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Karlsruhe Aktuelle Corona-Lage in Karlsruhe: Nächster Shut-Down noch in weiter Ferne

"Alarmstufe gelb": Stecken sich in einer Woche mehr als 35 von 100.000 Einwohnern mit dem Corona-Virus an, schlägt das Frühwarnsystem in Baden-Württemberg Alarm. Dann werden erste Maßnahmen ergriffen, damit die Zahl der Infektionen nicht weiter steigt. Denn: Klettert der Wert über 50, könnte regional der nächste "Shut-Down" drohen.

Einkaufen, Freunde treffen, Essen gehen: Die Corona-Verbote werden immer weiter gelockert. Doch sollten die Infektionszahlen wieder ansteigen, steht ein "Notfallplan" bereits parat: Stecken sich in einer Woche mehr als 50 von 100.000 Menschen mit dem Virus an, müssen die Städte und Kreise das öffentliche Leben erneut einschränken. 

(Symbolbild) | Bild: Lena Kube

Auf diesen Grenzwert haben sich Bund und Länder Anfang April geeinigt. Doch das Land Baden-Württemberg hat die Vorgabe weiter spezifiziert und eine "Vorwarnstufe" ins Leben gerufen. Treten in einer Woche mehr als 35 neu gemeldeten Fällen je 100.000 Einwohnern auf, sollen die Städte und Kreise bereits erste Maßnahmen ergreifen.

Das geht aus einer Handlungsempfehlung vor, nach der sich auch das Landratsamt Karlsruhe richtet. Es ist zuständig für das Infektionsgeschehen sowohl im Stadt- als auch im Landkreis. 

"Alarmstufe gelb": Bürger werden gewarnt, Polizei informiert

Doch was erwartet die Bürger rund um Karlsruhe, sollte der Wert über diese Schwelle klettern? Die ersten Schritte sind die "kontinuierliche Prüfung und Bewertung der epidemiologischen Lage, Mahnung der Bevölkerung zu besonderer Vorsicht, gezielte Ausweitung von Tests und Abstimmung des weiteren Vorgehens mit den Ortspolizeibehörden", teilt das Landratsamt Karlsruhe mit. 

Doch bereits vor Erreichen des Schwellenwerts und der "Vorwarnstufe" wird die Entwicklung der Infektionszahlen kontinuierlich überwacht. So werden Ansteckungsketten im besten Fall frühzeitig unterbrochen, Kontakte nachverfolgt und ein erneuter Ausbruch der Epidemie verhindert. Damit das gelingt, sollen die verfügbaren Testkapazitäten für ein "zielgerichtetes Monitoring" genutzt werden.

"Alarmstufe rot": Wann kommt ein neuer Shut-Down?

Sollte die Zahl der Neuinfektionen nach "Alarmstufe gelb" dennoch weiter steigen, müssen die Beschränkungen in der Öffentlichkeit wieder verstärkt werden. Bedeutet das einen neuen Shut-Down? "Das kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern muss im Einzelfall entschieden werden", teilt das Landratsamt mit.

Weltweit arbeiten Forschungseinrichtungen nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus.
Weltweit arbeiten Forschungseinrichtungen nach einem wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus. | Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Unter anderem spiele dabei eine Rolle, wie gut sich das Infektionsgeschehen lokal abgrenzen lässt. Tritt ein Ausbruch beispielsweise innerhalb einer Einrichtung aus, können die Ansteckungsketten vom Landratsamt schneller nachverfolgt und verhindert werden, als bei einer dezentralen Verbreitung.

Von den Grenzwerten von 35 oder 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche ist Karlsruhe derzeit allerdings weit entfernt. Am 2. Juni lag die "7-Tage-Inzidenz" - wie dieser Wert in Fachkreisen genannt wird - für den Landkreis bei 2, für die Stadt sogar lediglich bei 1. In die Berechnung fließen ausschließlich die den Gesundheitsämtern gemeldeten Fälle ein. 

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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Kommentare (11)
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  •   barheine
    (305 Beiträge)

    04.06.2020 10:17 Uhr
    Keine 6000 Coronafälle mehr in Deutschland. Wenn das so rasant weitergeht, ist ja bald keiner mehr da, bei dem man sich anstecken könnte.
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  •   RoentgenKaffee
    (12 Beiträge)

    04.06.2020 15:59 Uhr
    Bitte
    Auch die nicht bestätigten Fälle im Kopf behalten. Man weiß nicht wie viele Leute die Krankheit haben und a) vielleicht keine Symptome zeigen b) nicht zum Arzt gehen, da der Krankheitsverlauf milde ist.
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  •   andip
    (10393 Beiträge)

    04.06.2020 12:10 Uhr
    Na ja
    Nicht nur Karlsruhe sondern auch ganz D sind ewig weit weg von dieser Marke bei ca. 300 Neuinfektionen pro Tag.
    Wenn nicht irgendwelche Ausrutscher einem ständig die Statistik versauen würden, bräuchte man sich überhaupt keine Gedanken darüber machen müssen.
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  •   Berty87
    (801 Beiträge)

    04.06.2020 04:47 Uhr
    Ihr
    Vergesst. Corona hatten wir früher schon und werden es die nächsten 1000 Jahre weiter hin haben.
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  •   FCKSUV
    (235 Beiträge)

    03.06.2020 22:18 Uhr
    Es genügen bereits wenige unbelehrbare Großfamilien,
    um dafür zu sorgen, dass sämtliche Schulen einer Stadt geschlossen werden.
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  •   Route66
    (2474 Beiträge)

    03.06.2020 18:21 Uhr
    Seit wann schreibt man
    Shut-down?
    Das ist ein englisches Wort und wird zusammengeschrieben shutdown. Muss überall zwanghaft der Deppenbindestrich eingeführt werden?
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  •   Toffl
    (110 Beiträge)

    03.06.2020 18:02 Uhr
    was ist das Ziel?
    Ich hab mal gelesen, dass wir Corona als "überstanden" sehen dürfen, wenn sich 2/3 der Bevölkerung immunisiert hat. Ohne Impfstoff geschieht das nur durch Ansteckung. Bei 35 von 100.000 dauert es 37 Jahre (!) um dieses Ziel zu erreichen.
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  •   Schiller
    (184 Beiträge)

    03.06.2020 19:36 Uhr
    Mittlerweile
    dürfte ein Impstoff schneller verfügbar sein, als dass sich 2/3 infiziert haben.
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  •   schmidmi
    (2585 Beiträge)

    03.06.2020 21:25 Uhr
    Und spart
    auch noch Tote!
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  •   mueck
    (11576 Beiträge)

    04.06.2020 00:27 Uhr
    !
    Bei 2/3 von 80 Mio. und 1 % Todesquote wäre das *ne halbe Mio. "Kollateralschäden" auf dem Weg zur Herdenimmunität ...
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