden beim Gang zum Platz oder der Toilette
  • In Freizeitparks und Vergnügungsstätten von Beschäftigten im Kundenkontakt, sowie alle Personen, welche sich in geschlossenen Räumen aufhalten
  • Beim praktischen Fahr -, Flug-, und Bootsunterricht sowie deren praktischen Prüfungen

Wie trage ich die Maske richtig? 

Vor dem Auf- und Absetzen der Maske ist es wichtig sich die Hände zu waschen und zu desinfizieren. Beim Aufsetzen sollte die Maske nur an den Bändern gehalten werden. Die Maske muss Mund und Nase vollkommen bedecken - nur den Mund zu bedecken schützt nicht hinreichend vor einer Corona-Ansteckung.

Wenn ein Bereich mit Maskenpflicht verlassen wird, ist es zudem nicht hilfreich, die Maske unterhalb des Mundes zu ziehen. Dies führt zu Kontamination der Maske und der Umgebung. Zusätzlich sollte darauf geachtet werden, die Maske nicht zu lange zu tragen.

Der Mund-Nasen-Schutz ist längst ein treuer Begleiter geworden. Nach drei bis vier Stunden Tragezeit am Stück sollte die Maske getauscht werden.
Der Mund-Nasen-Schutz ist längst ein treuer Begleiter geworden. Nach drei bis vier Stunden Tragezeit am Stück sollte die Maske getauscht werden. | Bild: Christin Klose/dpa-tmn

Der Grund: Wird die Maske feucht, wird sie durchlässiger für Viren. Die Maske in einem Beutel oder Taschen aufzubewahren ist weniger sinnvoll. Besser ist es, die Maske an der frischen Luft trocknen zu lassen.

Ein Gesichtsschild - also ein Schutzschild aus hochtransparentem Polyester mit Bügel - gilt nicht als Mund-Nase-Bedeckung im Sinne der Corona-Verordnung. Es soll lediglich als "Spuckschutz" oder Schutzbrille verstanden werden.

Maske selbst machen - bringt das etwas?

Zu beachten ist, dass Masken aus eigener Herstellung meist einen schlechteren Schutz bieten als medizinische Einwegmasken. Dennoch schützen diese vor der Verbreitung eigener Viren. Möglichst dichter Baumwollstoff ist hierbei zu empfehlen.

Laut des Robert-Koch-Instituts (RKI) wird durch Baumwollmasken aber kein "medizinischer Standard" erreicht. Das bedeutet: Um sich und andere ausreichend zu schützen, sollte man auf die medizinischen Masken zurückgreifen.

Was droht bei Missachtung der Maskenpflicht?

Hält man sich nicht an die Maskenpflicht, kann es schnell teuer werden. Die Bußgelder belaufen sich aktuell auf 100 bis 250 Euro. Ob und wann ein Bußgeld droht, hängt unter anderem von der Situation der betroffenen Person ab.

Maskenkontrolle in Karlsruher Bahnen.
Maskenkontrolle in Karlsruher Bahnen. | Bild: Thomas Riedel

Es können jedoch auch Teilnahmeverbote und/oder der Ausschluss von Veranstaltungen folgen, auch der temporäre Ausschluss aus dem ÖPNV kann eine Folge sein. Hier greift das Hausrecht des Verkehrsunternehmens.

Dateiname : Corona - Bußgeldkatalog
Dateigröße : 114.84 KBytes.
Datum : 01.10.2020 14:30
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Kommentare (30)
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  •   Senfdazu
    (412 Beiträge)

    06.10.2020 06:07 Uhr
    😎
    Ich sage nur: in D haben es zuviel immer noch nicht kapiert. Mannheim entwickelt sich zur Krisenstadt und dennoch fahren dort die Leute in den Bahnen ohne oder nur als Mundmaskenträger oder als Kinnbartträger (viele Grüße an die Frauenbartträgerinnen). Und gerade habe ich 3 Jugendliche aufgefordert, die Masken korrekt zu tragen:Ergebnis war Gelächter. Wie gesagt, die Deutschen, selbst aus den Hotspots, haben nix kapiert. Die nächste Urlaubssaison wird somit wieder wie dieses Jahr ablaufen.
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  •   silberahorn
    (10546 Beiträge)

