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Karlsruhe Corona-Fall im Europa-Park: 15.000 Besucher werden per Mail informiert

Der Europapark in Rust verzeichnet einen Corona-Fall: Am Montag, 10. August, habe sich ein infizierter Besucher im Freizeitpark aufgehalten. Alle Personen, die an diesem Tag den Park aufgesucht hatten, wurden bereits per Mail informiert. Die Gefahr einer Ansteckung sei jedoch sehr gering, teilt das zuständige Gesundheitsamt mit.

"Die Besucherzahl von nahezu 15.000 Menschen pro Tag macht es für die Behörden unmöglich, jede Person einzeln telefonisch zu kontaktieren. Daher fiel die Entscheidung auf die Kontaktaufnahme per Mail", so Reinhard Kirr, Dezernent für Sicherheit, Ordnung und Gesundheit des Ortenaukreises, in einer Pressemeldung.

Der Europapark Rust soll in diesem Jahr bis zum November geöffnet bleiben.
(Symbolbild) | Bild: Silas Stein/dpa/Archiv

Der infizierte Besucher war am Montag, 10. August, zwischen 9.30 Uhr und 16 Uhr im Europapark unterwegs. Um die Mittagszeit, zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr, hat die betreffende Person im Restaurant Bamboe Baai, im Themenbereich Holland, gegessen.

Alle Park-Besucher wurden per Mail informiert

Die Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 wurde nun durch das für ihn zuständige Gesundheitsamt Esslingen bekannt und die weiteren Maßnahmen eingeleitet. Die engen Kontaktpersonen wurden bereits kontaktiert und alle Personen, die an diesem Tag ein online ein Europa-Park-Ticket erworben haben, per Mail benachrichtigt.

Menschen fahren im Europa-Park in Rust mit der Achterbahn.
Menschen fahren im Europa-Park in Rust mit der Achterbahn. | Bild: Patrick Seeger/Archiv

"Der Europa-Park hat sein Hygienekonzept mit dem Gesundheitsamt abgestimmt. Zudem ist bei den meisten Gästen davon auszugehen, dass überhaupt kein Kontakt stattgefunden hat", so Evelyn Bressau, Leiterin des Gesundheitsamtes beim Landratsamt Ortenaukreis.

Besucher sollen auf Symptome achten

Das Gesundheitsamt bittet dennoch alle Personen, die sich an diesem Tag im angegebenen Zeitraum im Europa-Park befunden haben, wachsam zu bleiben. "Das bedeutet, eine gute Beobachtung des eigenen Gesundheitszustands bis einschließlich 24. August 2020 vorzunehmen", teilt das Gesundheitsamt des Ortenaukreises mit. Sollten Symptome festgestellt werden, wird geraten den Hausarzt aufzusuchen.

(Symbolbild) | Bild: Thomas Riedel

In Quarantäne muss die Vielzahl an Besuchern allerdings nicht: Wer an diesem Tag im Park war und keine Symptome zeigt, kann dennoch regulär seine Arbeitsstelle aufsuchen, Kinder dürfen in den Kindergarten gehen.

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Corona-Virus in Karlsruhe: Der Corona-Virus breitet sich aus: Alle Zahlen der Infizierten, Schutzmaßnahmen, Absagen von Veranstaltungen und weitere Informationen für Karlsruhe und die Region in diesem Dossier.
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  •   tom1966
    (711 Beiträge)

    19.08.2020 13:52 Uhr
    15 000 Benachrichtigungen
    d.h. 15 000 Mal Sorge, man könnte sich angesteckt haben. Das wäre doch der klassische Fall für die Corona-App: Man könnte sagen, ob und wie lange man sich in der Nähe der infizierten Person aufgehalten hat oder ob überhaupt kein Kontakt stattfand.

    Stattdessen müssen 15 000 Menschen benachrichtigt werden. Was für ein Aufwand! Aber leider notwendig!
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  •   haku
    (4172 Beiträge)

    19.08.2020 17:45 Uhr
    Wer sich jetzt Sorgen macht...
    ...hat vorher nicht richtig nachgedacht. Wenn man zu so etwas hingeht, muss man damit rechnen, dass da womöglich Infizierte herumlaufen. Und sich fragen, ob man glaubt, durch Einhaltung der Regeln das Ansteckungsrisiko für sich selbst so gering zu halten, dass man bereit ist, es einzugehen.
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  •   ralf
    (3713 Beiträge)

    20.08.2020 12:04 Uhr
    Und bei anderen Dingen?
    Darf sich Jemand, der nach einem Motorradunfall im Rettungswagen liegt, auch keine Sorgen machen? Schließlich war er sich ja der Gefahr des Motorradfahrens bewusst. 🤔
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  •   tom1966
    (711 Beiträge)

    20.08.2020 08:32 Uhr
    !
    Ist auch richtig.
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