Karlsruhe Corona-Lockerungen in der Übersicht: Freizeitparks und Hotels dürfen ab Pfingsten wieder öffnen

Die Corona-Verbote werden nach und nach aufgehoben: Ab Montag, 11. Mai, dürfen sich Menschen zweier Haushalte wieder gemeinsam im Freien aufhalten. Bislang galt hier die "Zwei-Personen-Regel". Noch vor Pfingsten soll die Außengastronomie wieder erlaubt werden, ab Pfingsten Hotels, Fitnesstudios und Freizeitparks wieder öffnen dürfen. Doch es gibt eine Voraussetzung: Die Zahl der Neuansteckungen muss niedrig bleiben.

Um Deutschland einheitlich aus dem Lockdown zu führen, hat sich am Mittwoch, den 6. Mai, Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder beraten. Zur Debatte standen unter anderem die Reisebeschränkungen und die Öffnung der Gastronomiebetriebe.

1. Wie ist die aktuelle Corona-Lage in Deutschland?

In Deutschland hat sich die Kurve der Neuansteckungen positiv entwickelt: "Stand heute ist keine erneut einsetzende Infektionsdynamik erkennbar", heißt es in dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern. Dies sei den Beschränkungen des öffentlichen Lebens in den letzten Wochen zu verdanken. 

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) zieht sich eine Maske auf.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) mit Gesichtsmaske. | Bild: Stefan Puchner/dpa/Archivbild

2. Mehr Personen im Freien erlaubt - Abstandsgebot gilt bis 5. Juni 

"Die wichtigste Maßnahme gerade angesichts der Öffnungen bleibt noch für lange Zeit, Abstand zu halten", heißt es in dem Beschluss. Bis vorerst 5. Juni bedeutet das: Die Bürger müssen weiterhin im öffentlichen Raum einen Abstand von mindestens 1,5 Metern einhalten. Auch die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen - derzeit beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln - bleibt weiterhin bestehen.

Bislang galt: In der Öffentlichkeit durfte man sich nur alleine, mit Personen des eigenen Haushaltes oder einer einzigen weiteren Person bewegen. Hier gibt es nun eine Lockerung: Auch der Aufenthalt im Freien mit Personen eines weiteren Hausstandes soll gestattet werden.

3. Corona-Tracking-App soll freiwillig sein

Der Bund hat für die Entwicklung der entsprechenden App inzwischen entschieden, einen dezentralen Ansatz zu verfolgen. Der Einsatz dieser App soll  für die Bürger freiwillig sein. Lediglich epidemiologisch relevante Kontakte der letzten drei Wochen sollen anonymisiert auf dem Handy des Benutzers ohne eine Erfassung des Bewegungsprofils gespeichert werden.

4. Bis zu den Sommerferien sollen alle Schüler in die Schule

Für die Schüler der Abschlussklassen hat der Unterricht bereits am vergangenen Freitag begonnen. "Ziel ist, dass in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen bis zu den Sommerferien jede Schülerin und jeder Schüler einmal die Schule besuchen kann", ist in dem Beschluss von Bund und Ländern vom nun festgeschrieben. Parallel dazu sollen digitale Unterrichtskonzepte und -angebote weiterentwickelt
werden.

5. Alle Geschäfte dürfen wieder öffnen

Einzige Voraussetzung hierfür: Die Geschäfte müssen Auflagen zur Hygiene einhalten, den Zutritt kontrollieren und Warteschlagen vermeiden. Dabei ist laut Bund und Ländern  wichtig, dass eine maximale Personenzahl bezogen auf die Verkaufsfläche vorgegeben wird.  So soll die Gefahr der Ansteckung  reduziert werden. 

6. Gastronomie, Hotels, Fitnesstudios, Tattoo-Studios und Kinos

Wann dürfen Bürger wieder in ihrem Lieblingsrestaurant essen gehen? Diesen Punkt sollen die Bundesländer auf Grundlage des jeweiligen Infektionsgeschehens selbst entscheiden. Doch noch vor Pfingsten soll die Außengastronomie wieder gestattet sein. Ab Pfingsten sollen in Baden-Württemberg Campingplätze,  Fitnesstudios und Kinos wieder öffnen dürfen. 

Laut dem Land Baden-Württemberg können bereits ab Montag, dem 11. Mai, zahlreiche körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik- und Tattoo-Studios wieder den Betrieb aufnehmen.

7. Wie geht es weiter? Wann kämen die Verbote zurück?

Sollten nach den heutigen, gemeinsam beschlossenen Lockerungen die Infektionszahlen weiterhin niedrig bleiben, dürfen die Bundesländer künftig selbst entscheiden. Dafür soll sichergestellt werden, dass es innerhalb einer Woche pro 100.000 Einwohner zu nicht mehr als 50 Neuinfektionen kommt.

Ansonsten gilt: Die Verbote müssen wieder verschärft werden. Das erfuhr die Deutsche Presseagentur bereits vorab aus Teilnehmerkreisen der Telefonschalte von Bund und Ländern.  "Wir müssen weiter vorsichtig sein und einen Schritt nach dem anderen machen, damit der Ausbruch nicht wieder außer Kontrolle gerät", mahnte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Mittwochnachmittag.

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