    06.10.2020 09:28 Uhr
    Eben komme ich zurück
    aus der Stadtmitte Karlsruhe. Unglaublich wie dicht gedrängt voll manche Bahnen waren und dazu dann demonstrativ die Maske unter der Nase oder gleich gar keine.
    Das geht bei eingen Leuten nach dem Motto, dass man den Leidensdruck erhöhen muss und schlimmere Maßnahmen angestrebt werden, damit man sich dann darüber beschweren kann.
    Ich halte mich von solchen Umfeldern jetzt fern. Mit tun nur die leid, die das aus beruflichen Gründen nicht machen können.
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  •   Prof.Baerlapp
    (743 Beiträge)

    06.10.2020 09:03 Uhr
    Zunahme der Fälle
    Ja, es gibt eine Zunahme bei den Infektionszahlen.

    Aber wenn wir uns vormachen, dass das vor allem an der fehlenden Disziplin bei den Masken läge, vergessen wir den entscheidenden Punkt. Wir wissen doch jetzt schon lange, dass sich das Virus vor allem bei Partys und privaten Feiern verbreitet. Wenn man sieht, wie z.B. in den öffentlichen Parks in Berlin seit Wochen jede Nacht gefeiert wird, ohne dass der rot-rot-grüne Senat einschreitet, dann brauchen wir uns über die Zahlen nicht zu wundern.

    Da können wir noch so brav unsere Maske in der Straßenbahn tragen - es hilft nichts, wenn man die nächtliche "private Party- und Eventszene" so weitermachen lässt. Ich habe das Gefühl, die Politik drangsaliert lieber Wirte und professionelle Veranstalter (obwohl die in aller Regel bereits funktionierende Hygienekonzepte haben), aber an ein gewisses Klientel traut man sich nicht ran.
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  •   tom1966
    (542 Beiträge)

    06.10.2020 14:29 Uhr
    Park oder Bahn
    Es besteht schon ein Unterschied, ob ich in einem Park keine Maske trage oder in vollen StraBa. Keine Frage, in Menschenmengen sollte man eine tragen, aber an der freien Luft, ist das Risiko geringer.
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  •   Kojak
    (474 Beiträge)

    06.10.2020 15:06 Uhr
    Park
    Ach so, wenn da 500 Leute gemeinsam ohne Abstand und ohne Kontaktlisten feiern, ist das für dich okay? Aber wenn bei einem in der Straba die Maske schief sitzt, soll er 100 Euro Bußgeld zahlen? Da passt doch was nicht.
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  •   tom1966
    (542 Beiträge)

    06.10.2020 15:22 Uhr
    Das habe ich nicht gemeint!
    Ich bin alles andere, aber kein Gegener der Masken. Ich sehe nur in geschlossenen Räumen (und dazu zähle ich den ÖPNV) ein viel höheres Risiko, sich zu infizieren bzw. andere anzustecken, als in einem Park.
    Es ist ein Unding, dass sich Menschen in großer Zahl versammeln und keine Maske tragen - egal wo!
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  •   silberahorn
    (10546 Beiträge)

    06.10.2020 09:33 Uhr
    An ein gewisses Klientel
    traut man sich auch in Karlsruhe tatsächlich nicht ran.
    Rote Äpfel an braunem Stamm bringen wahrscheinlich mehr Geld.
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  •   Nachteule
    (873 Beiträge)

    06.10.2020 05:58 Uhr
    Sollte man auch den Grünen mal sagen
    denn von denen ist ein männliches Gemeinderatsmitglied positiv getestet worden.
    Interessanterweise berichtet Ka-News darüber hier nicht.
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  •   Prof.Baerlapp
    (743 Beiträge)

    06.10.2020 09:05 Uhr
    Persönlichkeitsrechte
    Wenn der Betroffene das nicht selbst veröffentlicht, wird man auch nicht öffentlich darüber berichten.
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  •   andip
    (10649 Beiträge)

    06.10.2020 08:24 Uhr
    Das hast du gestern schon gepostet
    Und war daran eine fehlende Maske schuld?
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